Lakonien

Lakonien ist eine griechische Landschaft im Süden der Region Peloponnes.

Kurzer Überblick:

Landschaft:

Die Ebene des Eurótas mit Sparta als Mittelpunkt wird im Osten durch das 2000 m hohe Párnon-Gebirge, im Westen durch das über 2400 m hohe Taygetos-Gebirge begrenzt. Im Frühjahr liegt auf den Bergspitzen noch Schnee, während man im Tal schon schwitzt.

Lakonien zählt zu den reizvollsten Landschaften des Peloponnes.

Östliche Finger:

Am östlichen „Finger“ liegt Monemvasia, ein mittelalterliches Städtchen mit engen Gassen und schönen Sandstränden in der Umgebung.

Mittlere Finger:

Der „mittlere Finger“, die Manipulation, bietet trockene, raue Gebirgslandschaften, hohe Wohntürme und menschenleere, halb verfallene Dörfer.

Sparta und Umgebung:

Im Norden Sparta (von der antiken Kultur des Militärstaates ist kaum noch etwas zu sehen) und vor allem die einzigartige Ruinenstadt Mistrá mit verwitterten Palästen und Kirchen. Ein bescheideneres Gegenstück findet sich in Geráki am Westhang des Párnon-Gebirges.

Küste:

Im Süden liegt das idyllische Hafenstädtchen Gythion mit schönen Stränden in der Umgebung und Fahrverbindungen zur Insel Kythera.

Gemeinden:

Lakonien umfasst die Gemeinden Anatoliki Mani, Elafonisos, Evrotas, Monemvasia und Sparta.

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Festung von Monemvasia


Geographie:

Landschaften:

Lakonien befindet sich zwischen dem Parnon- und dem Taygetos-Gebirge, hohen Gebirgszügen, die in der Regel die Tausend-Meter-Grenze überschreiten und dadurch den ganzen Landstrich in der Antike zu einer Festung machten. Die Gebirgszüge laufen in zwei „Fingern“ der Halbinsel Peloponnes aus, der Parnon am Ende einer eher niedrigen Kette von Karsthügeln im Kap Kremidi, der Taygetos in der Halbinsel Mani. Zwischen ihnen befinden sich der Lakonische Golf und das fruchtbare Tal des Flusses Evrotas, der, bis er nach ca. 70 km den lakonischen Golf erreicht, von zahlreichen Nebenflüssen ergänzt wird, die im gesamten Tal für eine gleichmäßige Bewässerung sorgen. Zu den berühmtesten touristischen Reisezielen der Präfektur gehört die byzantinische Ruinenstadt Mystras sowie die Tropfsteinhöhle von Diros in West-Mani.

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Taygetos-Gebirge


Klima:

Das Klima ist grundsätzlich mediterran mit warmen, regnerischen Wintern und sehr heißen. trockenen Sommern. Im Grundsatz gibt es an der Küste und in den mediterranen Tief- und Hügelländer nur drei Jahreszeiten: Regen-, Blüte-, und Trockenzeit. In den höheren Lagen und Gebirgen herrscht ein gemäßigtes bzw. alpines Klima. Die Jahrestemperaturen liegen zwischen 8°C und 18°C.

Monemvasia, Küste:

Typisches mediterranes Klima mit milden und regnerischen Wintern und heiß-trockenen Sommern. Der Seewind mäßigt die heißen Sommertemperaturen.

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Sparta, Binnenland:

Das Klima im Binnenland ist kontinentaler ausgeprägt mit kühlen Wintern und sehr heißen Sommern. Die Temperaturen können über 40°C steigen.

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Stoúpa, Máni:

Das Klima ist mediterran mit milden und regnerischen Wintern, sowie heiß-trockenen Sommern. Die Sommer an der Küste von Máni sind etwas heißer, als die Sommermonate der östlichen Küstenregion von Lakonien.

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Klimatabelle der Region Lakonien:

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Geschichte:

Namensherkunft:

Lakonien war in der Antike außerdem der Name des spartanischen Staates, dessen freie Einwohner Lakonier oder Lakedaimonier genannt wurden. Von dem Adjektiv lakonisch als Bezeichnung für die Spartaner (vgl. spartanisch) leitet sich der Ausdruck lakonische Rede ab.

Politische Geschichte:

Nach der Gründung des modernen Staats Griechenland wurde Lakonien als Präfektur 1833 eingerichtet und blieb dies mit einigen Unterbrechungen bis zur Verwaltungsreform 2010. Hierbei wurden ihre Kompetenzen an die durch Zusammenlegung an Zahl stark reduzierten Gemeinden und die Region Peloponnes übertragen. Seither bildet Lakonien den Regionalbezirk Lakonien (gr. Periferiaki Enotita Lakonias). Dieser entsendet acht Abgeordnete in den Regionalrat der Region Peloponnes, hat darüber hinaus jedoch keine politische Bedeutung.


Kulturelle Sehenswürdigkeiten:

Sparta:

Im Norden der Stadt liegen die Überreste der antiken Stadt Sparta. Die wenig eindrucksvollen Reste zeigen auf dem Akropolishügel den Tempelbereich der Athena Chalkioikos, das hellenistisch-römische Theater, den großen Platz und weiter im Südosten die Fundamente des Heiligtums der Artemis Orthia. Ein lokales Museum bewahrt die wenigen für Touristen interessanten Artefakte auf, darunter den bekannten Torso des sog. Leonidas aus der Zeit nach den Perserkriegen.

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Ruinenstadt von Sparta:

Von der in der Antike mächtigen Hauptstadt Sparta blieben nur spärliche archäologische Reste erhalten.

Monemvasia:

Monemvasia ist eine griechische Kleinstadt, die im byzantinischen Reich bedeutender Stützpunkt und Festung war. Sie liegt auf einem Felsen vor der Küste Lakoniens im Südosten der Halbinsel Peloponnes. Besonders sehenswert:

  • Kirche Agia Sophia
  • Christos Elkomenos Platz
  • Festung

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Naturlandschaften und -monumente:

Mani:

Eine archaische Kulisse: Schroffe, nackte Berge und felsige, unzugängliche Küsten prägen das Landschaftsbild auf dem „mittleren Finger“ des Peloponnes. Das fast menschenleer, gewaltige Bergmassiv des Taygetos mit einer Höhe von maximale 2407 m trennt die Manipulation von den übrigen Landschaften.

→ Mani

Elafónissos:

Elafonisos ist eine kleine Insel zwischen dem Peloponnes und der griechischen Insel Kythira. Aufgrund ihrer Lage im Ionischen Meer wird sie zu den Ionischen Inseln gerechnet. Die Fläche der Insel beträgt etwa 19 km², höchste Erhebung ist der Vardia mit 276 m ü. d. M. Sie ist etwa 570 m vom Ort Pavlopetri auf dem Peloponnes entfernt. Zusammen mit einigen kleinen umliegenden Inselchen und einem rund 3 km² fassenden Küstenstreifen am gegenüber liegenden Festland bildet sie die Gemeinde Elafonisos in der Region Peloponnes. Die Gemeinde besteht aus dem Hauptort Elafonisos (816) und den Siedlungen Kapari (37 Einwohner im Jahr 2011), Kato Nisi (156), Lefki (15) und Pounda (17) auf dem Festland.

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Verkehr:

In Lakonien gibt es kein Schienennetz, jedoch gute Busverbindungen. Die wichtigste Strecke führt von Gythion nach Sparta und über Tripolis-Korinth nach Athen.


 

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Küste bei Monemvasia