United States of America

Die Vereinigten Staaten (englisch United States, kurz U.S., US), kurz für Vereinigte Staaten von Amerika(englisch United States of America; abgekürzt USA), kurz auch Amerika (englisch America), sind eine föderale Republik, die aus 50 Bundesstaaten, einem Bundesdistrikt (der Hauptstadt Washington, D.C.), fünf größeren Territorien und etlichen Inselterritorienbesteht. Die 48 zusammenhängenden Continental United States und Alaska liegen in Nordamerika, während Hawaii und kleinere Außengebiete im Pazifikbeziehungsweise in der Karibik liegen. Das Land weist eine sehr hohe geographische und klimatische Diversität mit einer großen Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten auf.

Fläche: 9,83 Mio. km²

Bevölkerung: 322 Mio. Einwohner

Hauptstadt: Washington D.C.( 672.228 Einwohner)

Größte Stadt: New York City (ca. 8,5 Mio. Einwohner)

Höchste Erhebung: Denali (6190 m)

Größter See: Lake Superior (82.100 km²)

Längster Fluss: Missouri River (4087 km#9 und Mississippi River (3778 km)

Zeitzonen: Eastern Time, Central Time, Mountain Time, Pacific Time, Hawaiian Time Zone, Atlantic Time

Fläche und Bevölkerung:

Die Vereinigten Staaten sind der drittgrößte Staat der Erde, gemessen an der Fläche von 9,83 Millionen Quadratkilometern (nach Russland und Kanada) und gemessen an der Bevölkerung von etwa 322 Millionen Einwohnern (nach China und Indien). Die nach Einwohnerzahl größte Stadt ist New York City, bedeutende Metropolregionen sind Los Angeles, Chicago, Dallas, Houston, Philadelphia, Washington, Miami, Atlanta, Boston und San Francisco, mit jeweils über 5 Millionen Einwohnern. Der Grad der Urbanisierung liegt bei 81,62 Prozent.

Multikulturelles Land:

Bedingt durch die Einwanderung aus einer Vielzahl von Ländern sind die Vereinigten Staaten eines der ethnisch diversesten und multikulturellsten Länder der Erde. Anders als in 32 Bundesstaaten gibt es auf Bundesebene keine gesetzliche Amtssprache, jedoch herrscht Englisch als De-facto-Amtssprache vor. Im Südwesten sowie in Miami ist zusätzlich die spanische Sprache weit verbreitet.

Geschichte:

Paläoindianer wanderten vor mehr als 13.000 Jahren aus Asien in das nordamerikanische Festland der heutigen Vereinigten Staaten ein (Buttermilk Creek Complex), nachdem sie mehrere Jahrtausende zuvor das heute zu den USA gehörende Alaska besiedelt hatten. Die europäische Kolonisierung begann etwa um 1600 vorwiegend aus England, allerdings in langwieriger Auseinandersetzung mit Frankreich. Die Vereinigten Staaten gingen aus den 13 Kolonien an der Atlantikküste hervor. Streit zwischen Großbritannien und den amerikanischen Kolonien führte zur Amerikanischen Revolution. Am 4. Juli 1776 verabschiedeten Delegierte der 13 Kolonien die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten und somit die Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika. Der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg, der mit der Anerkennung der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten endete, war der erste erfolgreiche Unabhängigkeitskrieg gegen eine europäische Kolonialmacht. Die heutige Verfassung der Vereinigten Staaten wurde am 17. September 1787 verabschiedet. Bisher wurden 27 Zusatzartikel ergänzt. Die ersten zehn Zusatzartikel, die gemeinsam als Bill of Rightsbezeichnet werden, wurden 1791 ratifiziert und garantieren eine Vielzahl von unveräußerlichen Rechten. Angetrieben von der Doktrin Manifest Destiny begannen die Vereinigten Staaten eine dynamische Expansion über Nordamerika, die sich über das 19. Jahrhundert erstreckte. Dies schloss die gewaltsame Vertreibung indigener indianischer Stämme, den Erwerb neuer Territorien u. a. im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg und die Gründung neuer Bundesstaaten ein. Der Amerikanische Bürgerkrieg führte 1865 zum Ende der legalen Sklaverei in den Vereinigten Staaten. Zum Ende des 19. Jahrhunderts erreichten die Vereinigten Staaten eine Ausdehnung bis zum pazifischen Ozean, ihre Wirtschaft wurde zur größten weltweit. Der Spanisch-Amerikanische Krieg und der Erste Weltkriegbestätigten die Rolle der Vereinigten Staaten als globale Militärmacht. Aus dem Zweiten Weltkrieg gingen sie als Supermacht und als erstes Land mit Atomwaffen und einem ständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hervor. Nach Ende des Kalten Krieges und dem Zerfall der Sowjetunion sind die Vereinigten Staaten die einzige verbliebene Supermacht. Sie sind Gründungsmitglied der Vereinten Nationen, der Organisation Amerikanischer Staaten(OAS) und vieler weiterer internationaler Organisationen. Ihr politischer und kultureller Einfluss ist weltweit groß.


Verzeichnis der Bundesstaaten von Amerika:

Hier sind die Staaten der USA aufgelistet. Zuerst nach Alphabet und darunter nach den Regionen. In diesem Artikel sind die US-Amerikanischen Außengebiet, wie Puerto Rico und Guam, zusätzlich aufgelistet.

Alphabetisch geordnet:

A:

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G:

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I:

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P:

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T:

U:

V:

W:


Regionale Zuordnung:

Mid-Atlantic-States:

Mid-West-States:

Neuengland (New England):

Pacific States:

Rocky Mountains States:

Southern States:

Southwest States:

US-Amerikanische Außengebiete:


Übersicht über die Vereinigten Staaten der USA:

In der folgenden Datei werden alle Bundesstaaten der USA aufgezählt. Neben Abkürzung, Hauptstadt, Fläche und Einwohnerzahl, werden auch die Regionen genannt, denen die Staaten zugeordnet werden.

PDF-Datei der Liste der Vereinigten Staaten von Amerika


Geographie:

Die Vereinigten Staaten sind der drittgrößte Staat der Erde, gemessen an der Fläche von 9,83 Millionen Quadratkilometern (nach Russland und Kanada).

Grenzen und Ausdehnung:

Grenzen:

Die Vereinigten Staaten haben eine gemeinsame Grenze mit Kanada, die insgesamt 8.895 Kilometer lang ist (wobei sich ca. 2.477 Kilometer zwischen Alaska und Kanada erstrecken), und eine mit Mexiko, die 3.326 Kilometer lang ist. Die Gesamtlänge der US-Landesgrenzen beträgt 12.221 Kilometer.

Ausdehnung:

Die Nord-Süd-Ausdehnung zwischen der kanadischen und der mexikanischen Grenze beträgt etwa 2.500 Kilometer, die Ausdehnung zwischen Atlantik und Pazifik rund 4.500 Kilometer.

Küstenlinie:

Die Küstenlinie an Atlantik, Pazifik und Golf von Mexiko umfasst insgesamt 19.924 Kilometer.

Verhältnis von Landfläche und Wasserfläche:

Der Staat umfasst eine Landfläche von 9.161.924 km², hinzu kommen 664.706 km² Wasserflächen, so dass sich ein Staatsgebiet von 9.826.630 km² ergibt.

Zeitzonen, Breiten- und Längengrade:

Der Hauptteil des Landes liegt etwa zwischen dem 24. und 49. nördlichen Breitengrad und zwischen dem 68. und 125. westlichen Längengrad und ist in vier Zeitzoneneingeteilt (siehe Zeitzonen in den Vereinigten Staaten).


Landschaften:

Das Gebiet weist eine deutliche Gliederung auf. So erstrecken sich Gebirgszüge wie die vulkanische Kaskadenkette, die Faltengebirge der Rocky Mountains und der Appalachen von Nord nach Süd. Während auf ihrer Wetterseite ausgedehnte Wälder bestehen, erstrecken sich in ihrem Windschatten riesige Trockengebiete mit Wüsten- oder Graslandschaften (Prärien). Die Flusssysteme der Vereinigten Staaten, wie die des Mississippi und Missouri ermöglichten schon früh eine dichte Besiedlung, während die umgebenden trockenen Regionen bis heute dünn besiedelt sind. Die Great Lakes bilden das größte Süßwasserreservoir der Erde. Der Obere See ist der größte Süßwassersee der Erde.

Höchste und tiefste Punkt der USA:

Der höchste Berg der Vereinigten Staaten ist der Denali in Alaska mit 6190 m, der niedrigste Punkt ist die Senke Badwater im Death Valley mit 85,5 m unter dem Meeresspiegel. Denali und Badwater sind zugleich der höchste bzw. niedrigste Punkt des nordamerikanischen Kontinents.

Appalachen:

Landeinwärts liegt das waldreiche Mittelgebirge der Appalachen. Es erstreckt sich über mehrere Bergketten von der kanadischen Grenze in Maine bis zu den Great Smoky Mountains und weiter nach Alabama im Süden. Der höchste Gipfel ist der 2040 Meter hohe Mount Mitchell in North Carolina. In den Appalachen gibt es Bodenschätze wie insbesondere Kohle und Erze wie zum Beispiel Eisen. Hier liegt die Industriestadt Pittsburgh im Bundesstaat Pennsylvania.

Appalachen

Atlantische Küstenebene:

Entlang der Atlantikküste, um die Halbinsel Florida und am Golf von Mexiko liegt eine flache Ebene in der sich viele große Städte befinden: Boston und New York City am Atlantik, Washington an der Chesapeake Bay, sowie Atlanta, Miami, New Orleans und Houston in den Südstaaten. Im Süden Floridas befindet sich das tropische Marschland der Everglades und das drittgrößte Korallenriff der Erde. Am Golf von Mexiko gibt es zahlreiche Sumpfgebiete.

Everglades

Great Basin:

Im Norden des abflusslosen Großen Beckens (Great Basin) befinden sich weite Salzebenen und der Große Salzsee bei Salt Lake City. In Nevada liegt die trockene und kühle Great-Basin-Wüste. Weiter südlich liegen Las Vegas und die heiße Mojave-Wüste, das Tal des Todes (Death Valley) und das Colorado Plateau mit dem Grand Canyon. Der Colorado River durchzieht das Gebiet. Im Westen wird das Gebiet des Großen Beckens durch die Sierra Nevada begrenzt. Im Tal des Todes liegt mit Badwater der tiefste Punkt Nordamerikas auf einer Höhe von 85,5 Meter unterhalb des Meeresspiegels. Weiter südlich beginnt die artenreiche Sonora-Wüste in Arizona mit den Städten Phoenix und Tucson.

Great Lakes:

Die Großen Seen (englisch Great Lakes) sind eine Gruppe fünf zusammenhängender Süßwasserseen in Nordamerika.

Zu den Großen Seen gehören:

  • Eriesee (Lake Erie)
  • Huronsee (Lake Huron)
  • Michigansee (Lake Michigan)
  • Oberer See (Lake Superior)
  • Ontariosee (Lake Ontario)

Hydrologisch gesehen bilden Huron- und Michigansee zusammen nur einen See mit einer schmalen Stelle, der Mackinacstraße. Der maximale Höhenunterschied zwischen den einzelnen Seen liegt bei circa 150 Meter, den größten Teil davon bilden die Niagarafällezwischen dem Erie- und dem Ontariosee. Aufgrund ihrer Größe sind auf den Großen Seen die Gezeitenbemerkbar, die Auswirkungen sind allerdings gering und werden von meteorologischen Effekten überdeckt. Der Michigansee liegt als einziger der Großen Seen vollständig in den USA, die anderen vier liegen entlang der kanadisch-US-amerikanischen Grenze. Durch den Sankt-Lorenz-Strom werden sie in den Atlantikentwässert.

Great Plains:

Die Great Plains (deutsch „Große Ebenen“) sind ein trockenes Gebiet östlich der Rocky Mountains in Nordamerika. Naturräumlich sind sie die klassischen Prärien des amerikanischen Westens, heute werden sie intensiv landwirtschaftlich genutzt. Sie reichen von den kanadischen „Prärieprovinzen“ (Alberta, Saskatchewan und Manitoba) bis nach Texas; manchmal wird auch ein kleiner Teil Mexikos dazu gezählt. Die Great Plains umfassen eine Fläche von knapp 2 Millionen Quadratkilometern und erstrecken sich insgesamt etwa auf einer Breite von 500 km. Während sie an den Rocky Mountains noch ca. 1600 m hoch sind, fallen sie nach Osten auf ca. 600 m ab.

Innere Ebene:

Die Zentrale Tiefebene zieht sich entlang der Flüsse Mississippi River und Missouri River von den Großen Seen im Norden, durch Illinois und Arkansas bis zum Golf von Mexiko in Louisiana. In der Region liegen beispielsweise die Städte Chicago und Memphis. Westlich der Tiefebene schließt sich eine höher gelegene Region an, die von North Dakota über die Staaten Oklahoma und Nebraska bis Texas reicht. Die Zentrale Tiefebene und das Hochland gehören teilweise zum Mittleren Westen und zu den Great Plains. Die Gegend ist geprägt von Prärie-Landschaften und von großen landwirtschaftlichen Flächen, aber auch von industriellen Großstädten und Verkehrsinfrastruktur (Bahnknotenpunkt Chicago, Flughafen Chicago O’Hare).

Kanadischer Schild:

Zu dieser Naturraumeinheit gehören innerhalb des Staatsgebietes der USA lediglich das Superior Upland im Bereich des Oberen Sees und das kleine Gebirgssystem der Adirondacks im Nordosten des Staates New York. Gerade die Adirondack Mountains werden oft den Appalachen zugerechnet, obwohl ihre geologische Struktur vielmehr den Laurentinischen Bergen Kanadas ähnelt und durch die archaischen und proterozoischen Gesteine des Kanadischen Schildes geprägt ist. Die zwar nur kleinräumigen Areale erhielten wegen des großen Erzreichtums dennoch wirtschaftliche Bedeutung.

Pazifikküste:

Pazifikanrainer sind von Nord nach Süd die Bundesstaaten Alaska, Washington, Oregon und Kalifornien. Die Großregion pazifischer Nordwesten umfasst in den Vereinigten Staaten die Bundesstaaten Oregon, Washington und Idaho, wobei Idaho nicht an den Pazifik grenzt. In diesen Bundesstaaten (außer Idaho) befindet sich die Kaskadenkette mit dem 4377 Meter hohen Mount Rainier und dem Vulkan Mount St. Helens. Weiter südlich, in Kalifornien, setzt sich die Bergkette in der Sierra Nevada fort. Hier steht der höchste Berg der zusammenhängenden 48 Staaten, der 4418 Meter hohe Mount Whitney. Entlang der pazifischen Küste zieht sich eine Reihe von Küstengebirgen. Der pazifische Nordwesten wird hauptsächlich durch den Fluss Columbia River entwässert. Bei Seattle gibt es auf der Halbinsel Olympic einen gemäßigten (nicht tropischen) Regenwald. Er ist der nördlichst gelegene Regenwald der Welt. Nördlich von San Francisco und in der Sierra Nevada befinden sich Gebiete mit Mammutbäumen. In den Staaten der Pazifikküste befinden sich zahlreiche Nationalparks (NP) wie Yosemite-NP, Sequoia- und Kings Canyon-NP und Redwood-NP (jeweils Kalifornien), der Olympic-NP, dem Mount-Rainier-NP und North-Cascades-NP (jeweils Washington) sowie dem Lake-Clark-NP und Kenai-Fjords-NP (jeweils Alaska).

Rocky Mountains:

Der Gebirgszug der Rocky Mountains erstreckt sich in dessen Westen über den gesamten nordamerikanischen Kontinent in Nord-Süd-Richtung: Je nach Definition beginnen sie in Alaska oder Kanada und setzen sich über Idaho, Montana, Wyoming, Colorado und New Mexico bis nach Mexiko fort. Das Gebirge ist teilweise 1500 km breit. Der höchste Punkt der Rocky Mountains im Kernland der USA ist der 4.396 Meter hohe Mount Elbert im Bundesstaat Colorado. Im Bereich der Rocky Mountains liegen der Yellowstone-Nationalpark, sowie die Städte Denver und Santa Fe.


Klima:

Wegen ihrer Größe und breiter Auswahl geographischer Merkmale nehmen die Vereinigten Staaten Anteil an vielen Klimazonen. Das Klima ist in den meisten Gebieten gemäßigt, tropisch in Hawaii und im südlichen Florida, (sub-)polar in Alaska, mediterran an der Küste Kaliforniens (u. a. das Gebiet von Los Angeles und San Diego) und trockenheiß im Großen Becken. Während im Osten der Staaten die Klimate zonal angeordnet sind, machen sich im Westen orographische Einflüsse bei der klimatischen Gliederung bemerkbar. Sein verhältnismäßig großzügiges Klima trug teilweise zum Aufstieg des Landes zur Weltmacht bei, mit seltener strenger Trockenheit in den bedeutenden landwirtschaftlichen Gebieten gibt es kaum ausgedehnte Überschwemmungen und ein hauptsächlich gemäßigtes Klima, das adäquaten Niederschlag bekommt.

Klimate der unterschiedlichen Bundesstaaten:

Die unterschiedlichen Klimadaten der Bundesstaaten findet man in den Artikeln der einzelnen Bundesstaaten.

Wetterextreme:

→ Wetterextreme der USA

Köppen-Klimaklassifizierung:

Die Klimazonen der Köppen-Klassifikation reichen von den polaren Eiskappen Alaskas bis zum tropischen Regenwaldklima auf Hawaii. Der nördliche und zentrale Midwest,  und der Nordosten haben ein kontinentales Klima. Das Kontinentalklima wird vom Subtropenklima abgelöst. Ein gemäßigtes Klima liegt in den Appalchen und an der Küste Washingtons vor. Die Südspitze von Florida weist ein tropisches Savannenklima auf. Der Westen der USA ist ein Flickenteppich. Im Südwesten herrscht ein Wüstenklima. An der Küste und im Inland von Kalifornien reicht das Klima von mediterran bis zum heißen Wüstenklima. In der Rocky Mountains-Region treffen viele Klimazonen aufeinander.

©Adam Peterson