Alaska

frieAlaska, fast schon ein eigener Kontinent, der sich am Horizont verliert. Eiswüsten, baumlose Tundren, Wälder, tiefe Schluchten, ein Labyrinth von Flüssen und sprudelnden Bächen. Schneebedeckte Berge spiegeln sich in kristallklaren Seen, Gletscher schien sich von zerklüfteten Hängen herab. Die Straßen führen ins Unendliche. Ein abgelegenes Dorf, ein provisorisches Camp für Jäger und Angler, dann wieder unberührte Wildnis und das Gefühl, allein auf der Welt zu sein. Die wenigen großen Städte liegen eher südlich. Im Norden herrscht unerbittlich die Natur, wird das Land unwirtlicher, bis es in die von Eis bedeckte Arktis übergeht.

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Lage und Landschaft:

Alaska liegt zwischen dem Pazifischen Ozean und dem Nördlichen Eismeer. Es erstreckt sich vom zerklüfteten Süden mit seinen Fischereihäfen bis zur arktischen Tundra mit einsamen Inuit-Siedlungen und Ölcamps. Die Hauptstadt Juneau liegt auf dem sogenannten Panhandle im Osten von Alaska.

Wrangell St. Elias National Park

Wrangell St. Elias National Park


Fläche: 1.700.00 km²

Höchster Berg: Denali (6194 m)

Größter Gletscher der USA: Bering Glacier (204 km)

Nördlichste Stadt der USA: Barrow (1760 km bis zum Nordpol)

Bevölkerung: 685.000 Einwohner

Hauptstadt: Juneau (30.000 Einwohner)

Zeitzone: Alaskan Time

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Aleuten


Klima:

Im Innern Alaskas herrscht ein kontinentales, im Norden ein subpolares Klima. Die Winter sind hier lang, dunkel und sehr kalt. Im kurzen Sommer kann es dann aber dafür recht warm werden, an der Nordküste steigen die Temperaturen nur dann über 0 °C. Sogar auf den Gipfeln der Berge nördlich der Rocky Mountains (bis 3000 m) schmilzt im Sommer ein Großteil des Schnees. Bis auf die Sommermonate fällt nur wenig Niederschlag (100–300 mm), meist in Form von Schnee. An der Süd- und Westküste ist es gemäßigter und regenreicher. Hier fallen auch im Winter die Temperaturen nur selten unter −10 °C. Die Sommer sind nur mäßig warm. Dafür ist es aber sehr feucht, es gibt teilweise 300 Regentage pro Jahr. Im Süden Alaskas reichen die Gletscher auch im Sommer teilweise bis zum Meer. Alaska gehört zu den Weltregionen, in denen sich der Klimawandel am stärksten bemerkbar macht. Nach Auswertungen durchBerkeley Earth stieg von 1970 bis 2005 die Durchschnittstemperatur in Alaska um etwa 2 °C.

Wassertemperatur:

Anchorage:

Jan.
Feb.
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Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
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Nov.
Dez.
1°C1°C1°C1°C4°C5°C12°C13°C14°C12°C8°C4°C

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Klimatabellen:

Anchorage:

Jan.
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Okt.
Nov.
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-6°C-3°C1°C6°C12°C16°C18°C17°C13°C5°C-3°C-5°C
-13°C-11°C-8°C-2°C4°C8°C11°C10°C5°C-2°C-9°C-12°C

Denali National Park:

Jan.
Feb.
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Apr.
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Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
-20°C-14°C-6°C5°C15°C21°C22°C19°C12°C0°C-11°C-19°C
-30°C-27°C-21°C-8°C3°C9°C11°C8°C2°C-8°C-20°C-28°C

Juneau:

Jan.
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-20°C-14°C-6°C5°C15°C21°C22°C19°C12°C0°C-11°C-19°C
-30°C-27°C-21°C-8°C3°C9°C11°C8°C2°C-8°C-20°C-28°C

McCarthy:

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-16°C-9°C-1°C6°C13°C19°C21°C19°C13°C2°C-9°C-14°C
-26°C-22°C-17°C-8°C-1°C4°C6°C-1°C-8°C-8°C-19°C-24°C

Wrangell-St.Elias National Park:

Jan.
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Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
-16°C-9°C-1°C6°C13°C19°C21°C19°C13°C2°C-9°C-14°C
-26°C-22°C-17°C-8°C-1°C4°C6°C-1°C-8°C-8°C-19°C-24°C

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Kulturelle Zentren:

  • Barrow
  • Kotzebue
  • Nome
  • Fairbanks
  • Anchorage
  • Alaska Native Heritage Center
  • Homer
  • Juneau
  • Ketchikan
  • Kodiak Island
  • Petersburg
  • Seaward
  • Skagway
  • Valdez
  • Sitka
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Juneau


Naturlandschaften und -monumente:

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Prince William Sound

Nationalparks von Alaska:

  • Denali National Park
  • Gates of the Arctic National Park
  • Glacier Bay National Park
  • Katmai National Park
  • Kenai Fjords National Park
  • Kobuk Valley National Park
  • Lake Clark National Park
  • Wrangell St. Elias National Park
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Denali National Park

Denali:

Der Denali ist der höchste Berg Nordamerikas und der Vereinigten Staaten. Mit 6194 m gehört er zu den Seven Summits. Danali stammt aus dem indianischen. Auf dem Gipfel herrschen heftige Stürme und Temperaturen um die -70°C sind keine Seltenheit.

Round Island:

An den Stränden der Insel sonnen sich ganze Kolonien von Walrossen. Die Insel befindet sich in der Bristol Bay und wird auch als “Walross-Insel” bezeichnet. Seit 1960 ist das Eiland als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Die Zahl der Walrosse schwankt zwar jährlich, dennoch befinden sich bis zu 14.000 Riesenrobben auf der Insel.

Yukon-Delta:

Das Yukondelta zählt mit 77.000 Quadratkilometer zu den größten Flussmündungsgebieten der Erde. Das Delta bietet Lachsen einen idealen Laichplatz, aber auch andere Fischarten tummeln sich im eisigen Flusswasser. Zudem kann man auch Robben und Wattvögel beobachten, die sich an der Küstenzone des Deltas befinden. In den Wäldern kommen Bären, Wapitis und Wölfe vor. Moschusochsen und Rentiere weiden auf der Tundra. Das Delta ist als National Wildlife Refuge ausgewiesen.

Izembek National Wildlife Refuge: 

Kleine Inseln und zerfurchte, zerklüftete Halbinseln trennt den Golf von Alaska von der Beringsee. Im Norden befindet sich die Izembek-Lagune und im Süden die Cold Bay. Dort, am nördlichsten Ausläufer Alaskas, befindet sich das National Wildlife Refuge. Hier findet man Seegraswiesen, einzigartige Küstenlandschaften, Lebensräume für Land- und Meeressäugetieren und Laich- bzw. Brutplätze von Lachsfische und Wattvögeln. Saisonal findet man viele Zugvögel vor.

Harding Icefield:

Erstmals 1968 komplett überquert und das größte Eisfeld, das komplett in den USA liegt. Das Harding Icefield ist Teil des Kenai Fjords National Parks.

Hubbard Glacier:

Im Hintergrund die verschneiten Gipfel der Elias Range. Im Vordergrund Eisschollen mit daraufliegenden Seehunden. Dazwischen die mächtige und bläuliche Eiswand des Gletschers. Die Szenerie der Gletscherlandschaft ist atemberaubend und unterstützt die Vorstellung, wie die Erde zur letzten Eiszeit ausgesehen haben könnte. Der Gletscher ist Teil des Wrangell-St. Elias National Park.

Weiter Naturlandschaften und Naturwunder:


Regionen in Alaska:

Anchorage und Alaskas Mittlerer Süden:

Der Süden Alaskas ist von sechs größeren Bergketten mit schneebedeckten Gipfeln umgeben: im Südwesten erstreckt sich die Aleutian Range, im Osten liegen die Wrangell-St. Elias-Berge und die Chugach Mountains, im Süden bedecken die Kenai Mountains einen großen Teil der gleichnamigen Peninsula, im Norden liegen die Talkeetna Mountains und noch weiter nördlich wölbt sich wie ein Halbkreis die mächtige, zerklüftete  Alaska Range mit dem 6194 m hohen Denali. Die Region Cook Inlet, Kenai-Peninsula und Prince William Sound ist eine der landschaftlich schönsten Alaskas, mit blau schimmernden Gletschern, tiefen gewundenen Fjorden, zahlreichen Inseln und Inselchen, sattgrünen Bergwiesen und dichten Wäldern mit Sitkafichten und Nemlocktannen. Die Elche im Kenai Fjords National Wildlife Refuge sind riesig, es gibt Bären, Dallschafe und Bergziegen und in den Küstengewässern tummeln sich Wale, Delfine, Seelöwen, Robben und Seeotter. Auch Trompeterschwäne, Papageientaucher und besonders Weißkopfseeadler können beobachtet werden. Zugleich leben in diesem Naturparadies auch fast drei Viertel der Alaskaner, davon die meisten in Anchorage. Weitere größere Orte sind Seward, Valdez, Cordova, Homer, Kenai und Seldovia entlang der Küste sowie Palmer, Soldotna, Talkeetna und Wasilla im Inland.

Alaska-Panhandle:

Südostalaska ist ein Land der Regenwälder, Berge, Gletscher, Seeadler und Bären. Es gibt mehr als vier Millionen Hektar Wald, überwiegend Koniferen wie Sitkafichte, Hemlocktanne und Rotzedern. Man schätzt, dass es etwa 10.000 Braunbären und 15.000 Weißkopfseeadler die Region bevölkern. Es gibt über 60 Gletscher. Die Glacier Bay, umgeben von den mächtigen, bis zu 5000 m hohen St. Elias- und Fairweather Mountains, ist das vielleicht spektakulärste Gletschergebiet der Welt. Der 1,4 Mio. ha große Glacier Bay National Park mit seinen tief ins Landesinnere einschneidenden Inlets und Fjorden kann nur mit dem Boot erreicht werden. Die Mühe wird belohnt: vom Tourboot lassen sich Wale, Robben auf treibenden Eisschollen und mit donnerndem Getöse ins Meer kalbende Gletscher beobachten.

Fairbanks und Zentralalaska:

Faribanks, nach Anchorage die zweitgrößte Stadt Alaskas, ist mit rund 35.000 Einwohner sicher keine Großstadt, aber dennoch die “Metropole” und wirtschaftlicher Mittelpunkt Zentralalaskas. In der Region leben insgesamt etwa 80.000 Menschen. Von Fairbanks führt der Dalton Highway über rund 800 km durch die Wildnis zu den Ölfeldern an der Prudhoe Bay, die einzige Straße zum Eismeer. Mit dem kanadischen Territorium und British Columbia ist Fairbanks durch den Alaska Highway verbunden und ins 580 km entfernte Anchorage im Süden gelangt man auf den George Parks Highway. Hier liegt auch der bekannte Denali National Park.

Alaskas hoher Norden:

Ein Drittel Alaskas liegt nördlich vom Polarkreis. Hier beginnt das Land der Mitternachtssonne, wie die Sonne im Sommer nie völlig untergeht. Dann ist die baumlose Tundra von einem dichten Teppich aus Gräsern und bunten Blumen überzogen. Der überwiegende Teil der Bevölkerung sind Ureinwohner. Sie leben von der Jagd und vom Fischfang, von ihren Rentierenden und vom Kunsthandwerk. Kotzebue und Barrow sind die beiden größeren Orte in diesem riesigen Gebiet. Die fast 1200 km lange, rund 2700 m hohe, zerklüftete Brooks Range, die von der kanadischen Grenze im Osten bis zur Tschuktschensee im Westen verläuft, bildet eine natürliche Grenze zum Landesinneren. Nördlich der Brooks Range erstreckt sich die weite Ebene des North Slippe bis zum arktischen Ozean.

Südwestalaska:

Zum Südosten Alaskas gehören die Kodiak Islands und die wie eine Sichel in das Beringmeer ragende Alaska-Peninsula mit der sich anschließenden Inselkette der Aleuten. Die einzigen größeren Orte sind Kodiak auf der gleichnamigen Insel und Unalaska/Dutch Harbor auf den Aleuten. Die Region ist gebirgig und überwiegend vulkanischer Natur. Baumbestand it nur auf Kodiak Island und Teilen der Peninsula zu finden. Das Cook Inlet ist eine Bucht im Golf von Alaska, die die Kenai-Halbinsel vom Festland Alaskas trennt. Sie hat eine Länge von 310 km und verzweigt sich am nordöstlichen Ende bei Anchorage in Knik Arm und Turnagain Arm.

Cook Inlet

Beringmeerküste und Westen:

Zur westlichen Region Alaskas gehören die Seward-Peninsula, die Bristol Bay, der Norton-Sound und die beiden großen Flussdeltas des Yukon und Kuskokwim River. Das Land ist mit unzähligen Seen und Tümpeln gesprenkelt, der südliche Teil der Region ist mit seinen von Gletschern hinterlassenen Seen landschaftlich reizvoll. Die mehrere tausend Kilometer lange Küstenlinie des Beringmeers ist fast baumlos und variiert in ihrer geografischen Beschaffenheit von Hügel- und Berglandschaften bis zum Marschland des Yukon- und Kuskokwim-Delta und den Vulkangipfeln der Pribilof Islands.


Amerikanische Ureinwohner im Bundesstaat Alaska:

Schon seit etwa 30.000 Jahren  leben Menschen in Alaska. Die ersten waren Jäger und Sammler aus dem asiatischen Raum. Sie kamen über die Beringstraße, eine während der Eiszeiten bestehende Landverbindung zwischen Asien und Amerika. Heute leben in Alaska knapp 700.000 Menschen, davon sind ein Sechstel Ureinwohner. Die Inuitvölker der Yupik, Inuvialuit und Alutiiq überwiegend die Küsten und Inseln der Arktis und der Beringsee. Im Landesinneren leben Indianer des Sprachkreises der Athapaskan und Dene und die Indianer Südostalaskas sind überwiegend Haida, Tsimshian und Tlingit. Der Bezeichnung “Inuit”, wie sich die Ureinwohner im hohen Norden Kanadas nennen, hat sich in Alaska nicht durchgesetzt. Häufig wird immer noch der Name Eskimo benutzt.


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Toklat River

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