Nordnorwegen

Obwohl sich die Region nördlich des Polarkreises über weite Strecken als fast menschenleere Wildnis präsentiert, finden sich auch hier einige traditionsreiche Städte wie Narvik oder Tromsø, das “Paris des Nordens”. Die Felszeichnungen von Alta in der Finnmark, einem Weltkulturerbe der UNESCO, belegen, dass das Gebiert schon vor 7000 Jahren besiedelt war. Auch die rentierzüchtenden Samen sind hier schon seit sehr langer Zeit zu Hause.


Klima:

Das ist arktisch geprägt. Die Winter sind sehr kalt, finster und sehr lang. Die kalte Jahreszeit wird durch kurze Sommer unterbrochen. Die Inseln vor der nordnorwegischen Küste wird vorteilhaft vom Golfstrom beeinflusst. Die Winter sind dadurch milder und die Sommer wärmer.

Klimatabellen:

Norwegen


Nordland:

Die norwegische Provinz Nordland präsentiert sich als weitläufige, facettenreiche Naturlandschaft. Eine Fahrt auf der Europastraße 6 führt über die karge Hochebene des Saltfjellet, durch das malerische Saltdal den gleichnamigen Fjord Einklang bis nach Narvik. Wer sich über die Küstenstraße Riksvei 17 auf den Weg nach Norden macht, fährt durch ganz spektakuläre Küstenlandschaft.

Kulturelle Zentren:

  • Mosjøen
  • Mo i Rana
  • Fauske
  • Bodø
  • Narvik

Naturlandschaften und -monumente:

  • Wasserfall Laksforsen
  • Saltfjellet-Svartisen Nationalpark
  • Grønligrotta
  • Skerstadfjord
  • Saltstraumen
  • Ofotfjord
  • Nordkalottvägen
  • Vega-Archipel
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Bodø

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Lofoten:

Die zum Verwaltungsgebiet Nordland gehörende Inselkette der Lofoten, die der Vestfjord vom Festladn trennt, ist ein versunkenes Gebirge, dessen Spitzen aus der See ragen. Auf Austvågøy, der größten Lofoteninseln (527 km²), erreichen die Gipfel im Higravtinden (1161 m) ihre höchst Erhebung. Aus der Ferne wirkt dieses Inselgebirge im Nordmeer wie eine einzige, bizarr gezackte Felswand, deren Abwechslungsreichtum sich erst vor Ort enthüllt: schneeweiße Strände, Wasserfälle und grüne Täler, vom Eis ausgeschliffene Kare und Taltröge, wie Amphitheater umstanden von schneeüberzuckerten Bergen und in den Fischerdörfern die “Rorbu” genannten roten Holzhäuschen. Zu den sieben Hauptinseln gehören neben Austvågøy, Vestvågøy (411 km²), Moskenesøy (186 km²) und Falkstadøy (110 km²) noch die Insel Værøy (16 km²), Gimsøy (46 km²) und Røst (3,6 km²).

Kulturelle Zentren:

  • Henningsvær
  • Svolvæer
  • Strovågen

Naturlandschaften und -monumente:

  • Austvågøy
  • Vestfjord
  • Raftsund (Hauptschifffahrtsroute)
  • Vestvågøy
  • Flakstadøya
  • Moskenesøya

Senja-Inseln:

Sonja ist mit 1586 km² nach Hinnøya die zweitgrößte in Norwegen gelegene Insel. Wahrzeichen ist die Gipfelformation “Zähne des Teufels” (Djevelens Tanngard), deren Felswände bis zu 559 m aus der See im Nordwesten der Insel auftragen.

Kulturelle Zentren:

  • Gryllefjord

Naturlandschaften und -monumente:

  • Djevelens Tanngard
  • Senja-Ferienstraße
  • Nationalpark Ånderdalen
  • Fjorde: Erstfjord
  • Gegend um Bøvær

Vesterålen:

Die Inselkette Vesterålen vor der Küste von Troms erstreckt sich über 150 km und geht im Süden fast nahtlos in den Lofotenarchipel über, als Trennungslinie gilt der schmale Raftsund mit dem auf der Lofotenseite liegenden Trollfjord. Auch landschaftlich ähnelt sie den Lofoten: Fjorde, Meerengen und Buchten, Schären, Flüsse und Seen, Moore, Täler und Hochebenen, “alpin” wirkende Gipfel und Sandstrände wie im Süden. Hauptinseln sind Hinnøya (mit 2205 km² die größte Insel Norwegens), Langøya und Andøya.

Kulturelle Zentren:

  • Sortland
  • Stockmarknes
  • Melbu

Naturlandschaften und -monumente:

  • Hinnøya
  • Langøya
  • Møysalen Nationalpark
  • Møysalen
  • Andøya
  • Hadseløya
  • Storheia
  • Hadels- und Vesterålsfjord

Tromsø und Umgebung:

Die arktische Provinz der Nordkalotte, wie der Landblock nördlich des Polarkreises genannt wird, fasziniert nicht allein durch ihre überwältigende Natur. Auch der Schein der Mitternachtssonne, die das Land in den kurzen Sommern in ein magisches Licht taucht, Zier viele Urlauber in ihren Bann.

Kulturelle Zentren:

  • Tromsø
  • Eismeerkathedrale von Tromsø

Naturlandschaften und -monumente:

  • Storsteinen

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Finnmark:

Die nördlichste Provinz Norwegens präsentiert sich als über weite Strecken noch unberührte, fast menschenleere Wildnis. Obwohl sie ein Gebiet von der Größe Niedersachsens umfasst, zählt die Finnmark gerade mal 80.000 Einwohner, die in weit verstreuten Siedlungen leben. Die meiste Touristen die hier unterwegs sind, ziert es wohl ans Nordkap, einem Traumziel vieler Europäer. aber auch Orte wie Hammerfest oder Kirkenes, Kautokeino oder Karasjok, beides Zentren der Same, sind über die Grenzen Norwegens hinaus bekannt.

Kulturelle Zentren:

  • Alta
  • Felszeichnungen von Hjemmeluft
  • Hammerfest
  • Vadsø
  • Kirkenes
  • Karasjok
  • Kautokeino

Naturlandschaften und -monumente:

  • Altaelva, Kautokeinoelva
  • Altafjord

Nordkap:

Das Nordkap auf der Insel Magerøya ist das Sehnsuchtsziel aller Mittsommernachtsreisenden, die Mitternachtssonne ist auf dem Felsplateau vom 14. Mai bis zum 30. Juli sichtbar. Seit 1999 ist das Nordkap durch den 6875 m langen unterseeischen Nordkaptunnel und durch den 4443 m langen Honningsvågtunnel vom Festland aus ohne Fähre erreichbar und bildet den Endpunkt der Europastraße 69. Viele Reisende kommen per Schiff an das Kap und so ist Honningsvåg an der Europastraße 69 Norwegens zweitgrößter Kreuzschifffahrtshafen. 34 km sind es von Honningsvåg durch die arktische Landschaft der vogelreichen Insel, auf der die sagen eine Sommerweide für 4500 Rentiere haben, bis zum Nordkap. Die in den Felsen hineingebaute Nordkap-Halle ist ein multimediales Erlebniszentrum. Ein außergewöhnlicher Blick auf das Nordkap bietet sich drum das Felstor Kirkeporten beim Fischerdorf Skarsvåg. Einheitlich ist Knivskjellodden Europas nördlichste Ausläufer, 1,5 km weiter im Norden, allerdings ist es vergleichsweise flach und nicht so Spektakulär wie das Nordkap-Felsplateau, das 307 m aus dem Meer ragt. Der britische Seefahrer Richard Chancellor entdeckte es um 1553 und hielt es für den nördlichsten Punkt.

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Varangerfjord:

Der Varangerfjord ist der 95 km lange Westausläufer der Barentssee zwischen den Hurtigsten-Häfen Vardø und Vadsø auf der Halbinsel Varanger und dem Hurtigurten-Wendehafen Kirkenes in Dreiländereck zwischen Norwegen, Finnland und Russland.


Spitzbergen:

Obwohl ihre offizielle Bezeichnung “Svalbard” (kühle Küste) lautet, ist die etwa 1000 km vom Nordpol entfernte Inselgruppe im Arktischen Ozean in aller Welt unter dem Name ihrer größten Insel “Spitzbergen” bekannt. Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein wagten sich nur Walfänger, Pelztierjäger und Polarforscher in die eisige Region vor. Erst mit der Entdeckung reicher Kohlevorkommen um 1900 begann eine dauerhafte Besiedlung der Insel. Lange stritten sich verschiedene Nationen um das Gebiet. Im sogenannten Spitzbergenvertrag von 1925 wurde der Architekt Norwegen zuerkannt. Auch nach dem Ende des Kohlebooms riss das Interesse nicht ab. Svalbard wurde Zentrum der Arktisforschung. Landschaftliche Vielfalt der Polarregion und ihre Flora und Fauna finden sich hier auf engstem Raum. Der Küstenlandstrich ist zerklüftet, und die Fjorde reichen weit in das Land hinein an die vergletscherte Gebirgszüge, an steile Klippen, und überall blühen im kurzen Frühling die Tundrengewächse. Hier biete sich eine Fahrt mit dem Schiff an, das an verschiedene Haltepunkten vor Anker geht und man bei Landgängen zu Seevögel- und Robbenkolonien gelangen kann. Mit Glück lässt sich bei so einem Ausflug ein Polarfuchs oder sogar ein Eisbär beobachten.

Kulturelle Zentren:

  • Longyearbyen

Naturlandschaften und -monumente:

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