Florida

Das Flair von Karibik und Tropen prägt den südöstlichsten Bundesstaat der USA, den “Sunshine State” Florida. Mit mildem Klima und Traumstränden an Atlantik und Golf von Mexiko ist er beleibte Destination von Ruheständlern und Touristen. Außer Strand locken hier lebhafte Metropolen wie Miami mit seiner lateinamerikanisch geprägten Kultur, außerdem urwüchsige Natur wie die zum UNESCO-Weltnaturerbe gehörende Sumpflandschaft der Everglades mit ihrer faszinierenden Fauna und Flora sowie zahlreiche attraktive Vergnügungsparks wie das Disneyland mit Mickey Mouse & Co. in Orlando.


Inhaltsverzeichnis:

  1. Lage und Landschaft 
  2. Regionen 
  3. Daten und Fakten 
    1. Fläche
    2. Längster Fluss
    3. Größter See
    4. Älteste Tagt der USA
    5. Bevölkerung
    6. Hauptstadt
    7. Zeitzone
  4. Klima 
    1. Sonnenstunden
    2. Wassertemperatur
    3. Klimatabellen
      1. Miami
      2. Jacksonville
      3. Key West
      4. Orlando
  5. Ostküste 
    1. Kulturelle Zentren
    2. Naturlandschaften und -monumente
    3. Klima
      1. Jacksonville
      2. Orlando
  6. Central Florida 
    1. Kulturelle Zentren
    2. Naturlandschaften und -monumente
    3. Klima
      1. Miami
  7. Westküste 
    1. Kulturelle Zentren
    2. Naturlandschaften und -monumente
    3. Klima
  8. Florida Keys 
    1. Kulturelle Zentren
    2. Naturlandschaften und -monumente
    3. Klima
  9. Panhandle 
    1. Kulturelle Zentren
    2. Naturlandschaften und -monumente
    3. Klima
      1. Tallahassee
  10. Die schönsten Reiseziele Floridas 
    1. Städte und Orte
    2. Naturschönheiten und Landschaften
    3. Sonstige Sehenswürdigkeiten
  11. Sumpflandschaften Floridas
    1. Sumpftypen
    2. Bekannte Sumpflandschaften
  12. Amerikanische Ureinwohner im Bundesstaat Florida

Lage und Landschaft:

Florida ist im äußersten Südosten der USA. Im Westen wird es vom Golf von Mexiko und im Osten vom Atlantik begrenzt. Der Norden wird von welligem Hügelland, der Süden durch die Sumpfgebiete der Everglades und die “Keys” genannten Inseln geprägt. Flora und Fauna entsprechen eher den Verhältnissen in der Karibik. Floridas Nordwesten, der Panhandle, ist bekannt für seien weißen Strände. In Zentralflorida liegt ein großes Waldgebiet.


Regionen:

  • Ostküste
  • Central Florida
  • Westküste
  • Florida Keys
  • Panhandle

Fläche: 170.304 km²

Längster Fluss: St. John’s River (499 km)

Größter See: Lake Okeechobee (1813 km²)

Älteste Stadt der USA: St. Augustine

Bevölkerung: 18,5 Mio. Einwohner

Hauptstadt: Tallahassee (175.000 Einwohner)

Zeitzone: Eastern Time

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Key West


Klima:

Florida ist in zwei Klimazonen eingeteilt: die nordwestliche Region ist subtropisch feucht und der Rest ist tropisch feucht. In der Zeit von Juni bis November wird Florida häufig von teils heftigen tropischen Stürmen (Hurrikanen) heimgesucht. Die Winter sind mit Temperaturen um 25 °C warm. Schnee ist in Florida sehr selten.

Sonnenstunden:

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
7 h8 h9 h10 h10 h10 h10 h9 h9 h8 h7 h7 h

Wassertemperatur:

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
22°C22°C23°C25°C28°C30°C31°C31°C30°C28°C25°C23°C

Klimatabellen:

Miami:

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
24°C25°C26°C28°C30°C31°C32°C33°C32°C30°C27°C25°C
15°C15°C18°C19°C22°C23°C25°C25°C24°C22°C19°C16°C

Jacksonville:

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
16°C18°C22°C26°C29°C32°C33°C32°C30°C26°C22°C18°C
5°C7°C11°C15°C18°C22°C23°C23°C21°C15°C11°C7°C

Key West:

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
24°C25°C26°C28°C30°C31°C32°C33°C32°C30°C27°C25°C
15°C15°C18°C19°C22°C23°C25°C25°C24°C22°C19°C16°C

Orlando:

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
24°C25°C26°C28°C30°C31°C32°C33°C32°C30°C27°C25°C
15°C15°C18°C19°C22°C23°C25°C25°C24°C22°C19°C16°C

Klimakarten:


Ostküste:

Die Ostküste Floridas ist dicht besiedelt; der Übergang von einer Siedlung in die nächste ist fließend.

Kulturelle Zentren:

  • Jacksonville
  • Orlando
  • Cape Canaveral
  • St. Augustine
  • Boca Rotan
  • Palm Beach

Naturlandschaften und -monumente:

  • Amelia Island
  • Merritt Island National Wildlife Refuge

Klima:

Das Klima an der Ostküste Floridas ist feucht und subtropisch. Im Süden grenzt es an die Tropische Regenwaldzone.

Jacksonville:

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
16°C18°C22°C26°C29°C32°C33°C32°C30°C26°C22°C18°C
5°C7°C11°C15°C18°C22°C23°C23°C21°C15°C11°C7°C

Orlando:

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
24°C25°C26°C28°C30°C31°C32°C33°C32°C30°C27°C25°C
15°C15°C18°C19°C22°C23°C25°C25°C24°C22°C19°C16°C

Central Florida:

Das zentrale Florida wird durch den Lake Okeechobee, den größten See des Sonnenstaates, und die Ausläufer der Everglades-Sümpfe bestimmt.

Kulturelle Zentren:

  • Miami

Naturlandschaften und -monumente:

  • Lake Okeechobee
  • Big Cypress National Preserve
  • Intracoastal Waterway
  • Everglades National Park

Klima:

Das Klima ist ein tropisches Savannen-, Monsun-, und Regenwaldklima.

Miami:

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
24°C25°C26°C28°C30°C31°C32°C33°C32°C30°C27°C25°C
15°C15°C18°C19°C22°C23°C25°C25°C24°C22°C19°C16°C

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Westküste:

Die Westküste von Florida lockt mit Städten wie St. Petersburg, Tampa und Naples und romantischen Insel wie Longboat Key, Sanibel und Captiva.

Kulturelle Zentren:

  • Pinellas Suncoast
  • Lee Island Coast

Naturlandschaften und -monumente:

  • Inseln der Westküste

Klima:

Das Klima an der Westküste ist im äußersten Süden tropisch und im restlichen Teil subtropisch.

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Pinellas Suncoast


Florida Keys:

Die große Zeit der Florida Keys begann im Jahr 1912, als der Millionär Henry Flagler beschloss, eine Eisenbahn von Miami nach Key West zu bauen. Die kleinen Inseln, die sich wie Perlen an einer langen Schnur ins Meer ziehen, wurden durch Brücken verbunden, und der erste Zug dampfte nach Süden. 1935 fegte ein mörderischer Hurrikan über die Inseln und zerstörte die Strecke. Der Verkehr wurde eingestellt. Deshalb ließ die US-Regierung “The Highway tha Goes to Sea” vom Festland nach Key West bauen. 1938 wurde der Overseas Highway eingeweiht und die ersten Touristen zogen in die “amerikanische Karibik”, auf der Suche nach Sonne, Strand und blauen Meer. Mit dem englischen Wort “Key” in der Bedeutung von “Schlüssel” haben die Florida Keys nicht zu tun. Es handelt sich um die anglisierte Form des spanischen Wortes “Cayo” (kleine Insel).

Kulturelle Zentren:

  • Mel Fisher Maritime Heritage Society Museum
  • Ernest Hemingway Home and Museum
  • Key West

Naturlandschaften und -monumente:

  • Biscayne National Park
  • John Pennekamp Coral Reef State Park
  • Dry Tortugas National Park

Klima:

Das Klima der Key West ist ein tropisches Monsunklima.

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
25°C25°C27°C28°C29°C31°C32°C32°C31°C30°C28°C26°C
17°C17°C18°C19°C21°C23°C24°C24°C24°C22°C20°C18°C

Panhandle:

Das nordwestliche Florida wird wegen siena Form auch Panhandle (Pfannenstiel) genannt. Geografisch ist es ein 370 km langer und 60 bis 140 km breiter Streifen zwischen Alabama und Georgia im Norden und dem Golf von Mexiko im Süden und gehört nicht zur Halbinsel Florida. Typisch sind die historischen Siedlungen und die puderzuckerähnlichen Strände und weitläufigen Dünen.

Kulturelle Zentren:

  •  Hsitoric Pensacola Village
  • Tallahassee

Naturlandschaften und -monumente:

  • Gulf Islands National Sea Horse
  • St. Marks Wildlife Refuge
  • Florida Keys National Marine Sanctuary

Klima:

Das Klim Nordwestfloridas ist feucht und subtropisch.

Tallahassee:

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
16°C18°C22°C26°C29°C32°C33°C32°C30°C26°C22°C18°C
5°C7°C11°C15°C18°C22°C23°C23°C21°C15°C11°C7°C
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Pensacola


Die schönsten Reiseziele Floridas:

Städte und Orte:

  • Daytona Beach
  • St. Augustine
  • Jacksonville
  • Orlando
  • Palm Beach
  • Boca Raton
  • Fort Lauderdale
  • Miami
  • Key Largo
  • Key West
  • Tallahassee
  • Pensacola
  • Destin
  • Tampa
  • St. Petersburg
  • Sarasota
  • Fort Myers
  • Napels

Naturschönheiten und Landschaften:

  • St. Johns River
  • Everglades
  • Islamorada
  • Florida Keys National Marine Sanctuary
  • Pensacola Bay
  • Wakulla Springs State Park
  • Silver Glen Springs
  • Ocala National Forest
  • Crystal River
  • Tampa Bay

Sonstige Sehenswürdigkeiten:

  • Cape Canaveral
  • Kennedy Space Center
  • Disney Land
  • Miami Beach und Ocean Drive
  • Overseas Highway
  • Highway der Tampa Bay

Sumpflandschaften Floridas:

Die Sumpflandschaften Floridas sind sehr variantenreich. Aufgrund der häufigen Regenfällen und den Tafelländern, sowie des flachen Reliefs weißt der Bundesstaat Florida eine hohe Dichte an Feuchtgebieten auf.

Sumpftypen:

In Florida findet man unterschiedliche Sumpflandschaftstypen auf:

  • Cypress dome
  • Strandsümpfe
  • Sümpfe der Überschwemmungsebene
  • Titi-Sümpfe
  • Tupelo Swamps
  • Mangrovensümpfe

Bekannte Sumpflandschaften:

  • Green Swamp (Florida) (inclusive  Green Swamp Wilderness Preserve), Polk County
  • Everglades
  • Corkscrew Swamp Sanctuary im Südwesten Floridas, nördlich von Naples, Florida
  • Okefenokee Swamp, liegt an der Georgia–Florida Grenze
  • Barley Barber Swamp

Amerikanische Ureinwohner im Bundesstaat Florida:

Auf Florida findet man zwei wichtige indigene Sprachgruppen vor, zu einem die Timucua im Norden und Calusa im Süden .Wichtige Hinweise zur frühen Besiedlung Floridas liefert die Archäologische Fundstelle Windover bei Titusville, wo im dortigen Windover bog 1982 die Überreste von mindestens 168 Moorleichen aus dem 6. Jahrtausend v. Chr. ausgegraben wurden. Archäologische Funde lassen darauf schließen, dass Florida vor der Entdeckung durch die europäischen Siedler schon seit mehreren tausend Jahren bewohnt war. Die Ostküste von Florida wurde 1513 von dem Spanier Juan Ponce de León entdeckt. 1521 reiste Ponce de León – ausgerüstet und von einer Siedlergruppe begleitet – erneut nach Florida, um für Spanien dort eine Kolonie La Florida zu gründen, die von der indigenen Bevölkerung jedoch zerschlagen wurde. 1528 erkundete der Konquistador Pánfilo de Narváez, der in Florida Gold zu finden hoffte, die Westküste der Halbinsel, scheiterte aber ebenfalls an der Feindseligkeit der Einheimischen. Narváez erlitt schließlich Schiffbruch, sein Offizier Álvar Núñez Cabeza de Vaca überlebte jedoch, kehrte nach Spanien zurück und konnte dort von der Expedition berichten. Hernando de Soto wurde dadurch angeregt, 1539 erneut eine Invasion zu versuchen.

Creek (Muskogee):

Zu den Stämmen der Sprachfamilie Muskogee, der zweiten großen Sprachfamilie des Südostens, gehören die Creek. Hauptsächlich waren die Creek in den heutigen Staaten Georgia und Alabama beheimatet. Die Creek teilten sich in zahlreiche Stämme auf, wie dich Chickasaw, Choctaw, Alabama und Muskogeee. All diese Stämme bildeten 1716 den mächtigen Creek-Bund. Die Creek teilten sich in einem “Roten-Clan” und “Weißen-Clan” auf. Die Krieger und der Kriegshäuptling stellten den “Roten-Clan”, während der Friedenshäuptling “Miko” (auch Frauen) stellte. Der Friedenshäuptling konnte auch politische Entscheidungen fällen, dennoch besaß er keinerlei Befehlsgewalt. Heute leben die Creek vor allem in Florida, Alabama und Oklahoma.


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