Biosphärenreservat Mittelelbe

Das Biosphärenreservat Mittelelbe ist ein Teil des 1997 durch dieUNESCO anerkannten Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe.

Geographie und Natur:

Es befindet sich im Bundesland Sachsen-Anhalt und erstreckt sich entlang der Elbe zwischen Lutherstadt Wittenberg im Osten über Dessau-Roßlau und Magdeburg bis nach Seehausen im Norden sowie der Mulde.

Naturschutz und Besonderheiten:

Das Biosphärenreservat umfasst die Elbauen als einzigartiges Auenlandschaftsbiotop und bietet vielen vom Aussterben bedrohten Tieren und Pflanzen Schutz. 2005 wurde hier von Frank Dziock eine neue Insektenart, Silvias Baumsaftschwebfliege (Brachyopa silviae), entdeckt.

Artenreichtum:

  • Artenreichtum (unter anderem)
    • über 1000 Pflanzenarten
    • 250 Vogelarten
    • 130 Bienenarten
    • 50 Libellenarten
    • Referenzstelle für Biberschutz (Elbebiber)

Geschichte und Erweiterung:

Bereits 1979 wurde der „Steckby-Lödderitzer Forst“ als eines von zwei Biosphärenreservaten in der DDR von der UNESCO ausgewiesen. Das Gebiet war bereits vorher als Naturschutzgebiet mit 3500 ha unter Schutz gestellt und wurde 1988 um weitere Flächen bei Dessau und Wörlitz erweitert. 1990 entstand daraus im Zuge des Nationalparkprogramms der DDR das Biosphärenreservat „Mittlere Elbe“ auf einer Fläche von rund 43.000 ha. Der in Sachsen-Anhalt liegende Teil des 1997 von der UNESCO anerkannten länderübergreifenden Biosphärenreservats „Flusslandschaft Elbe“ wurde am 20. März 2006 zum Biosphärenreservat Mittelelbe erklärt. Es hat eine Größe von 125.743 ha und umfasst das Biosphärenreservat „Mittlere Elbe“, das aber weiter rechtsgültig ist.

Tourismus:

Der zentrale Verwaltungssitz ist das Kapenschlösschen zwischen Dessau und Oranienbaum. An der Zufahrt von der Bundesstraße 107 her befindet sich das Informationszentrum.

Diese weitgehend naturbelassene Flusslandschaft ist einer der Schwerpunkte für den Tourismus in Sachsen-Anhalt, vor allem für den Fahrradtourismus.


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