St. Kilda

“Stacks” heißen die für St. Kilda typischen Felsformationen. Der Archipel ist ein beliebtes Refugium für Papageintaucher. Vereinzelt trifft man noch auf die Reste menschlicher Behausung. Großbritanniens einsamster und abgelegenster Archipel, etwa 174 Kilometer vor der Westküste Schottlands gelegen, ist ein paradiesischer Nistplatz mit der größten Tölpelpopulation der Erde. Der Archipel vulkanischen Ursprungs blieb während der letzten Eiszeit von Vergletscherung verschont und bewahrte so eine eigentümliche Landschaft. Die Inselgruppe “am Ende der Welt” umfasst Dun, Soay, Boreray und die Insel Hirta, deren Bewohner 1930 umgesiedelt wurden. Die Insel sind seitdem nicht mehr bewohnt und die Natur ist sich selbst überlassen. Beeindruckende Steilfelsen bieten optimale Nistplätze für seltene Vogelarten. Riesige Tölpelbestände fanden hier ein Refugium. Für den Basstölpel ist die Inselgruppe der weltweit wichtigste Brutplatz. Die Inseln waren trotz ihrer rauen klimatischen Bedingungen schon vor 2000 Jahren besiedelt. Die auffallendsten Gebäude der Inseln sind die sogenannten Cleits: Auf Hirta wurden 1260 gezählt, auf den weiteren Inseln mehr als 170. Es handelt sich um kleine Bauten aus Trockenmaueren, die mit einer rasenbedeckten Platte überdacht waren. Manchmal gehen einzelne Gebäude ineinander über. Die Lage der Tür variiert. Die Steinhütten dienten vorwiegend als Lagerräume, da die ungemörtelten Wände eine stetige Luftzirkulation garantieren. Darin wurden vor allem Vogeleier, Federn, Torf und Grassoden aufbewahrt. Der Nationalpark wurde 1986 zum UNESCO Welterbe ernannt und 2004 und 2005 erweitert.