Loiretal

In Orléans beginnt die klassische Reiseroute durch das Tal der Loire mit seinen einzigartigen Baudenkmälern. Nicht umsonst wurde der Abschnitt von Frankreichs längstem Fluss zwischen Sully-sur-Loire (östlich von Orléans) und Chalonnes mit seinen zahlreichen Schlössern und Abteien zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.


Inhaltsverzeichnis:

  1. Kulturlandschaften 
  2. Kulturelle Zentren 
    1. Bourges
    2. Saint-Benoît-sur-Loire
    3. Orléans
    4. Château de Chambord
    5. Château Blois
    6. Château de Cheverny
    7. Château de Chaumont
    8. Amboise
    9. Château de Chenonceaux
    10. Loches
    11. Château de Villandry
    12. Azay-le-Rideau
    13. Chinon
    14. Fontevraud
    15. Saumur
    16. Château de Brissac
    17. Angers
    18. Nantes
  3. Naturlandschaften und -monumente
    1. Côte de Jade und Côte de Lumiére
    2. Île de Noirmoutier
    3. Île d’Yeu
    4. Lac de Grand-Lieu
  4. Klima
    1. Angers
    2. Nantes
    3. Tours

Kulturlandschaften:

Mit seinen über 300 Burgen und Schlössern gehört das Loiretal zu den bedeutendsten Kulturlandschaften Europas. Entlang dem natürlich belassenen Flussbett lässt sich die Entwicklung der französischen Baukunst gut nachvollziehen. Renaissanceschlösser und historische Städte, kostbare Kirchen und bedeutende Weinbaugebiete reihen sich zu beiden Seiten von Frankreichs längstem Fluss. Im Osten des fruchtbaren Orléanais liegen Orléans und die romanischen Kleinode Germigny-des-Prés und Saint-Benoît. Um die Königstadt Blois erstreckt sich das Blésois mit den Schlössern Chaumont, Cheverny und Chambord. Die Parklandschaft Touraine beheimatet das Schloss Chenonceau und das schmucke Wasserschloss Azay-le-Rideau am Indre. Neben Ambosse, Residenzstadt König Franz‘ I., finden sich in der Region um Tours die malerischen mittelalterlichen Städte Loches und Chinon. Im Anjou stößt man in Richtung Saumur auf zahlreiche Höhlenwohnungen, und hinter Angers öffnet sich das Tal zum bereits bretonischen Nantes.

Kulturelle Zentren:

Bourges:

Vitale Stadt mit großer Vergangenheit, die im alten Kern noch deutlich sichtbar ist. Glanzpunkt ist die Kathedrale St. Etienne mit der grandiosen Westfassade und den Glasfenstern (UNESCO-Weltkulturerbe)

Saint-Benoît-sur-Loire:

Eines der ältesten Klöster Europas (7. Jahrhundert) und Begräbnisstätte des hl. Benedikts von Nursia mit hervorragenden Zeugnissen frühromanischer Baukunst.

Orléans:

Die Stadt der Jeanne d’Arc: ihr Reiterstandbild auf der zentralen Place du Martroi und ihr Gemälde im Musée des Beaux-Arts. Die Kathedrale wurde die Dame heiliggesprochen.

Château de Chambord:

Das berühmteste der Loireschlösser ist ein Prachtbau aus dem frühen in überwältigenden Dimensionen. Besonderer Attraktionen sind die aus zwei gegenläufigen Spiralen konstruierte Treppe und die Dachtrasse, die mit Türmen und Pavillons wie eine Miniaturstadt gestaltet ist.

Château Blois:

An der Schwelle von Gotik zu Renaissance entstanden und besitzt eine auffallende Fassade.

Château de Cheverny:

Symmetrisch strenge Architektur ganz aus blendend weißem Stein.

Château de Chaumont:

Vieltürmige Schlossanlage aus dem 15./16. Jahrhundert.

Amboise:

Eines der schönsten Schlösser an der Loire. Von dem einst viermal so großen Bauwerk sind dein gotischer und eine Renaissancetrakt erhalten.

Château de Chenonceaux:

Zauberhaftes Renaissanceschloss, das wie eine Brücke über dem Cher liegt.

Loches:

Ungewöhnlich gut erhaltenes mittelalterliches Städtchen mit Befestigung und Schloss.

Château de Villandry:

Renaissanceschloss mit besonders sehenswerten Gartenanlagen, originell vor allem die geometrisch angelegten Gemüsegärten.

Azay-le-Rideau:

Wasserschloss von 1527 am Indre in perfekter Proportion.

Chinon:

Altes Städtchen in besonders hübscher Lage an der Vienne mit trutziger Festung.

Fontevraud:

Um 1100 gegründete Abtei, die höchst ungewöhnlich, von Mönchen und Nonnen gemeinsam bewohnt war. In der weitläufigen Anlage besonders sehenswert ist der romanische Küchenbau und die in der Kirche, aus dem 12. Jahrhundert, gelegenen Gräber der Eleonore von Aquatinten, König Heinrich II. und beider Sohn Richard Löwenherz sowie von Isabelle Angouleme.

Saumur:

Sehenswerte Altstadt, dominiert von idealtypischer Burg die als Motiv aus dem berühmten „Stundenbuch des Herzogs von Berry“ bekannt ist.

Château de Brissac:

Stilvoller Adelssitz im Anjou mit kostbarer Innenausstattung und Theatersaal.

Angers:

Die alte Hauptstadt des Anjou mit malerischer Altstadt und frühgotischer Kathedrale. Besonders sehenswert ist das Château du Roi René, eine mächtige Festung aus dem 13. Jahrhundert. Innerhalb des Schlossareals ist einem extra errichteten Gebäude der älteste Bildteppichzyklus Frankreichs ausgestellt: die Teinture de L’apocalypse (um 1380) vom damals bekanntesten Teppichwirken Nicolas Bataille mit insgesamt 84 gestickten Szenen der Johannesapokalypse.

Nantes:

Nantes ist ein bretonische Hafenstadt. Besonders sehenswert ist das Château Ducal aus dem 15. Jahrhundert, von außen wuchtige Wehranlage, innen noble Residenz. Das Musée des Beaux-Arts besitzt eine bedeutende Kunstsammlungen mit Schwerpunkt Spätmittelalter. Die Passage Pommeraye ist eine prachtvolle Einkaufspassage aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die gotische Kathedrale St.-Pierre-et-St.-Paul ist eine weiter Sehenswürdigkeit der Stadt.


Naturlandschaften und -monumente:

Côte de Jade und Côte de Lumiére:

Als Badestände beliebte Atlantikküsten südlich der Loiremündung mit grobkörnige Sand, Dünen, Pininenwäldern und Felsbuchten. Im Hinterland gibt es Sümpfe und Moore.

Île de Noirmoutier:

Insel im Mündungsgebiet der Loire mit mediterraner Atmosphäre und viel besuchten Salzgärten (Verdunstungsbecken zur Meersalzgewinnung), diese sind bei Ebbe mit dem Auto zu erreichen.

Île d’Yeu:

Inselchen mit zerklüfteten Felsküsten sowie Fünenstränden, für Entdeckungstouren mit dem Fahrrad bestens geeignet (Fahrradverleih), per Autofähre von Fromentine aus erreichbar.

Lac de Grand-Lieu:

Südlich von Nantes, der größte Süßwassersee Frankreichs, ein Schutzgebiet für Stelzvögel und Fische, dieser ist nur zu Fuß und mit dem Fahrrad zu erreichen.


Klima:

Das Klima im Tal der Loire ist atlantisch geprägt und mild. Die Winter sind kalt, aber nicht zu kalt und die Sommer warm, können aber auch heiß werden.

Angers:

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
9°C10°C13°C16°C20°C24°C26°C26°C22°C17°C12°C8°C
3°C3°C4°C6°C10°C13°C15°C15°C12°C10°C6°C3°C

Nantes:

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
8°C8°C11°C14°C18°C21°C24°C23°C20°C16°C11°C8°C
2°C2°C4°C6°C9°C12°C14°C14°C11°C8°C5°C3°C

Tours:

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
9°C10°C13°C16°C20°C24°C26°C26°C22°C17°C12°C8°C
3°C3°C4°C6°C10°C13°C15°C15°C12°C10°C6°C3°C

Die Loire bei Blois

Die Loire bei Blois

Obere Loire

Obere Loire

Château de Chambord

Château de Chambord

Nantes und Kathedrale

Nantes und Kathedrale

Angers

Angers