Oklahoma

Oklahoma ist ein Bundesstaat im Zentrum der USA. Der US-Staat wird oft zu den South-States gezählt, in einigen Fälle wird er auch als South-West-State kategorisiert. Oklahoma ist der Tornado-Staat der USA. Hier fand auch der Spielort im Spielfilm “Twister” statt.


Lage und Landschaft:

Oklahoma, das ehemalige Indiana Territory, gehört zu den Great Plains, Nur die Black Mesa und die Wichita Mountains ragen aus dem eintönigen Grasland empor. Der Arkansas, Canadian, Cimarron und Red River sind die prominentesten Flüsse von Oklahoma.

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Fläche: 181.048 km²

Bevölkerung: 3,5 Mio. Einwohner

Höchste Erhebung: Black Mesa (1516 m)

Hauptstadt: Oklahoma City

Zeitzone: Central Time


Klima:

Bei den klimatischen Bedingungen in Oklahoma lässt sich beobachten, dass die durchschnittlichen Regenmengen – aufgrund von Ostwinden, die feuchte Luft aus den Tropen Richtung Festland transportieren, im Westen aber weniger dominant sind – von Ost nach West und die Temperaturen von Süd nach Nord abnehmen.763px-ok_koppen-svgSo herrscht im Süden ein subtropisches Klima mit milden Wintern und feucht-heißen Sommern (effektive Klimaklassifikation: Cfa). Die Durchschnittstemperaturen im wärmsten Gebiet reichen von 7 °C im Januar zu 29 °C im Juli. Richtung Norden ist langsam der Übergang in das Kontinentalklima der Great Plains (Dfa) spürbar: Die Sommer sind fast ebenso warm wie im Süden des Bundesstaates, doch die Winter sind erheblich kälter mit zum Teil strengem Nachtfrost. Die Temperaturen schwanken im Jahresverlauf zwischen 0 °C im Januar und 27 °C im Juli. Der Nordwesten (Oklahoma Panhandle) hat ein semiarides Steppenklima(BSk). Hier reichen die Temperaturen von 0 °C im Januar zu 25 °C im Juli.

Die Rekordtemperaturen liegen bei -35 °C (2011) und 49 °C (1936, 1943). Die Sommer sind im Allgemeinen heiß und von langer Dauer. Die Temperaturen steigen in den Sommermonaten häufig auf 35 bis 40 °C. Dagegen sind Jahre, in denen die Marke von 100 °F (circa 38 °C) nicht überschritten wird, sehr selten. Die Winter sind deutlich kürzer. Frost tritt an durchschnittlich 60 Tagen im Jahr im Südosten und an 140 Tagen im Nordwesten auf.

Für Probleme sorgen auch Dürreperioden und Erdbeben.

Klimatabellen:

→Oklahoma Klima

Durant:

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
12°C14°C19°C23°C27°C31°C34°C35°C30°C25°C18°C13°C
-1°C1°C5°C9°C15°C20°C22°C21°C16°C10°C5°C-1°C

Guymon:

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
9°C11°C17°C21°C27°C31°C34°C33°C29°C23°C16°C11°C
-7°C-6°C-2°C3°C9°C15°C18°C17°C12°C5°C-1°C-6°C

Newkirk:

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
7°C10°C15°C20°C25°C30°C33°C33°C28°C22°C15°C7°C
-6°C-4°C1°C6°C13°C18°C20°C20°C15°C8°C1°C-5°C

Oklahoma City:

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
11°C14°C18°C23°C28°C31°C35°C34°C30°C24°C17°C11°C
-2°C0°C3°C9°C14°C19°C21°C22°C17°C10°C4°C-1°C

Oklahoma Panhandle:

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
8°C11°C17°C22°C26°C31°C34°C34°C29°C23°C16°C10°C
-4°C-1°C4°C9°C14°C19°C21°C21°C17°C10°C4°C-2°C

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Tornado:

Oklahoma wird immer wieder von verschiedenen Naturkatastrophen heimgesucht. So gehören weite Teile des Bundesstaates zur Tornado Alley. Die Tornados entstehen, wenn heiße Luft aus dem Süden auf kalte Luft aus den nördlich gelegenen Rocky Mountains trifft. Am häufigsten tritt dies im Frühjahr in den Monaten März bis Juni ein. Besonders schwere Verwüstungen richtete eine Serie von Tornados im Mai 1999 an. Die Höchstgeschwindigkeit des heftigsten Tornados bei Oklahoma City betrug 517 Kilometer in der Stunde.

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Kulturelle Zentren:

  • Chisholm Trail
  • Route 66 Museum
  • Fort Sill
  • Fort Washita
  • Oklahoma City
  • Anadarko
  • Seminole Nation Museum
  • Five Civilized Tribes Museum
  • Tulsa
  • Fort Gibson
  • Totem Pole Park
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Oklahoma City


Naturlandschaften und -monumente:

Black Mesa:

Die Black Mesa ist ein 1737 Meter hoher Tafelberg (mesa) im US-amerikanischen Bundesstaat Colorado, sowie in den angrenzenden Staaten New Mexico und Oklahoma. Die Black Mesa besteht aus Basalt und erstreckt sich über eine Länge von fast 90 km und weist eine relative Höhe von 180 Metern über dem umliegenden Gelände auf.

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Northeast Oklahoma:

Der Nordosten Oklahoma weist die größten Anteil des Landwirtschaftsanbau im Bundesstaat Oklahoma auf. Hier liegt auch Tulsa, die zweitgrößte Stadt des Bundesstaates. Die Landschaft wird hauptsächlich von Laubwäldern, Hügeln und Seen geprägt. Die Region hat mehr Seen, als jeder andere geographische Teil Oklahomas. Zudem befinden sich im Nordosten des Staates mehr als die Hälfte der State Parks von Oklahoma. Der Bundesstaat it einer der einzigen vier Bundesstaaten der USA, die mehr als 10 Ökoregionen aufweisen. Allein sechs von 11 Ökoregionen befinden sich in Northeast Oklahoma.

Gebirge:

Die starkbewaldeten Ozark Mountains und die dazugehörenden Hügel dominieren den Großteil des Nordosten. Zwischen Tulsa und der Staatsgrenze zu Arkansas bedeckt ein riesiges Wald aus immergrünen Pinien und Deciduous. In den westlichen Counties werden die Waldlandschaften durch Holzfällern geprägt. Die Wälder sind die östlichstes Randgebiete der Great Plains. Ein kleiner Streifen der Ouachita Mountains streift den Süden der Region, dennoch sind die Ozark Highland die primäre Range im Nordost-Oklahoma.

Prärien:

Zudem liegen in der Region die Flint Hills von Oklahoma. In den Flint Hills befindend sich die Schutzzone des Tallgrass Prairie Preserve in der Nähe von Pawhuska. Die Tallgrass Prairie ist eine der letzten ursprünglich erhaltenen Prärien der Great Plains. Diese urtümliche Landschaft befinden sich ganz im Norden an der Grenze zu Kansas.


Southeast Oklahoma:

Der Südosten des Bundesstaates ist gebirgiger und bewaldeter, als irgendeine andere Region in Oklahoma. Hier befinden sich die Ouachita Mountains, die Arbuckle Mountains und fünf weitere Gebirgszüge. Der Ouachita National Forest ist Oklahomas einigster National Forest.

Die Region weist eine der größten Seen im gesamten Bundesstaat auf:

  • Eufaula Lake
  • Robert S. Kerr Reservoir
  • Sardis Lake
  • Hugo Lake
  • McGee Creek Reservoir
  • Pine Creek Lake
  • Broken Bow Lake
  • Lake Wister
  • Lake Atoka Reservoir
  • Lake Texoma.

Central Oklahoma:

Das Klima der Region ist feucht und subtropisch. Die Cross Timbers dominieren diese Region. Sie besteht aus Graslandschaften und aus verstreuten Wäldern im äußersten Osten der Great Plains. Die Region liegt im Übergangsbereich zwischen den feuchteren Osten und den trockeneren Westen. Im Westen schließt sich die semi-aride High Plain an. Zudem kommt es zu unregelmässigen Schwankungen im Niederschlag, aufgrund der Lage. Aufgrund der unregelmäßigen Niederschläge und der Wetterscheide liegt Central Oklahoma in der Zone der Tornado Alley und ist eine der von Tornados am meisten heimgesuchte Region der USA.


South Central Oklahoma:

Die Arbuckle Mountains sind die dominierende Landschaft im Süden Zentral-Oklahomas. Die einst sehr hohen Bergspitzen wurden durch die Erosion auf eine niedrigere Höhe herunter erodiert. Heute erheben sich die Berge ca. 200 m bis 300 m über die umliegende Landschaft. Zudem befinden sich hier viele Seen. Der größte See ist der Lake Texoma (360 km²). Ein weitere See ist der Lake Murray (23 km²) und liegt 20 km südlich von Ardmore.


Southwest Oklahoma:

Abgesehen von den Grasländern und den Hügellandschaften, ist Southwest Oklahoma eine atypische Region der Great Plains. Die Region ist weniger trocken, als West Texas, und sie beherbergt viele geographische Formationen, was das Klima weiter differenziert. Die Region weist ein humid-subtropisches Klima auf. Im Frühjahr kann es zu monsoonartigen Regenfällen kommen, während im Sommer oft monatelang Dürre herrscht. Die Region hat viele kleine Inselberge, der größte von ihnen gehört zu den Wichita Mountains. Geologen fanden heraus, dass sie zu den ältesten Gebirgsketten der Erde gehöret. Typische Flora sind folgende Gattungen: Quercus fusiformis, Nolina, Acer grandidentatum und Zucker-Ahorn,

Signifikante geographische Landmarks sind Black Kettle National Grassland, das Taovayan Valley, die Wichita Mountains, die Antelope Hills und die Quartz Mountains.

Northwest Oklahoma:

Die Landschaft des Nordwestens reicht von trockenen Ebenen, Gebirgsketten und Mesas. Die Mesas gehören zum Southwest Tablelands und sind die dominierende Ökoregion in der Region. Canyons und Graslands, zum Beispiel im Rita Blanca National Grassland, verleihen der Region einen Southwest-Charme. Die Black Mesa ist der höchste Berg in Oklahoma und weist eine Höhe von 1739 m auf. Der Berg ist Teil der Mesas im Panhandle von Oklahoma die sich bis nach New Mexico Erstecken. Eine weiteres Mesa-Gebirge sind die Glass (oder Gloss) Mountains. Der Great Salt Plains Lake ist einer der größten Inlandsalzseen der Vereinigten Staaten.


Oklahoma Panhandle:

Der Oklahoma Panhandle ist 267 Kilometer (166 Meilen) lang und 60 Kilometer (37 Meilen) breit. Er nimmt eine Fläche von 15.908 Quadratkilometern ein (rund 8 Prozent der Fläche Oklahomas) und ist damit größer als der Staat Connecticut. An den Oklahoma Panhandle grenzt im Norden Colorado, im Westen New Mexico, im Süden Texas und im Osten der übrige Teil von Oklahoma. Die größte Stadt der Region ist Guymon, der Verwaltungssitz des Texas County. Der Black Mesa, ein bis 1.737 Meter hoher Tafelberg an der Schnittstelle der drei Staaten Colorado, New Mexico und Oklahoma, erreicht im Nordwesten des Cimarron County eine Höhe von 1.516 Metern und ist der höchste Punkt Oklahomas. Der größte Fluss, der den Oklahoma Panhandle durchfließt, ist der Cimarron River, ein Nebenfluss des Arkansas.


Amerikanische Ureinwohner im Bundesstaat:

Die europäische Erkundung begann 1541 mit den Spanier de Soto und Coronado, die das Land auf der Suche nach legendären Goldschätzen durchquerten. Bevor das Heutige Territory von Oklahoma im Rahmen des Louisiana Purchase im Jahr 1803 von Frankreich an die USA überging, hatten sich im östlichen Teil die Stämme der Osage und Quapaw niedergelassen. In den 20er-Jahren des 19. Jh. übte die Us-Regierung Druck auf diese Stämme aus, die daraufhin einen beträchtlichen Teil ihres Territoriums verkauften. Das Ziel der Regierung bestand darin, in den darauffolgenden Jahren fünf große Stämme der First Nations, die sogenannten fünf zivilisierten Stämme der Choctaw, Chickasaw, Cherokee, Creek und Seminole, aus deren Siedlungsgebieten im Osten der USA zu vertreiben und hier im “Niemandsland” anzusiedeln. Damit begann eines der dunkelsten Kapitel der Pionierzeit. Indianer, die sich den Auflagen widersetzten, wurden unter dem Indian Removal Act von 1830 gezwungen, das Land östlich des Mississippi zu verlassen und im harschen Winter unter großen menschlichen Verlusten den langen Weg in die neue Heimat anzutreten. Der Marsch der Cherokees durch Arkansas und Missouri, bei dem 4000 der 15.000 Stammesangehörige Hunger, Kälte, Tuberkulose und Lungenentzündung zum Opfer fielen, ging als “Marsch der Tränen” (Trail of Tears) in die Geschichte ein. Den Stämmen, die das heutige Territorium von Oklahoma erreichten, wurde versprochen, dass dieses Land ihr Eigentum bleiben würde, “solange das Gras wächst und die Wasser fließen”. Mit der Fertigstellung von Eisenbahnlinien durch das Indian Territory begannen weiße Büffeljäger mit der Ausrottung der Bisons, der Lebensgrundlage der in der Prärie lebenden Indianer. Auch der Chisholm Trail, auf dem Longhorn-Rindern von Texas in den Norden getrieben wurden, führte durch Indianerland. Bewaffnetem Widerstand rebellischer Indianer trat die Us-Regierung mit einer blutigen “Pacification Campaign” entgegen, bei der in den 1860er- und 1870er-Jarhen ganze Siedlungen ausgelöscht wurden. 1889 wurde der Stamm der Creek (Muskogee) gezwungen, sein Land im Zentrum des heutigen Oklahomas zu verkaufen. Danach begann ein beispielloser “Run” auf das freie Siedlungsland. An einem Tag allein steckten 20.000 weiße Siedler ihre Parzellen zu Pferde, zu Fuß oder mit ihren Planwagen ab, manche sprangen von den Wagen der Santa Fe Railway, um zu eigenen Land zu kommen. Im Gefolge dreier weiterer “Landruns” gingen bis 1895 vier Millionen ha an weiße Siedler. Am 16.11.1907 wurde Oklahoma der 46. Bundesstaat. Heute verfügen die fünf Stämme im Osten Oklahomas noch über eigene Ratsversammlungen und Verwaltungsstrukturen, die aber auf politische Entscheidungen des Staates kaum einen Einfluss haben.

Creek (Muskogee):

Zu den Stämmen der Sprachfamilie Muskogee, der zweiten großen Sprachfamilie des Südostens, gehören die Creek. Hauptsächlich waren die Creek in den heutigen Staaten Georgia und Alabama beheimatet. Die Creek teilten sich in zahlreiche Stämme auf, wie dich Chickasaw, Choctaw, Alabama und Muskogeee. All diese Stämme bildeten 1716 den mächtigen Creek-Bund. Die Creek teilten sich in einem “Roten-Clan” und “Weißen-Clan” auf. Die Krieger und der Kriegshäuptling stellten den “Roten-Clan”, während der Friedenshäuptling “Miko” (auch Frauen) stellte. Der Friedenshäuptling konnte auch politische Entscheidungen fällen, dennoch besaß er keinerlei Befehlsgewalt. Heute leben die Creek vor allem in Florida, Alabama und Oklahoma.

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