Colorado

Colorado ist der Rocky-Mountain-State der USA. Hier findet man unzählige unberührte Bergregionen, die ein perfektes Sport- und Freizeitgebiet ergeben. Die Hauptstadt des US-Bundesstaates ist Denver. Neben unberührten Bergregionen, findet man weite Graslandschaften, Canyons und Fossilienfundorte von Dinosaurier.

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Denver, die Hauptstadt Colorados


Lage und Landschaft:

Colorado ist der höchstgelegene Staat der USA. Westlich vom Denver ragen die Rocky Mountains mit ihren schneebedeckten Gipfeln empor. Ein Teil der Bergregion ist im Rocky Mountain National Park geschützt; in Städten wie Aspen und Vail regiert der Kommerz. Im Süden liegt die Wildnis der San Juan Mountains und ösltlich von Denver beginnt die Hochprärie, die einstige Heimat der Prärieindianer.


Fläche: 269.618 km²

Höchster Berg: Mount Elbert (4.399 m)

Längster Fluss: Colorado River

Bevölkerung: 4,3 Mio. Einwohner

Hauptstadt: Denver (über 600.000 Einwohner)

Zeitzone: Mountain Time


Klima:

In Colorado gibt es warme, teils heiße Sommer und kalte, schneereiche Winter (kontinentales Klima). Vor allem der Unterschied zwischen Tag und Nacht ist teilweise extrem. So kann es im Sommer trotz hoher Tagestemperaturen nachts empfindlich kalt werden. Die Niederschläge (jährlich ca. 400–500 mm) sind auf das ganze Jahr verteilt, mit leichtem Übergewicht im Sommer, wobei die Luft dann mit 50 % Luftfeuchtigkeit meist sehr trocken ist.

Sonnenstunden:

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
4 h5 h6 h8 h9 h11 h12 h11 h9 h7 h4 h3 h

Klimatabellen:

Colorado Springs:

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
6°C7°C10°C14°C20°C26°C28°C26°C23°C17°C11°C6°C
-9°C-8°C-6°C-3°C1°C5°C10°C9°C5°C-1°C-5°C-9°C

Denver:

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
7°C7°C13°C16°C21°C28°C32°C31°C26°C18°C12°C6°C
-6°C-6°C-2°C2°C7°C12°C16°C15°C11°C4°C-2°C-7°C

Great-Sand-Dunes National Park:

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
2°C4°C8°C13°C19°C24°C27°C26°C22°C16°C8°C2°C
-12°C-10°C-6°C-2°C3°C7°C10°C10°C5°C-1°C-7°C-12°C

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Kulturelle Zentren:

  • Steamboat Springs
  • Estes Park
  • Denver (siehe unten)
  • Breckenridge
  • Leadville
  • Aspen
  • Vail
  • Colorado Springs
  • Silverton
  • Ouray
  • Telluride
  • Durango
  • Bent’s Old fort

Aspen:

Aspen liegt in den Rocky Mountains im US-Bundesstaat Colorado. Das Skiresort und ganzjährige Reiseziel für Naturliebhaber ist für seine exklusiven Restaurants und Boutiquen bekannt. Zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes gehört unter anderem das Wheeler Opera House, das im Jahr 1889 erbaut wurde, als die Gegend einen Silberboom erlebte. Das Heimatmuseum Wheeler-Stallard House ist in einem Wohnhaus im Queen-Anne-Stil aus dem 19. Jahrhundert untergebracht. Im Aspen Art Museum wird moderne Kunst ausgestellt.

Denver (siehe unten):

Denver, die Hauptstadt Colorados, ist eine amerikanische Großstadt mit Wurzeln in der Zeit des Wilden Westens. Am Larimer Square, dem ältesten Teil der Stadt, finden sich charakteristische Gebäude aus dem 19. Jh. Zu den wichtigsten Museen zählen das Denver Art Museum, ein hochmoderner Komplex mit einer bedeutenden Sammlung indianischer Kunst, und das Wohnhaus der berühmten Titanic-Überlebenden Molly Brown. Denver dient außerdem als Ausgangspunkt zu den Skigebieten der nahe gelegenen Rocky Mountains.

Colorado Springs:

Colorado Springs ist eine 1.840 m hoch gelegene Stadt in Colorado am östlichen Rand der Rocky Mountains. Sie liegt in der Nähe des von Gletschern ausgeschliffenen Pikes Peak, ein Wahrzeichen des Pike National Forest mit Wanderwegen und einer Zahnradbahn, die auf den 4.300 m hohen Gipfel führt. Im Stadtpark Garden of the Gods sind berühmte rote Sandsteinformationen und Bergblicke zu bewundern.


Denver – Hauptstadt Colorados:

Denver ist die Hauptstadt von Colorado und liegt in den Ausläufern der Rocky Mountains. Die Stadt erstreckt sich auf ca. 400 km² und hat fast 650.000 Einwohner. Durch Denver fließen einige Flüsse:

  • Cherry Creek
  • Clear Creek
  • Bear Creek
  • Sand Creek
  • und mehr

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Geschichte:

Im Jahr 1858 wurde am Zusammenfluss von Cherry Creek und Platte River eine Goldader entdeckt, und der Spruch „Pikes Peak or Just!“ geriet zu einem Schlachtruf von über 150.000 Goldsuchern. Diese waren die Begründer von Denver City, das zu einer wilden Westernstadt und einer bedeutenden Handelsmetropole heranwuchs.

Sehenswürdigkeiten:

Insgesamt 286 Anwesen und historische Distrikte in Denver wurden in das National Register of Historic Places aufgenommen. Diese liegen in 48 der 78 offiziellen Stadtteile Denvers. 43 Einträge entfallen auf den Westen Denvers, westlich des South Platte Rivers. Östlich des Flusses verfügt der Nordosten Denvers nördlich der Sixth Avenue 67 Einträge, der Südosten Denvers weist 41 Einträge auf. Hinzu kommen die 141 Einträge in der aus den StadtteilenCapitol Hill, Central Business District, Civic Center, Five Points, North Capitol Hill und Union Station bestehenden Downtown. (Fünf dieser Einträge liegen in zwei oder drei dieser Regionen der Stadt.)

  • Brown Palace Hotel, das älteste Hotel der Stadt
  • City and County Building Denver, das Rathaus der Stadt
  • Buckhorn Exchange, das älteste Restaurant, ein historisches Western-Steakhaus
  • Children’s Museum of Denver, Museum für Kinder zum Mitmachen mit Live-Theater und Fernsehstudio (2121 Children’s Museum Drive)
  • Clyfford Still Museum
  • Colorado State Capitol, Sitz des Gouverneurs und des Parlamentes des Bundesstaates Colorado. Eine Plakette auf den Stufen vor dem Capitol zeigt die Höhe von einer Meile über dem Meeresspiegel.
  • Colorado History Museum, die Geschichte Colorados von der ersten Besiedelung bis heute mit einem Modell von Denver im Jahre 1860 und einer Multimedia-Show (1300 Broadway)
  • Confluence Park
  • Denver Art Museum, größtes Kunstmuseum zwischen Kansas und der Westküste mit bedeutenden Sammlungen indianischer, präkolumbischer, moderner und zeitgenössischer Kunst (100 West 14th Avenue Parkway)
  • Denver Botanic Gardens (1005 York Street)
  • Daniels & Fisher Tower, 1910 nach dem Vorbild des Turmes am Markusplatz in Venedig erbaut und zu dieser Zeit das höchste Gebäude westlich des Mississippi River
  • Denver Museum of Nature & Science mit Planetarium und dem größten IMAX-Theater der Welt (über vier Etagen) (2001 Colorado Boulevard)
  • Denver Performing Arts Complex (PLEX), neun Theater mit über 10.000 Sitzplätzen unter einem Dach
  • Denver Zoo (2300 Steele Street)
  • Denver Aquarium (Downtown)
  • Four Mile House, ein wichtiger Stopp auf dem Cherokee Trail und das älteste Stadtgebäude
  • The Molly Brown House Museum: Molly Brown, eine Überlebende des Untergangs der Titanic, war eine wichtige Persönlichkeit in der Gesellschaft Denvers zur Jahrhundertwende. Ihre Lebensgeschichte diente später als Vorlage für das Broadway-Musical The Unsinkable Molly Brown. (1340 Pennsylvania Street)
  • Ocean Journey, das größte Aquarium (Süß- und Salzwasser) zwischen Chicago und der Westküste (700 Water Street)
  • Richthofen Castle, ein Schloss, das vom Onkel des Roten Barons der Union Station Eisenbahngesellschaft erbaut wurde.
  • Six Flags Elitch Gardens Theme Park, 1995 erbauter Freizeitpark mit über 40 Fahrgeschäften, Restaurants und Entertainment-Programmen (Speer Blvd.)
  • United States Mint, eine der vier Münzanstalten in den USA (West Colfax / Cherokee Street)

Weitere Attraktionen:

  • Coors Field (Baseballstadion der Colorado Rockies)
  • Invesco Field at Mile High (Stadion der Denver Broncos und Colorado Rapids)
  • Pepsi Center (Stadion der Colorado Avalanche und der Denver Nuggets)

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Naturlandschaften und -m0numente:

Rocky Mountains von Colorado:

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Canyonlandschaft Colorados:

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Amerikanische Ureinwohner im Bundesstaat Colorado:

Schon seit mehr als 12.000 Jahren ist die Region besiedelt. Im Süden des Bundesstaates entwickelten sich die Pueblo-Dörfer der Anasazi. Die Ebenen im Osten wurden noch im 18. Jh. von athabaskisch sprechenden Stämmen der Apachen bevölkert, die dann südwärts zogen und den algonkinsprachigen Arapaho und Cheyenne Platz machten. Die Shoshone lebten überwiegend in den Bergtälern im Norden von Colorado, die Komantschen auf der Hochebene im Südosten und die Ute im Westen und Süden des Staates. Nach Goldfunden bei Denver setzte 1858 in der Region der erste Goldrausch ein, der Zehntausende von Abenteuern in die bis dahin recht unentschlossene Bergwelt brachte, und in kurzer Zeit schossen Dutzende von Minenorten aus dem Boden. Der massive Zustrom von weißen Goldsuchern, Abenteuern und Siedlern führte 1861 zur Gründung der Colorado Territory. So veränderte sich die Lebensgrundlage der hier lebenden Indianer drastisch. Die Ute ließen sich anfangs zwar friedlich in ein Reservat umsiedeln, rebellierten aber, als Nathan C. Meeker, der die Indianer eigentlich vor den Siedler schützen sollte, sie zur Aufgabe ihrer traditionellen Lebensgewohnheiten zwingen wollte. Der Aufstand wurde niedergeschlagen und die Ute nach Utah gebracht. Auch in den Eastern Plains rebellierten die Indianer.

Colorado War:

Im sogenannten Colorado War (1863-1865) bekämpften die Komantschen, Kiowa, Arapaho und Cheyenne die weißen Eindringlinge. Eine besonders grausame Aktion der Colorado-Milizen gegen die Ureinwohner ging unter dem Namen Sand Creek Massacre in die Geschichte ein. Chief Black Kettle und die Cheyenne- und Arapaho-Krieger hatten schon ein Friedensangebot gemacht. Colonel John M. Chivington wollte jedoch noch ein Exempel statuieren. Mit den Kavallerieneinheiten der Colorado-Milz überfiel er im November 1864 das unbefestigte Lager der Arapaho und Cheyenne und richtete ein Blutbad unter ihnen an. Es gab mehrere Hundert Tote, darunter auch viele Frauen und Kinder. Von den Soldaten wurden nur zehn getötet. Die unerhörte Brutalität des Überfalls löst in der Nation, vor allem im Osten, Empörung aus und die Us-Regierung ordnete eine Untersuchung an. Obwohl Verweigerer, die den Schießbefehl Chivingtons nicht ausführten, vor der Kommission als Zeugen belastende Aussagen machten, kam es lediglich zu einer Abmahnung Chivingtons.


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