Tierwanderungen der Huftiere auf der Erde

Es gibt in der Natur kaum etwas Erstaunlicheres zu sehen als die jahreszeitlichen Wanderungen großer Huftiere wie der Karibus in Kanada und Alaska, der Gazellen in der Mongolei, der Kobs im südlichen Sudan und der Gnus, Zebras und Gazellen in Ostafrika. Tausende Tiere sammeln sich und beginnen je nach Klima ihre Massenwanderung.

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Gnus, Zebras, Giraffen, Oryx-Antilopen und Strauße auf einem Platz versammelt. Die Gnus und Zebras bilden dann eine riesige Herde und begeben sich auf die „Great Migration“


Die größten Wanderungen der Huftiere:

Wanderung der Karibus und Gazellen:

In kälteren Klimazonen ziehen Karibu und Gazellen nach Norden zu den Sommer- und nach Süden zu den Winterweiden.

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„Great Migration“ in Ostafrika:

In Afrika richten sich die Züge nach der Regen- und Trockenzeit. Heute ist die größte Wanderung die etwa 1,5 Mio. Gnus, begleitet von etwa 230.000 Zebras und Gazellen, aus der Serengeti in Tansania in der Masai Mara in Kenia, im Uhrzeigersinn ein jährlicher Weg von mehr als 2900 km. Die Wanderung trägt den Namen „Great Migration“.

Wanderung im südlichen Afrika:

Hunderttausende Springböcke  zogen einst über weite Strecken durch das südliche Afrika, aber da der Huftierbestand zurückging und der Weg über erschlossener Wege stattfindet ging die Zahl stark zurück.

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Namibia: eine Springbockherde, Gnus und Giraffen beobachten aufmerksam einen Löwen

Wanderung der Bisons:

In Nordamerika fanden in früheren Zeiten 4. Mio. Bisons ihren Weg durch die Great Palais zu frischem Gras auf Sommerweiden im Norden und Winterweiden im Süden.

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Wanderung der Mongoleigazellen:

Die größte Graslandgebiete in gemäßigten Zonen finden sich in der östlichen Mongolei. In diesen Steppen lebt die Mongoleigazellen. Im Sommer bilden Männchen und Weibchen getrennten Herden, die Weibchen bringen die Jungen zur Welt. Große gemischte Herden von mehreren Tausend Tieren sammeln sich für die Winterwanderung, bei denen sie auf dem Weg zu ihren südlichen Paarungsplätzen bis zu 300 km am Tag zurücklegen.

Bedrohung:

Der Gesamtbestand der Art nimmt ab. Dazu tragen Naturkatastrophen, z. B. Feuer und Epidemien, genauso bei wie die Hindernisse bei den Wanderungen, z. B. die Zäune entlang der chinesischen Grenze oder eine neue Eisenbahn in der Mongolei.


Wanderung der Karibus:

Immer im Frühling ziehen in Alaska und Kanada Tausende von Karibus von ihren Überwinterungsplätzen zu den Plätzen weiter nördlich, wo sie ihre Jungen werfen. Ihr Weg führt sie durch tiefen Schnee und eisige Flüsse. nach dem Werfen fressen die Muttertiere die nährstoffreichen Tundrapflanzen, die ihre Milch gehaltvoll machen. Wenn der Winter mit kaltem wind beginnt, ziehen sie wieder in Richtung Süden. In Europa domestizierte man die Karibus und sie sind als Rentiere bekannt. Die samischen Hirten im Norden Skandinaviens folgen den Wanderrouten der Tiere.

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„Great Migration“:

Es gibt kaum ein spektakuläreres Schauspiel im Tierreich als die jährliche Wanderung der Gnus in Ostafrika. Währende der Regenzeit grasen sie auf den fetten Weiden der Serengeti in Tansania. Nach deren Ende im Frühsommer verdörrt das Land, und die Gnus ziehen nach Norden in die Massai Mara in Kenia, wobei sie den Mara River überqueren müssen. Gegen Ende des Jahres gibt es auch in Kenia nichts mehr für sie zu fressen. Also setzt sich die hungrige Karawane wieder in Bewegung, zurück in Richtung Süden, wobei abermals der Mara überwunden werden muss. Tausende Tiere überleben diese Migration nicht, die inzwischen zu den größten Touristenattraktionen Ostafrikas zählt.

Überquerung des Mara River:

Das ist der alles entscheidende Moment, jetzt geht es um Leben und Tod: Tausende Gnus haben sich am Steilufer des Mara versammelt und tagelang gewartet, bis die Anführers der Herde die richtige Stell zur Überquerung des Flusses gefunden haben. Auf das Kommando des Chefs geht los: Eine Lawine aus Tierleibern stürzt sich wie von Sinnen ins Wasser in der Hoffnung, heil an andere Ufer zu kommen. Denn im Mara lauern hunderte von Krokodilen, die nur auf diesen Augenblick gewartet haben. Was jetzt folg, ist eines der größten Gemetzel, die es in der Natur zu erleben gibt, ein blutiger Kampf, der mit Tausenden Opfern endet – aber eben auch mit neuem Leben.
Es gibt kaum ein spektakuläreres Schauspiel im Tierreich als die jährliche Wanderung der Gnus in Ostafrika. Währende der Regenzeit grasen sie auf den fetten Weiden der Serengeti in Tansania. Nach deren Ende im Frühsommer verdörrt das Land, und die Gnus ziehen nach Norden in die Massai Mara in Kenia, wobei sie den Mara River überqueren müssen. Gegen Ende des Jahres gibt es auch in Kenia nichts mehr für sie zu fressen. Also setzt sich die hungrige Karawane wieder in Bewegung, zurück in Richtung Süden, wobei abermals der Mara überwunden werden muss. Tausende Tiere überleben diese Migration nicht, die inzwischen zu den größten Touristenattraktionen Ostafrikas zählt.

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