Ammassalik-Insel

Die Ammassalik-Insel (grönländisch Ammassalik, dänisch Ammassalik Ø oder Angmagssalik Ø) ist eine Insel an der Südostküste Grönlands in der Irmingersee. Sie gehört administrativ zur Kommuneqarfik Sermersooq, und darin zum Distrikt (frühere Gemeinde) Tasiilaq. Sie gehört zu den zehn größten Nebeninseln Grönlands, und ist die größte Insel im Distrikt Tasiilaq.

Die Ammassalik-Insel ist vom grönländischen Festland durch den Fjord Sermilik im Westen und die Meerengen Tiniteqilaq und Ikerasagssuaq (Ikasagtivaq) im Norden und Nordosten getrennt. Eine Gruppe weiterer Inseln liegt hinter dem Ammassalik-Fjord im Südosten. Die Insel ist 37,5 km lang und 31 km breit. Ihre Fläche beträgt 772 km. In der Stadt Tasiilaq, der einzigen bewohnten Siedlung auf der Insel, leben 2093 Einwohner (Stand 2015). Im Entwässerungsbecken des Gletschers Mittivakkat (Mitdluagkat) im Westen der Insel liegt die glaziologische Sermilik-Forschungsstation, in der im Sommer bis zu zehn Wissenschaftler wohnen und arbeiten können.

Das Inselinnere ist geprägt von Bergland alpinen Charakters, das in einem namenlosen Gipfel im Norden 1352 m Höhe erreicht. Im südlichen Teil ist Vegas Fjeld (1084 m) der dominierende Gipfel. Die größten Gletscher sind der Mittivakkat-Gletscher im Osten und der Tinit-Gletscher im Norden. Beide haben zwischen 1986 und 2011 fast 20 % ihrer Fläche verloren.

Vor allem die Südostküste der Ammassalik-Insel ist durch Fjorde stark gegliedert. Im Hinterland gibt es hier einige Seen, deren größter der Qordlortoq Sø ist.


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Der Ort Tasiilaq