Miombowaldsavanne

Miombo ist ein weitständiger Waldsavannentyp (Baumsavanne) mit geringem Unterholz im südlichen Zentralafrika, wobei der Begriff auch über diese Grenzen hinaus Verwendung findet. Der Begriff Miombo stammt von den mancherorts dominierenden Gehölzarten Brachystegia boehmii und Brachystegia longifolia, die in einigen regionalen Sprachen Muombo (Plural: Miombo) genannt werden.

Geographie:

Lage:

Miombo trifft man in den Ländern Simbabwe, Sambia, Mosambik, Angola, Tansania und Malawi an. Mit rund 5 Millionen Quadratkilometern im gesamten Afrika bildet der Miombowald das größte Trockenwaldgebiet der Erde.

Waldgebiete der Miombowaldsavanne:

  • Miombowaldländer Angolas
  • Zentral-Sambesische Waldländer
  • Östliche Miombowaldländer
  • Südliche Miombowälder

Natur:

Flora:

Mit über 8500 Arten bergen die Wälder eine große Pflanzenvielfalt.

Der Miombo ist gekennzeichnet durch die drei typischen Pflanzengattungen Brachystegia mit 21 Arten, Isoberlinia mit 3 Arten und Julbernardia mit 2 Arten. Sie besitzen gefiederte Blätter und eine charakteristische Schirmform. Die Bäume bilden einen lockeren Wald, dessen Boden nur spärlich von Gräsern und Sträuchern bedeckt ist.

Böden:

Miombo entwickelt sich vor allem auf nährstoffarmen, sauren und geologisch-pedologisch alten Böden (Ultisole, Alfisole, Oxisole, Vertisole, Entisole).

Fauna:

Huftiere:

Die Huftiere der Miombo-Wälder sind mit einigen der beeindruckendsten Hörnern aller afrikanischen Huftiere geschmückt. Im Gegensatz zu Geweihen werden Hörner nicht abgeworfen und erfüllen zwei Aufgaben: Sie dienen als Schutz gegen Raubtiere und werden im Kampf um Weibchen eingesetzt, weshalb die Mädchen meist größere Hörner haben als Weibchen. In den Savannen befinden sich vor allem Huftiere:

  • Säbelantilope
  • Lichtenstein-Antilope
  • Großer Kudu
  • Rappenantilope
  • Elenantilope
  • Spießbock (Weißer Oryx)
  • Spitzmaulnashörner

Raubtiere:

Im Miombowald leben eine der charakteristischen Raubtiere Afrikas wie Leoparden, Wildhunde, Gebraten, Hyänen und Löwen.

Primaten:

In der Region leben zahlreiche Primaten:

  • Rote Stummelaffe
  • Steppenpavian
  • Bärenpavian
  • Schimpansen im Gombe-Stream National Park

Andere Säugetiere:

Neben den Huftieren kommen auch Afrikanische Elefanten vor und Afrikanische Wildhunde durchstreifen das Gebiet. Auch Steppenschuppentiere findet man vor.

Vögel:

Der Scharlachspint fängt Bienen im Flug und schlägt sie gegen harte Oberflächen, um die Stachel zu entfernen.

Reptilien:

Das aggressive und gefürchtet Nilkrokodil frisst verschieden Säugetiere vom Sitatunga bis zum Gnu. Es vergräbt seine Eier. Beide Elternteile bewachen das Gelege, und die Mutter kümmert sich nach dem Schlüpfen um die Jungen.

Mit ihrem äußerst toxischen Gift zählt die kompakt gebaute Pufforte zu den tödlichsten Schlangen Afrikas.

Käfer:

Der Mistkäfer erfüllt eine wichtige Funktion, denn er fördert die Bodenzersetzung und Wiederaufbereitung der Nährstoffe.

Waldfauna:

Die Tiere des Miombowaldes müssen jedes Jahr mit einer langen Trockenzeit zurechtkommen. In der Regenzeit sind die Wildtiere weit über die Landschaft verstreut. Wenn das Land wieder trocken wird, sammeln sie sich in großer Zahl um die wenigen ständigen Wasserstellen. Elefanten graben Wasserlöcher aus und ermöglichen dadurch anderen Tieren des Zugang zu Wasser.

Klima:

Die Niederschlagsabhängigkeit ist relativ gering: Miombowald kann sich in Trockensavannen bei etwa 650 bis 1000 mm jährlichem Niederschlag halten, aber auch in Feuchtsavannen mit bis zu 1500 mm Regen. Der Niederschlag in dieser Region fallen jedoch nicht über das Jahr verteilt; es gibt eine ausgeprägte Trockenzeit in den Monaten Mai bis November. Daraus folgt, dass die Pflanzen zeitweise einem extremen Stress aufgrund der Trockenheit ausgesetzt sind, der durch Kaltlufteinbrüche mit Frösten noch weiter verstärkt werden kann.

Klimatabellen der Stadt Mzimba, Malawi:

→ Mzimba Klima

Lufttemperatur:

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Sonnenstunden:

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Niederschlag (mm):

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