Extremadura

Die Extremadura stellt mit Kastilien die geographische und historische Kernlandschaft Spaniens dar. Die autonome Gemeinschaft umfasst die Provinzen Cáceres und Badajoz.


Lage und Landschaft:

Durch Extremadura fließt im Norden der Tajo und im Süden der Guadiana.

Norden:

Der äußerste Norden der Region ist bergig. Die westlichen Ausläufer des Zentralsystems der Iberischen Halbinsel bilden mehrere Gebirgszüge und Täler, die an die kastilische Sierra de Gredos anschließen. Höchster Berg ist der Torreón (2400 m, früher oft mit dem Calvitero verwechselt) an der Grenze zur Provinz Salamanca. Diese Gebiete sind wasserreich und fruchtbar; bekannt sind die Kirschen aus dem Valle del Jerte oder Paprika aus der Region La Vera.

Zentrum und Süden:

Südlich des Flusses Tajo beginnt trockeneres Land mit weiten Ebenen, das bekannt ist für Weinbau (D.O. Ribera del Guadiana), aber vor allem für seine Steineichenhaine (spanischdehesas), in denen das schwarze Iberische Schwein (cerdo ibérico) gehalten wird, das sich hauptsächlich von Eicheln ernährt. Die besondere Rasse und Ernährung – beide unterliegen strengen Regelungen zum Schutz der Produktbezeichnung „ibérico“ – geben dem berühmten Jamón Ibérico (luftgetrockneter Schinken) seinen besonderen Geschmack und seine hohe Qualität.


Natur:

Fauna:

Außerdem leben hier noch viele seltene, vom Aussterben bedrohte Tiere wie z. B. derPardelluchs, die Großtrappe, ein großer Bodenvogel, der dort auch das Wappentier darstellt, sowie der Kranich, der Schwarzstorch und auch der Wolf.

Flora:

In der Region südlich der Río’s Tajo und Ebro findet man neben Steineichen auchKorkeichen, deren Rinde in der portugiesischen Provinz Alentejo hauptsächlich zu Korken für die Weinindustrie verarbeitet wird.


Kulturelle Zentren:

Plasencia:

Ein altes Städtchen in traumhafter Lage. Rund um den Altstadthügel fließt der Rio Jerte. Eine Bergstraße führt von hier zum abgelegenen Kloster Yuste, wo Kaiser Karl V. nach der Abdankung (1566) lebte.

Cáceres:

Zauberhaftes mittelalterliches Altstadtensemble (UNESCO-Weltkrulturerbe).

Guadalupe:

Ein festungsähnliches Kloster in der gleichnamigen Sierra, königliche Gründung von 1341 und Denkmal der Reconquista mit Kreuzgang im Mudéjarstil und berühmten Mönchsbildnissen.

Trujillo:

Mittelalterliches Städtchen, das auf einem hohen Felsen erbaut wurde, der monolithisch aus der Ebene der Estremadura ragt.

Besonders sehenswert:

  • flämischer Flügelaltar in der Kirche Santa Maria la Mayor
  • Hauptplatz
  • Denkmal für den berühmtesten Sohn der Stadt: Francisco Pizarro, Erobere Mexikos, einer von vielen Extremeños, die ihre alte Heimat verließen um in der Fremde glücklich zu werden

Mérida:

Alte Brückenstadt am Rio Guadiana mit hervorragend erhaltenen römischen Baudenkmälern

Besonders sehenswert:

  • halbrundes Teatro Romano (2. Jahrhundert)
  • Mosaikböden der Villa Casa del Anfiteatro
  • Museo de Arte Romano mit antiken Kunstwerken und Alltagsgegenständen

Zafra:

Hübsches Städtchen in der südlichen Estremadura, wird auch „Klein-Sevilla“ genannt.


Naturlandschaften und -monumente:

Parque Nacional de Monfragüe:

Unwegsame Weide- und Berglandschaft in der nördlichen Estremadura. Heimat von Wildkatzen, Iberischen Hirschen und seltenen Vögeln. Von Villareal de San Carlos aus markierte Wanderwege. Der Nationalpark gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe.

Ebene von Estremadura:

Die trockene weite Ebene der Estremadura gehört zu den heißesten Regionen Spaniens


Klima:

Die Extremadura wird geprägt durch ein mediterranes Klima. Nur im Norden herrschen in der Bergregion kontinentale Wetterbedingungen, die eine klimatische Teilung der Region bewirken. Der Boden im Norden ist wasserreich und fruchtbar. In der Region südlich des Tajo ist er trocken, was großflächige Areale mit fast unberührter Natur entstehen ließ.

Ein derartiges Klima wird von milden, regenreichen Wintern und trockenen Sommern geprägt. Die Jahresdurchschnittstemperatur der Extremadura liegt bei 16–17 °C. Im Norden wird ein Jahres-Temperaturdurchschnitt von 13 °C erreicht, im Süden hingegen beträgt er 18 °C.

Der Niederschlag in der Region liegt zwischen 450 und 500  /m² im Jahr. Der Sommer bringt durchschnittliche Temperaturen um 26 °C mit sich, die bis auf 46 °C ansteigen können.

Klimatabellen:

Cáceres:

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
12°C14°C18°C20°C24°C30°C34°C34°C29°C23°C16°C13°C
5°C5°C7°C9°C12°C16°C19°C19°C16°C13°C8°C5°C

Trujillo:

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
11°C12°C16°C19°C23°C29°C33°C33°C28°C21°C15°C11°C
3°C3°C6°C8°C10°C15°C18°C17°C15°C10°C6°C3°C

Zafra:

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
15°C17°C20°C24°C27°C32°C36°C36°C32°C26°C20°C16°C
6°C7°C9°C11°C13°C17°C20°C20°C18°C14°C10°C7°C

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Amphitheater von Merida

Frühling in der Extremadura

Frühling in der Extremadura