Unterer Mekong

Der Mekong ist mit geschätzten 4350 km der längste Fluss Südostasiens und entwässert eine Fläche von 795.000 km². Inseln im Fluss bieten vielfältige Lebensräume mit sandigen Stränden, seichten Tümpeln, Schwemmland und Schilfbecken.

Die Region des unteren Mekong schließt Laos, Kambodscha, Vietnam und südliche Teile von Thailand und Myanmar ein. Sie umfasst das untere Einzugsgebiet sowie die Überschwemmungsebenen des Mekongs.


Landschaften und Vegetation:

Wälder:

Hier gibt es immergrüne feuchte Mischwälder, immergrüne Trockenwälder sowie Laub- und Gebirgswälder.

Buschland:

Auf karstigen Kalksteinbergen findet man Busch- und Waldland vor.

Küste:

In einigen Küstengebieten findet man Heidewälder vor.

Feuchtgebiete:

Andere charakteristische Vegetationsformationen sind Sümpfe in Überschwemmungsebenen, Mangroven und saisonal überschwemmte Savannen.


Klima:

Das Klima der Region ist feucht und tropisch. Die Temperaturen sind feucht und heiß. Die heißeste Zeit liegt zwischen Februar und Mai.

Niederschlag:

Der Niederschlag steigt ab März kontinuierlich an. Der Höhepunkt der Niederschlagsrate liegt im Oktober und erreicht eine Menge über 250 mm. Die trockensten Monate sind der Januar und der Februar. Alle anderen Monate haben eine durchschnittliche Menge von über 50 mm.

Klimadaten der kambodschanischen Stadt Phnom Penh:

Lufttemperatur:

Asien Klima

Niederschlag (mm):

Asien Klima 2


Fauna:

Säugetiere:

In den vergangenen zwei Jahrzehnten wurden mit dem Truong-Son-Muntjak, dem Riesenmuntjak, dem Putao-Muntjak und dem Vietnamesischen Waldrind vier neue Säugetierarten entdeckt. In den Baumwipfeln hangeln Kappengibbons und Kleideraffen von Baum zu Baum. Der Nebelpader ist eines der größten Raubtiere am Unteren Mekong. Eine weitere Raubkatze ist die Fischkatze. Auch kommen Leierhirsche vor. Im Mekong sichtet man gelegentlich den seltenen Irawadidelfin. Der Indische Fischotter lebt am und im Fluss.

Vögel:

Die Region bietet Lebensräume für etwa 1300 Vogelarten und beherbergt die größten Wasservogelpopulationen Südostasien. An den Ufern des Flusses kommen der Braunliest, der Riesenibis, der Schwarzhalskranich und die Mekongstelze vor.

Reptilien:

Außerdem hat die Region die weltweit größte Vielfalt an Süßwasserschildkröten. Eine der Süßwasserschildkröten ist die Großkopfschildkröte und die Altwelt-Sumpfschildkröte. Neben den Schildkröten findet man auch die über sieben meter lange Tigerpython vor. Das gefährlichste Raubtier am Mekong ist das Siam-Krokodil.

Amphibien:

Eine bekannte Amphibie ist der Stachelbrust-Riesenfrosch.

Fische:

Im Mekong kommen riesige Fischarten vor, wie die Riesenbarbe, dieser Fisch wird bis zum 150 cm lang.


Ökosysteme am Mekong:

Die Feuchtgebiete entlang des unteren Mekong bilden ein Mosaik aus verschiedenen Lebensräumen. Hier findet man Sandbänke, Watts, trockenfallende Flüsse, Felsen, Wasserfälle, tiefe Becken und Stromschnellen. Krokodile wärmen sich auf Flussbänken in der Sonne, Schildkröten und Frösche jagen Insekten, in Ufernähe fischen langbeinige Wattvögel und im Wasser kreuzen Riesenbarben.


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