South Dakota

South Dakota stellt den südlichen Teil von Dakota dar. Der US-Staat gehört zu den Midwest States. Bekannt ist der Bundesstaat durch die Badlands und den Mount Rushmore. Der US-Staat ist berüchtigt für kräftige Unwetter mit Tornados. Benannt ist South Dakota nach den uramerikanischen Stämmen der Lakota und Dakota Sioux, diese hatten im heutigen Gebiet des Bundesstaates ihre hauptsächliche Heimat. South Dakota liegt auf Platz 17 der flächengrößten Bundesstaaten der USA. Als südlicher Teil des Dakota Territory, wurde South Dakota am 02.11.1889 als eigener Staat ausgewiesen und somit von North Dakota getrennt. Pierre ist die Hauptstadt und mit ca. 187.2000 Einwohner, die größte Stadt des Bundesstaates.

Der Osten von South Dakota ist am dichtesten besiedelt. Dort wird viel Landwirtschaft betreiben, vor allem Mais und Getreide wird angebaut. Westlich des Missouri River nimmt die Viehzucht stark zu und wird in dieser Region am stärksten betrieben. Je weiter man nach Westen kommt, umso mehr richtet sich die örtliche Wirtschaft auf Tourismus aus. Der Großteil an Indianerreservaten befinden sich in West River. Die Black Hills, ein Berggebiet von niedrigen Bergrücken mit Kiefernwäldern, liegen im äußersten Westen von South Dakota und waren ein Heiliger Ort für die Sioux. In den Black Hills liegt auch der international berühmte Mount Rushmore. Im äußersten Südwesten liegen die Badlands, eine atemberaubende Felslandschaft inmitten der Prärie mit bizarren Felsformationen, Canyons und Schluchten. Die Badlands gehören zu den schönsten und wildesten Landschaften des Mittleren Westens. South Dakota liegt im Einzugsgebiet der weiten Prärien der Great Plains und weist einzelne, noch ursprünglich erhaltene, Prärienlandschaften auf. Aufgrund des Fehlens von größeren Wassermassen und Gebirgen, sowie der Inlandlage, herrscht in South Dakota ein extremes Kontinentalklima. Die Winter sind sehr streng und lang, sowie häufig auch extrem kalt. Die Sommer sind heiß und feucht, während im Südwesten des Landes auch unerbittliche Hitze herrschen kann.

Zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten South Dakotas zählen der Badlands National Park mit seinen bizarren Felsformationen und urtümlichen Prärien, der Wind Cave National Park mit einen einzigartigen Höhlensystem und der Custer State Park mit seiner Prärie- und Bergwildnis sowie der Bisons. Aber der Mount Rushmore zählt definitiv zur Hauptattraktion und ist die am stärksten frequentierte Sehenswürdigkeit in South Dakota. Neben den Mount Rushmore ist auch das Crazy Horse Memorial von historischer Bedeutung und zeigt die unfertige Felsstatue von Crazy Horse, einem bedeutenden Lakota-Häuptling in den letzen Kämpfen gegen die Europäer.


Badlands National Park (© Pixabay-License / Lisa Johnson); Mount Rushmore National Monument (© Pixabay-License / Free-Photos); Crazy Horse Memorial (© Pixabay-License /RJA1988); South Dakota State Capitol in Pierre (© Pixabay-License / Trista); Portrait von Left Hand Bear (© Pixabay-License / David Mark); Sioux-Häuptlinge (© Pixabay-License /Oberholster Venita); Black Hills (© Pixabay-License / Josh Steffen); Great Plains (© Pixabay-License / Till Schwalm); Custer State Park (© Pixabay-License /mcfisher); Bisons (© Pixabay-License / RJA1988); Tatanka Story of Bison (© Pixabay-License /Will Adams); Farm in den Great Plains (© Pixabay-License / David Mark)

Inhaltsverzeichnis:

  1. Lage und Landschaft
    1. Großlandschaften des Bundesstaats
  2. Daten und Fakten
    1. Fläche
    2. Höchster Berg
    3. Größte Stadt
    4. Bevölkerung
    5. Hauptstadt
    6. Zeitzone
  3. Klima
    1. Klimatabellen
      1. Sioux Falls
      2. Badlands
  4. Kulturelle Zentren
    1. Crazy Horse Memorial
    2. Mount Rushmore
    3. Native-American-Panoramastraße
    4. Rapid City
  5. Naturlandschaften und -monumente
    1. Badlands National Park
    2. Black Hills
    3. Custer State Park
    4. Great Plaines in South Dakota
    5. Jewel Caves National Monument
    6. Lake Oahe
    7. The Needles
    8. Wind-Cave-Nationalpark
  6. Amerikanische Ureinwohner im Bundesstaat South Dakota 
    1. Little Bighorn
    2. Wounded Knee
    3. Lakota-Land
    4. Pine Ridge Indian Reservation
      1. Soziale Umstände im Reservat

Lage und Landschaft:

Der Westen von South Dakota wird durch große Landschaftsvielfalt geprägt: Neben den Black Hills, einem “Ableger” der Rocky Mountains, dehnen sich die weiten Grasebenen der High Plains und die Felslandschaft der Badlands. Im Zentrum trennt der Missouri River die Hochprärie von den weitläufigen Farmen im Osten.

Drei Großlandschaften des Bundesstaats:

Geographisch lässt sich South Dakota in drei Regionen unterteilen:

  1. East Plains: landwirtschaftlich sehr fruchtbar
  2. West Plains: prägen sich durch riesige Grasflächen und Farmen aus
  3. Black Hills: das Bergland dominiert den Westen des Staates

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Fläche: 199.744 km²

Höchster Berg: Harney Peak (2207 m)

Größte Stadt: Sioux Falls (140.000 Einwohner)

Bevölkerung: 800.000 Einwohner

Hauptstadt: Pierre (14.000 Einwohner)

Zeitzone: Mountain/Central Time


Klima:

Süddakotas Klima ist kontinental mit ziemlich extremen Temperaturveränderungen zwischen Sommer und Winter. Die Durchschnittstemperatur im Januar liegt zwischen -10°C und -15°C, während die Durchschnittstemperatur im Juli zwischen 20°C und 25°C liegt.

Der Regenfall ist während der Sommermonate von Mai bis September am höchsten und im Winter fällt nur wenig Regent. Im Jahresdurchschnitt gibt es etwa 640 mm Regen im Südosten und im Nordwesten ca. 380 mm. Der Winter hat wenig Schnee, doch Schneestürme tauchen mit einer gewissen Regelmäßigkeit auf. Der östliche Teil des Staates ist im Sommer recht feucht, während im Westen halbtrockene Verhältnisse herrschen.

South Dakota hat ein kontinentales Klima. Die Winter sind kalt und trocken. Die Sommer sind feucht bis trocken und heiß.

In South Dakota kommt es in den Sommermonaten häufig zu starken Unwettern mit Tornados.

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Kulturelle Zentren:

Crazy Horse Memorial:

Das Crazy Horse Memorial ist eine sich im Bau befindliche monumentaleSkulptur zu Ehren des Oglala-Lakota-Indianers Crazy Horse, die ähnlich wie das Mount Rushmore National Memorial in einen Berg gehauen wird, jedoch um ein Vielfaches größer. Es ist etwa 14 km südwestlich vom Mount Rushmore in den Black Hills, South Dakota, gelegen. Das Crazy Horse Memorial wird nicht mit staatlichen Geldern finanziert, sondern durch die gemeinnützige Crazy Horse Memorial Foundation, die ein Indianermuseum in der Nähe des Monuments betreibt. Der Bildhauer Korczak Ziolkowski, der auch schon am Mount Rushmore National Memorial mitgearbeitet hatte, wurde 1939 vom damaligen Häuptling der Sioux Henry Standing Bear eingeladen, ein Indianer-Denkmal zu gestalten. Mit dem Bau wurde dann 1948 begonnen, wohl 10 Millionen Tonnen Granit wurden seitdem aus der Felswand gesprengt. Trotzdem ist bisher seit 1998 nur das Gesicht fertiggestellt. Ein Termin zur Fertigstellung ist bisher nicht absehbar, es werden aber rund weitere 100 Jahre veranschlagt. Ziolkowski starb 1982, seine Arbeit wird durch seine Frau Ruth (sie starb im Mai 2014) und sieben seiner zehn Kinder fortgesetzt. Viele Indianer stehen dem Projekt kritisch gegenüber. Sie beklagen die Entweihung ihrer heiligen Black Hills und weisen darauf hin, dass Crazy Horse sich nie fotografieren ließ, weil er nicht abgebildet werden wollte. In fertiger Form wird die Skulptur Crazy Horse auf einem Pferd sitzend und mit ausgestrecktem Arm nach Osten weisend zeigen. Alle Präsidentenköpfe am Mount Rushmore zusammen sind in etwa so groß wie der Pferdekopf. Nach Fertigstellung der Skulptur soll diese 195 m lang und 172 m hoch sein.

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Mount Rushmore:

Auf Lakota-Indianerland in den Black Hills wurde das Mount Rushmore National Memorial, überlebensgroße Porträts der US-Präsidentnen

  • George Washington
  • Thomas Jefferson
  • Theodore Roosevelt
  • Abraham Lincoln

aus dem Fels herausgemeißelt.

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Native-American-Panoramastraße:

Von den Weidegründen der Cheyenne-River und Standing-Rock-Reservate bis zum Lower-Brule-Reservat südöstlich der Hauptstadt Pierre verläuft parallel zum Missouri River eine Native-American-Panoramastraße. Eine Route, auf der man viel über Geschichte, Tradition und Gegenwart der heute ca. 63.000 Lakota, Nakota und Dakota im Staat erfahren kann. Höhepunkte sind die farbenprächtigen Pow-Wows. Auf dem Weg nach Lower Brule befindet sich in der Nähe der Stadt Pierre ein sehenswertes Buffalo Informationszentrum, in dem die frühere Bedeutung und Nutzung der Bisons eindrucksvoll geschildert wird. Westlich davon, in dem kleinen Ort Rosebud, befindet sich die Sinte Gleska University, in der Studium, Ausbildung und Ranching eine Einheit bilden und in der Lakota-Studenten ein Master-Diplom erwerben können. In der Ortschaft Kyle im Pine-Rdige-Reservat informiert eine Ausstellung über die Geschichte der Oglala Lakota vom frühen 19. Jh. bis zum Massaker von Wounded Knee im Jahr 1890.

Rapid City:

Rapid City (Lakota Mni Lúzahaŋ Otȟúŋwahe, Stadt des schnellen Wassers) ist die zweitgrößte Stadt im US-Bundesstaat South Dakota mit etwa 68.000 Einwohnern. Die 976 Meter hoch gelegene Stadt ist der Verwaltungssitz des Pennington County. Beim Canyon-Lake-Dammbruch 1972 wurde die Stadt schwer verwüstet, 238 Menschen kamen ums Leben. Im Stadtzentrum kann man die Bronzestatuen aller bisherigen 43 US-Präsidenten in Lebensgröße besichtigen. Diese stehen an den Kreuzungen entlang der Main Street und der Saint Joseph Street (zwischen der 4th und der 9th Street). Informationen zum Rundgang kann man sich im “President’s Information Center” an der Main Street / Ecke 7th Street holen. Am Rande der Stadt befindet sich eine Replik der Stabkirche von Borgund. Weitere Sehenswürdigkeiten sind ein historisches Gebäude der Feuerwehr, der Dinosaur Park mit Dinosaurier-Figuren, die auf einem Hügel platziert sind, sowie ein Stück der Berliner Mauer. Der wichtigste Wirtschaftsfaktor der Stadt ist der Tourismus. In der Nähe der Stadt befindet sich Mount Rushmore, eines der berühmtesten Denkmäler der USA, das jedes Jahr von ca. zwei Millionen Menschen besucht wird. Ungefähr 20 Kilometer östlich der Stadt liegt die Ellsworth Air Force Base, ein weiterer wichtiger Arbeitgeber in der strukturschwachen Region. Dort befindet sich auch das South Dakota Air and Space Museum. Ferner entsteht derzeit 15 km südlich vom Mount Rushmore das Crazy Horse Memorial.


Naturlandschaften und -monumente:

Badlands National Park:

Zumindest für Ackerbau und Viehzucht sind die Baulands im südwestlichen South Dakota tatsächlich „schlechtes Land“. Für Geologen und Naturfreunde hingegen ist diese im Laufe von Millionen Jahren verwitterte Landschaft ein Magnet, denn sie bietet beeindruckende Ausblicke und Einblicke in die Erdgeschichte. Der Badlands Nationalpark ist fast 1000 km² groß. Er weist eine faszinierende Gesteinswelt auf, denn durch Wind- und Wassererosion des nicht besonderes widerstandsfähigen Gesteins sind Schluchten und Kämme, Türme und Pyramiden entstanden.

Black Hills:

Die Black Hills (deutsch Schwarze Berge, Lakota Paha Sapa oder He Sapa) sind ein Gebirgszug im Westen des US-amerikanischenBundesstaats South Dakota, der bis ins nordöstliche Wyoming hineinreicht. big-sky-1779875_1920Er liegt isoliert im östlichen Vorland der Rocky Mountains am Westrand der Great Plains und weist eine von der Umgebung abweichende Fauna und Flora auf. Eine Unterart des Junko kommt beispielsweise nur hier vor und in den Wäldern sind Küsten-Kiefern, Weiß-Fichten und Biegsame Kiefern zu finden.vAuf Grund der dichten Nadelwaldbestände sind hier Vogelarten wie Kiefernhäher, Fichtenkreuzschnabel und Indianergoldhähnchen beheimatet. Die Black Hills erstrecken sich zwischen 43°30′ und 45° nördlicher Breite sowie 103° und 105° westlicher Länge. Der im Kartenbild annähernd elliptische Gebirgszug ist etwa 160 km lang und bis zu 96 km breit. Seine Längsachse verläuft in nord-südlicher Richtung. Die Basis der Black Hills liegt in 760 bis 900 m Höhe. Der höchste Punkt ist der Harney Peak mit 2.208 m im Süden des Gebirges.

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Custer State Park:

Custer State Park ist ein State Park und Wildreservat in den Black Hillsim Südwesten von South Dakota, USA. buffalo-1305686_1920Der Park ist der größte und zugleich der erste State Park in South Dakota. Er wurde nach Lt. Colonel George Armstrong Custer benannt. Ursprünglich bestand der Park aus sechzehn Arealen, die jedoch bald zu einem Gebiet zusammengeführt wurden. Der Park beherbergt eine berühmte Herde von ca. 1500 freilaufenden Plains-Bisons. Wapiti, Kojote, Maultierhirsch, Weißwedelhirsch, Schneeziege, Präriehunde, Dickhornschaf,

Nordamerikanischer Fischotter, Gabelbock, Puma, und wildlebende Burros (Esel) sind weitere Großtiere des Parks. Der Park ist berhmt für seine Landschaft und seine landschaftlich schönen Straßen (Needles Highway, Wildlife loop), mit Begegenungsmöglichkeiten mit der Bisonherde und Präriehundkolonien. Er ist von Rapid City aus zugänglich.

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Great Plains in South Dakota:

Die Great Plains umfassen eine Fläche von knapp 2 Millionen Quadratkilometern und erstrecken sich insgesamt etwa auf einer Breite von 500 km. Während sie an den Rocky Mountains noch ca. 1600 m hoch sind, fallen sie nach Osten auf ca. 600 m ab. Die Great Plains werden in 10 Subregionen eingeteilt. Vier dieser Subregionen liegen in South Dakota:south-dakota-395451_1280

  • Coteau du Missouri oder Missouri Plateau; sind entstanden durch Gletscher; liegen im östlich-zentralen South Dakota, nördlichen und östlichen North Dakota und nordöstlichen Montana
  • Coteau du Missouri, nicht glazialen Ursprungs; westliches Dakota, nordöstliches Wyoming, südwestliches North Dakota, südöstliches Montana
  • Black Hills; westliches South Dakota
  • High Plains; südöstliches Wyoming, südwestliches South Dakota, westliches Nebraska, östliches Colorado, westliches Kansas, westliches Oklahoma, östliches New Mexiko und nordwestliches Texas

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Jewel Cave National Monument:

Das Jewel Cave National Monument mit der Jewel Cave (dt.: Juwelenhöhle) ist die drittlängste Höhle der Welt mit über 180 Meilen (290 km) kartografierten Gängen (Stand: Januar 2017). Sie liegt in den Black Hills ca. 13 Meilen westlich von Custer im Custer County in South Dakota. Sie wurde 1900 entdeckt und 1908 als National Monument unter Schutz gestellt. Teile der Höhle sind für Besucher erschlossen und sie wird vom National Park Service betreut.

Lake Oahe:

Der Lake Oahe, der vom Oahe-Staudamm aufgestaut wird, ist eine der größten Talsperren am Missouri River im Norden von Pierre, South Dakota, USA. Der See, der sich 372 km den Verlauf des Missouri entlang bis Bismarck in North Dakota zieht, ist gemessen an der Wasseroberfläche der drittgrößte Stausee in den USA, nach dem Speicherraum (für den es die Angaben 27.400 oder 28.776 oder 29.093 Millionen m³ gibt) der dritt- oder viertgrößte.

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The Needles:

Die Neeldes sind eine Steinformation in den Black Hills und sind teil des Black Hills National Forest. Die Formationen bestehen aus erodierten Granitfelsen und reichen bis zum Custer State Park. Die Cathedral Spires and Limber Pine Natural Area ist ein 6,37 ha großes Gebiet. Es umfasst 6 Felsformationen und wurde als National Natural Landmark im ausgewiesen.

Wind-Cave-Nationalpark:

Die Höhle mit dem Namen Wind Cave liegt im Wind Cave Nationalpark im Westen von South Dakota und zählt mit 202 km erforschten Wegen zu den längsten Höhlen der Welt. Die Höhle ist bekannt für Boxwork genannte Calcium-Formationen, die sich wie Bienenwaben an den Wänden ausbreiten. Der Nationalpark wurde 1903 unter US-Präsident Theodore Roosevelt als siebter Nationalpark in den Vereinigten Staaten eröffnet. Die Wind Cave ist die weltweit erste Höhle, die zum Nationalpark ernannt wurde. Weiter westlich liegt eine weitere große Höhle, die Jewel Cave. An der Oberfläche ist eine der letzten Prärien erhalten geblieben, die eine natürliche Heimat für Bison, Wapiti-Hirsch, Pronghorn-Antilope und Prairie Dogist. 2007 wurde der Park in das groß angelegte Auswilderungsprogramm für den Schwarzfußiltis einbezogen. Die Art, die bereits als ausgestorben galt, wird in Gefangenschaft nachgezogen und seit 1991 in zentralen und westlichen Regionen der Vereinigten Staaten ausgewildert.

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Amerikanische Ureinwohner im Bundesstaat South Dakota:

Die in South Dakota ansässigen Stämme gehören zur großen Sprachfamilie der Sioux und sind den Lakota, Dakota oder Nakota zugeordnet. Sie stellen in manchen Countys 20 Prozent der Bevölkerung, z. B. in West River. Es gibt sieben große Indianerreservate im Staat, die aus Teilen der großen Sioux Reservation vom West River hervorgegangen sind, Standing Rock Reservation, Cheyenne River Reservation, Pine Ridge Reservation, Rosebud Indian Reservation, Yankton Reservation, Crow Creek Reservation und Lower Brule Reservation. Diese große Reservation wurden den einst ansässigen Sioux von der US-Regierung zugewiesen. Ein weiteres großes Reservat befindet sich im Nordosten des Staates die Lake Traverse Indian Reservation. Daneben gibt es noch einige kleinere wie Flandreau Indian Reservation. Auch besitzen die Indianerstämme große Gebiete außerhalb der Reservationen Off reservation trust land genannt. South Dakota hat den dritthöchsten Anteil an Indianern (englisch: Native Americans) in den Vereinigten Staaten nach Alaska und Neumexiko.

Bis zu 60 Mio. Bisons zogen noch vor ein paar Hundert Jahren über die endlosen Prärien des amerikanischen Westen. Dazu gehörte auch der größte Teil des heutigen South Dakota. Als die ersten Europäer zu Beginn des 18. Jh. in diese Region verstießen, lebten hier überwiegend Lakota (Sioux), aber auch Stämme der Mandan, Hidatsa und Arikara. Als 1872 die Eisenbahnlinie aus dem Osten die damalige Hauptstadt Yankton erreichte, begann eine Einwanderungswelle deutscher, kanadischer und russischer Emigranten. Man schätzt, dass heute 40 Prozent der Bevölkerung South Dakotas deutschen Ursprungs sind. Ein weiterer Einwanderungsschub folgte 1874, als eine Expedition unter George Armstrong Custer Gold in der Black-Hills-Region fand.

Litte Bighorn:

Obwohl man den Lakota ihre heiligen Berge im Vertrag von Fort Laramie 1868 zugesprochen hatte, drangen mehr und mehr illegale Goldsucher und Glücksritter in das Gebiet der Black Hills ein und die Us-Regierung unternahm nichts dagegen. Die aufgebrachten Lakota widersetzten sich dieser Invasion auf das Heftigste. Als Reaktion darauf wurden nun US-Trapper gegen die Lakota eingesetzt. In einem dieser Kämpfe errangen die Lakota und Cheyenne 1876 am Little Bighorn (Montana) unter ihren Häuptlingen Crazy Horse und Sitting Bull einen vernichtenden Schlag über das siebte Kavallerieregiment unter G. A. Custer.

Der Strom der Goldsucher weiß sich jedoch nicht aufhalten und noch 1876 wurde eine der größten Goldminne Nordamerikas, die Homestake Goldmine in der Nähe von Lead, in Betrieb genommen. Zwischen 1879 und 1886 nahm die Zuwanderung extrem zu. Nach der Trennung vom nördlichen Teil wurde South Dakota 1889 Teil der USA.

Wounded Knee:

Ein Jahr später fand das Massaker am Wounded Knee statt, bei dem die US-Army über 300 Lakota erschoss. Es war eine der letzten Kampfhandlungen, durch die der Widerstand der First Nations gebrochen wurde. Fortan ersetzen Rinderherden weißer Siedler die ursprünglichen Bisonherden, die als Lebensgrundlage der Lakota rücksichtslos ausgerottet wurden. Ein weites Mal geriet Wounded Knee 1973 in den Blickpunkt der Öffentlichkeit, als hier Mitglieder des American Indian Movement Gebäude besetzten, um auf die menschenunwürdige Lage der First Nations aufmerksam zu machen.

Lakota-Land:

South Dakota ist nicht nur ein Bundesstaat, in dem man in Museen und Gedenkstätten vieles über die Geschichte der Sioux-Nation (Stämme der Lakota, Dakota, Nakota und ihre Untergruppierungen) erfahren kann. Das Wort Lakota bedeutet “Freunde” und so empfangen die meisten Nachfahren der Sioux-Nation auch ihre Besucher sehr entgegenkommend und sind bereit, sie in ihren Alltag eintauchen zu lassen. Die Pow-Wows in den Reservaten und großen Versammlungsstätten sind zumeist öffentlich. Einen lebendigen Eindruck von den Traditionen der Lakota erhält man auf dem großen Herbst-Pow-Wow im Oktober im Civic Center von Rapid City. Die meisten Ureinwohner der Sioux-Nation in South Dakota leben heute hauptsächlich in vier Reservaten dem Standing-Rock-Indian-Reservat und Cheyenne-River-Indina-Reservat in mittleren Norden, dem Pine-Rdige-Indian-Reservat im Südwesten und dem Rosebud-Indian-Reservat östlich von Pine Ridge. In allen Reservaten sind Armut und hohe Arbeitslosigkeit ein großes Problem. Die Wohn- und Lebensbedingungen liegen oft weit unter dem durchschnittlichen US-Standard. Eine ganze Reihe von Stammesmitgliedern wollen nach und nach auch die Reservate für touristische Aktivitäten öffnen, um zur Verbesserung der Lebensbedingungen beizutragen. So kann man im Cheyenne-River-Reservation Wildpferde und eine riesige Bisonherde von über 3000 Tieren beobachten.

Pine Ridge Indian Reservation:

Die Pine Ridge Reservation (Lakota-Sprache: Oglala Oyanke) ist ein Indianerreservat im Südwesten des US-Bundesstaats South Dakota an der Grenze zu Nebraska. Das Reservat erstreckt sich über eine Fläche von etwa 11.000 km². Der Großteil des von Oglala-Lakota bewohnten Reservats liegt im Oglala Lakota County und Jackson County. Hauptort ist Pine Ridge. Die Pine Ridge Reservation war ursprünglich ein Teil der Great Sioux Reservation, die durch den Vertrag von Fort Laramie 1868 eingerichtet worden war und ursprünglich 240.000 km² in South Dakota, Nebraska und Wyoming umfasste. 1876 verletzte die US-Regierung den Vertrag von 1868 und öffnete 31.000 km² der Fläche des Reservats in den Black Hills für private Interessen. 1889 wurde die übrige Fläche des Sioux-Reservats in sieben separate Reservate aufgeteilt: Cheyenne River Reservation, Crow Creek Indian Reservation, Lower Brule Reservation, Rosebud Reservation, Sisseton Reservation, Yankton Reservation und Pine Ridge Reservation.

Soziale Umstände im Reservat:

Die Arbeitslosenquote in dem Reservat liegt bei 85 %, in den US-Reservaten lebten im Jahr 2002 mehr als 40 % der Familien unterhalb der Armutsgrenze. Die Suizidrate ist etwa viermal so hoch wie der Landesdurchschnitt. Viele Familien haben weder Strom noch ein Telefon. Mit einer Lebenserwartung von 47 Jahren für Männer und nur etwas mehr als 50 Jahren für Frauen ist die Lebenserwartung der Bewohner des Reservates eine der kürzesten aller Gruppen der westlichen Hemisphäre. Etwa 75 Prozent der Haushalte auf Pine-Ridge sichern ihren Lebensunterhalt durch verschiedene traditionelle Formen der Subsistenzwirtschaft wie Jagd auf Kleinwild, Sammeln von Wildfrüchten, Wurzeln und Samen oder (seltener) etwas Gartenbau. Neben der Selbstversorgung werden diese Erzeugnisse auch an andere Lakota-Familien oder in den Städten um das Reservat verkauft.