North Dakota

North Dakota ist der nördlichste der beiden Dakota-Staaten. Der Bundesstaat gehört zu den Mid-West States der USA. Er ist bekannt für die weite Prärie und bekannten Naturlandschaften, wie den Theodore Roosevelt National Park. Vereinzelt findet man noch Bisons vor.

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Fläche: 183.123 km²

Höchster Berg: Whiter Butte (1.195 m)

Größter See: Devil’s Lake (486 km²)

Bevölkerung: 650.000 Einwohner

Hauptstadt: Bismarck (60.000 Einwohner)

Zeitzone: Mountain/Central Time

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Lage und Landschaft:

Der größte Teil das im äußersten Norden der zentralen USA liegenden, an Kanada grenzenden Staates besteht aus dem weiten Grasland der Hochprärie. Der Missouri River markiert hier den Weg, den die ersten Siedler genommen haben.

Badlands:

Die Badlands ligen im südwestlichen North Dakota. Diese felsige und unwirtliche Landschaft ist das Ergebnis der unendlich langen Erosion des Steines und Lehms. Diese Naturgewalt des Wetters hat wunderschöne und bizarre Formationen geschaffen. Hier befinden sich gewaltigen Buttes die braune, rote, graue und gelbe Schichten aufweisen. Auch Pyramiden und Domes und Kegel prägen die Landschaft. Die Badlands erstrecken sich 350 km von Nord nach Süd und sind 10 bis 30 km breit. In einigen Gebieten findet man Braunkohle vor. Der Lehm der sich über die Braunkohle zieht hat eine pinke und rote Farbe. Der White Butte ist mit 1096 m der höchste Punkt von North Dakota.

Drift Prairie:

Westlich des Red River Valley befindet sich die Drift Prairie und das Missouri Plateau (Coteau du Missouri). Die Drift Prairie wird im Norden durch die Turtle Mountains begrenzt, während die Pembina Hills die Prärie vom Red River Valley abschneiden. Die Drift Prairie weist Seen, Flusstäler und Hügellandschaften auf. Die Region leidet häufig unter mäßigen Überschwemmungen des Red River, aufgrund des hohen Schneefalls im Winter.

Great Plains:

Über die Hälfte von North Dakota wird von den Great Plains bedeckt. Die Great Plains sind im südwestlichen Bundesstaat hügelig und reich an mineralischen Bodenschätzen. Dieses Gebiet liegt 90 bis 120 m höher, als die Drift Prairie östlich des Missouri River. Entlang des Missouri River ist das Gelände flacher und tiefer. Das Gebiet wird auch Missouri Break gennant. Der südliche und westliche Lauf des Flusses in North Dakota wird von felsigen Tälern und Buttes, hier genannt Slopes, geprägt.

Missouri Plateau: 

Das Gelände des Missouri Coteau weist niedrigere und sanfte Hügel, sowie Graslandschaften auf. Im Plateau gibt es fast keine Fliessgewässer und somit kommt es zu einer schlechten Entwässerung. Im Osten des Plateaus wurde das Tiefland des James River durch die Gletscher der letzten Eiszeit vom Missouri Plateau und dessen Prärien getrennt.

Red River Valley:

Das Red River Valley nimmt den östlichen Part des Staates ein. Der Red River und der Red River of the North bilden die Grenze zu Minnesota. Das Tal ist ein ehemaliges Seebecken des prähistorischen Lake Agassiz. Die Landschaft ist sehr flach und fruchtbar. Das Gebiet in Norddakota ist zum größtenteils Farmland. Hier werden Weizen, Zuckerrüben und Mais angebaut. Im Tal befindet sich auch der niedrigste Punkt im Bundesstaat North Dakota. Den tiefsten Punkt bildet der Red River bei Pembina und liegt 230 m über den Meeresspiegel.


Klima:

North Dakota hat ein Kontinentales Klima mit heißen Sommern und kalt-strengn Wintern. Die Temperaturen sind extrem. Die Sommer sind subtropisch, während die Winter von den arktischen Winden aus Kanada beeinflusst werden. Den nachfolgenden Klimakarten zu folgen, ist der Südwesten North Dakotas am wärmsten. Der Norden weist die durchschnittlich kältesten Winter des Bundesstaates auf. Generell sind die Niederschlagsmengen recht gering. Die Stadt Wilston, im Nordwesten, weist mitunter die niedrigste Niederschlagsmenge auf.

Klimakarten:

Klimatabellen:

Bismarck:

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
-7°C-3°C4°C13°C20°C25°C29°C28°C22°C15°C4°C-4°C
-19°C-15°C-8°C-1°C6°C11°C14°C12°C6°C0°C-8°C-16°C

Kulturelle Zentren:

  • Fort Abraham Lincoln State Park
  • Medora
  • Jamestown
  • Knife River Indina Villages
  • Fort Dilts
  • Whitestone Hill Battlefield
  • Fort Abercombie
  • Bismarck

Naturlandschaften und -monumente:

  • Lake Sakakawea

Theodore Roosevelt National Park:

Der Theodore-Roosevelt-Nationalpark ist ein Nationalpark in den USA. Er besteht aus durch Erosion geprägten Landschaften (Ödland, Badlands) und Prärie im Westen von Nord-Dakota und ist entlang des Flusses Little Missouri in drei Teile getrennt. Neben der außergewöhnlichen Landschaft wurde der Nationalpark auch zu Ehren von Theodore Roosevelt eingerichtet, dem 26. Präsidenten der Vereinigten Staaten, der im Parkgebiet eine Ranch unterhielt. Der am 10. November 1978 gegründete Nationalpark ist 285 km² groß. Die zwei Hauptteile sind etwa 130 km voneinander entfernt. In einer etwas abgelegenen Sektion des Parks liegen die Überreste der 1884 von Theodore Roosevelt aufgebautenElkhorn Ranch. Die drei Teile des Parks sind von der Prärie des Little Missouri National Grassland umgeben. In den 1950er Jahren wurde der Amerikanische Bison wieder in der Region angesiedelt. Außerdem leben Mustangs, Gabelböcke, Präriehunde und Kojoten im Park.

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Amerikanische Ureinwohner im Bundesstaat North Dakota:

Als größte Bevölkerungsgruppe der Region vor der Ankunft der Europäer lebten hier die Lakota und Dakota (beide Sioux), die ihren Lebensunterhalt mit der Jagd auf Bisons sowie als Sammler bestritten. Aber auch andere indianische Stämme, wie die Mandan, Hidatsa, Arikara, Chippewa, Shoshone, Cheyenne, Blackfeet, Crow und Cree durchstreiften das Gebiet. Um 1738  erreichten französische Trapper die Region, die 1742/43 für die französische Krone reklamiert wurde. Um 1800 gründeten weiße Siedler die Ortschaft Pembina und 1803 erwarben die USA das Territorium Dakota im Rahmen des Louisiana-Landkaufs.

Sakakawea:

1804 beauftragte die amerikanische Regierung unter Thomas Jefferson die beiden Captain Merriweather Levis und William Clark mit einer historischen Überlandexpedition zur Pazifikküste. Dem Lauf des Missouri zu seinen Quellwassern folgend, erreichten sie ihr Winterlager, Fort Mandan, bei den Siedlungen der Mandan und Hidatsa auf dem Gebiet des heutigen North Dakota. Die Entscheidung der beiden Captains, den frankokanadischen Pelzhändler Toussiant Charbonneau und seine Frau, die Shoshone-Indianerin Sakakawea als Begleiterin des Expeditionsteams aufzunehmen, erwies sich als äußerst segensreich. Sakakawea übernahm dabe eine wichtige Funktion als Dolmetscherin und Vermittlerin zu den Shoshonen und trug dadurch viel zum Erfolg der Expedition bei. Zum Gedenken an die Indianerdame wurde in Bismarck am Capitol ein Denkmal errichtet und in Washburn entstand ein Lewis and Clark Interpretive Center.

Aufständen in den 60er-Jahren des 19. Jh.:

Das überwiegend friedliche Verhältnis zwischen Europäern und Frist Nations der Region änderte sich 1863, als US-Militärexpeditionne die Northern Plains auf der Suche nach Santee Dakota durchstreiften, die 1862 an einem bewaffneten Aufstand in Minnesota teilgenommen hatten. Kämpfe am Whitestone Hill im Jahre 1863 und am Killdeer Mountain und in den Baulands 1864 trieben viele Dakota in Reservate, um dem Verhungern zu entgehen. Das Dahinmetzeln der Bisonherden in den 1870er-Jahren beschleunigte diesen Prozess.

Stämme der First Nations in North Dakota:

Heute leben in North Dakota noch fünf Stämme der First Nations:

  1. Turtle Mountain Stamm der Chippewa
  2. Spirit Lake Nation am Fort Totten
  3. Three Affiliated Tribes am Fort Berthold (Mandan, Hidatsa und Arikara)
  4. Standing Rock Sioux Stamm
  5. Sisseton-Wahpeton Sioux 

Alljährlich findet im Spätsommer das große United Triebs International Pow Wow in Bismarck statt, an dem mehr als 70 Stämme mit 1500 Tänzen und Trommlern teilnehmen.


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