Fraßhausen und Umgebung

Fraßhausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Dietramszell im oberbayerischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Das Dorf liegt im Bayerischen Oberland und gehört zum Alpenvorland.


Inhaltsverzeichnis:

  1. Geographie 
    1. Umliegende Landschaften
    2. Klima
      1. Klimatabellen
  2. Geschichte 
  3. Sehenswürdigkeiten 
    1. Ort
    2. Kögel
    3. Denkmalgeschütze Häuser
  4. Gewässer 
    1. Weiher am Pitzenberg
    2. Thanninger Weiher
    3. Moosbach
    4. Kleines Moor südlich des Pitzenberges
  5. Erhebungen 
    1. Pitzenberg
    2. Bill
    3. Der “Vien”
    4. Der “Binklberg”
    5. Kleines Tal von Fraßhausen
  6. Naturdenkmäler 
    1. Lindenbaum vom Bühlweg
    2. Esche vom Liebl
    3. Keiner auf dem Vien
  7. Geologische Formationen 
    1. Hügelhang am östlichen Waldrand
    2. Reichertshauserer Tal
    3. Glaziale Hügellandschaft
  8. Wirtschaftlicher Landschaftsraum 
    1. Bayerischer Mischwald
    2. Kiesgruben
    3. Wiesen
    4. Getreidefelder
  9. Aussichtspunkte 
    1. “Bangge”
    2. Neuere Aussichtsbank
    3. Der “Vien”
  10. Sehenswerte Orte in der Umgebung 
    1. Bad Tölz
    2. Dietramszell
    3. Geretsried
    4. Holzkirchen
    5. Kloster Benediktbeuern
    6. Kloster Beuerberg
    7. Königsdorf
    8. Linden
    9. Sachsenkam
    10. Wolfratshausen
  11. Natur und Erholung 
    1. Wälder und Auen
    2. Badeseen
    3. Seen
    4. Moore und Feuchtgebiete
    5. Erhebungen
    6. Geologische Formationen

Blick Richtung Norden mit Dorfkapelle

 


Geographie:

Der Ort liegt in den voralpenländischen Moränenhügellandschaften der letzten Eiszeit. Fraßhausen liegt 700 m ü. NN.

Umliegende Landschaften:

In unmittelbarer Nähe befindet sich eine deutliche Erhebung von den umliegenden Hügeln, im Umkreis von 5 km, der Pitzenberg. Am Fuße des Berges befindet sich ein kleiner Weiher, der im Volksmund als “Bitz’n Lak” bekannt ist. Der Ort ist umgeben von forstwirtschaftlich genutzten Mischwald. Im Westen durchbricht das Reichertshauserer Tal die Moränenlandschaft. In dieser Tallandschaft entspringt der Moosbach, dieser wird im Tal aufgestaut und bildet die Thanninger Weiher.


Das Alpenvorland ist bekannt für seine heftigen und häufigen Gewittern. Auch in Fraßhausen kommt es im Sommer häufig zu Gewittern, die teils sehr kräftig ausfallen.

Klima:

Die Gemeinde Dietramszell liegt im Übergangsbereich vom osteuropäischen Kontinentalklima zum westeuropäischen Atlantikklima. Das Klima wird auch durch den kontinentalen Einfluss des Bayerischen Oberlandes beeinflusst.

Eigene Beobachtungen:

Folgenden Angaben beruhen auf Beobachtungen sind wissenschaftlich nicht nachgewiesen.

Die umliegenden Waldlandschaft kann Grund für ein verringertes Nebelaufkommen sein, da es in den umliegenden Dörfern (z.B. Linden und Baiernrain) deutlich häufiger zu Nebelbildung kommt. Ein weiterer Grund für die häufigere Nebelbildung der Nachbardörfer könnte auch die geographische Lage sein, da diese sich meist am Übergang von den Hügeln zur Schotterebene befinden. Der Schneefall in Fraßhausen ist um einiges höher, als in den Orten die niedriger liegen, dies lässt sich auf die höhere Höhenlage zurückführen. Im Winter kommt es in den Nachbardörfern Baiernrain, Steingau, Lochen und Linden zu Inversionslagen. Diese Wetterlage wird vermutlich durch die umliegenden Hügelkränze verstärkt und begünstigt. So kann es vorkommen, dass die Temperaturen in Steingau deutlich niedriger sind, als in Fraßhausen. Ein weiters häufig beobachtetes Phänomen ist, dass die kräftigen Gewitter, die von Westen herziehen, in den westlich gelegenen Nachbarorten noch deutlich kräftiger sind, als in Fraßhausen. Der Grund für die Auflösung oder Abschwächung ist nicht erklärt, begründet und erforscht.

Jan.
Feb.
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Dez.
3°C4°C9°C14°C18°C22°C24°C23°C18°C14°C9°C5°C
-5°C-3°C-1°C3°C7°C11°C12°C11°C10°C4°C1°C-3°C

Geschichte:

Im 13. Jahrhundert soll es in den westlichen Wäldern von Fraßhausen, genauer gesagt hinter dem Kögel-Hof eine Raubritterburg gegeben haben. Laut der Chronik ist klar, dass es dort einen Sitz einer Adelsfamilie geben hat.

St. Maria-Kapelle im Ort

St. Maria-Kapelle im Ort

Sehenswürdigkeiten:

Im Ort:

  • Ortskapelle; moderner Bau mit historischer Ausstattung, im Altarraum Lourdesmadonna

Kögel:

  • Hofkapelle St. Ulrich, seltener kleiner Bau der Spätgotik mit Ausstattung, die Altarfiguren sind aus dem 15. Jahrhundert
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Hofkapelle St. Ulrich

Denkmalgeschütze Häuser:

  • Hof “Obermoar”, der Wohnteil des Bauernhauses aus 1680, das Dach später
  • Hof “Wiesschuster”, Einzelhof aus der ersten Hälfte des 18. Jh.
  • Bauernhaus “Liebl”, aus dem 16. Jh. und wurde ende des 18. Jh. erneuert
  • Bauernhaus “Röpfl”, Wohnteil eines Bauernhauses aus der zweiten Hälfte des 18. Jh.

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Gewässer:

Weiher am Pitzenberg:

Im Volksmund wird der winzige versumpfte Weiher “Bitz’n Lak” gennant. Vor einigen Jahren war das Gewässer noch reines Moorwasser, worauf man im Winter Schlittschuh laufen konnten, aber durch die natürliche Zersetzung der herabfallenden Baumblätter versumpfte der Weiher immer mehr. Heute ist es eine Sumpflache mit starken Algenwuchs und wird von Laubfröschen und weitern Froscharten bewohnt. In den Gewässern tummeln sich Eglarten. Der See wurde vor Jahrzehnten geschafften. Einst war er ein Badesee und heute ist es eine Sumpflandschaft.

Thanninger Weiher:

Im Reichertshauserer Tal liegen drei Seen, diese nennen sich Thanninger Weiher.

Die Thanninger Weiher liegen in der Nähe von Thanning (Egling), Fraßhausen (Dietramszell) und Feldkirchen (Egling). Den Zu- und Abfluss bildet der Moosbach, dieser entspringt in den sumpfigen Wiesen beim den Weihern. Die Weiher liegen im Schnitt 646-647 m ü. NN. Die Weiher haben eine maximale Tiefe von 3 m, wobei die zweigrößten am flachsten sind. Der Weiher, der zum Baden geduldet wird, stellt den tiefsten Weiher dar. Die mittlere Tiefe beträgt 2 m.

Thanninger Weiher

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Moosbach:

Der Moosbach entspringt in den Sumpfwiesen der Weiher im Reichertshauserer Tal. Der Bach mündet bei Ascholding in die Isar.

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Quellgebiet des Moosbaches

Moosbach bei den Weihern

Moosbach bei den Weihern

Kleines Moor südlich des Pitzenberges:

Den unteren Weg weiterfolgend, am Fuße des Pitzenberges, auf eine Lichtung zeigt auf der linken Seite ein kleines Feuchtgebiet. Bei Regen steht die ganze Wiese unter Wasser. In dem Biotop leben Frösche.

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Erhebungen:

Pitzenberg:

Der Pitzenberg ist die höchste Erhebung in der Umgebung von Fraßhausen. Die Erhöhung ist ein hoher Moränenhügel. Der Bietzenberg ist 783 m hoch.

Pitzenberg

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Bill:

Der Hang eines glazialen Moränenhügels nennt man im Volksmund “Bill”. Er erstreckt sich direkt hinter dem Bühlweg in Richtung Wald. Auf dem Bill steht seit kurzer Zeit eine Aussichtsbank. Von dort hat man einen Blick auf Fraßhausen und die umliegenden Felder und Wälder.

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Der “Vien”:

Ein flacherer Hang erhebt sich im Westen von Fraßhausen. Er bildet einen kleinen Höhenrücken zwischen zwei Feldern. Der Hang ist bewaldet.

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Der “Vien”

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Der hinterste Wald stellt den kleinen Hang dar

Der “Binklberg”:

Bei den Dorfbewohnern ein beliebter Schlittenberg. Der Name ist Programm, da der Hügel mit riesigen Erdbeulen übersät ist, aufgrund der Kühe, die im Sommer auf dem Hang weiden.

Die letzte Erhebung stellt den Binklberg da, nach Westen hin fällt er ab

Die letzte Erhebung stellt den Binklberg da, nach Westen hin fällt er ab

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Abfallender Hang

Kleines Tal von Fraßhausen:

Zwei Moränenhügel bilden ein kleines bzw. minimales Tal. Zwischen den Hügeln wird Mais angebaut.

Kleines Tal von Fraßhausen


Naturdenkmäler:

Lindenbaum vom Bühlweg:

Der 35 m hohe Lindenbaum gehört zu den größten Bäumen im Ortsumkreis. Der Stamm hat einen Umfang von knapp 7 m. Der Baum steht unter Naturschutz der Gemeinde. Der Baum ist knapp 100 Jahre alt.

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Esche vom Liebl:

Ein weitere Baum der eine stattliche Höhe von 40 m hat. Es ist eine Eberesche, diese ist bis zur Krone mit Efeu bewachsen.

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Kiefer auf dem Vien:

Auf dem Hügelrücken liegt eine markante Kiefer, diese ist die einzige Kiefer in der weiten Umgebung. Sie hat eine besondere Form und sieht vom weiten wie ein Urwaldbaum aus.

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Geologische Formationen:

Hügelhang am östlichen Waldrand:

Am östlichen Waldrand, genauer gesagt der nördliche Abhang des “Bill’s” ist eine glaziale Formation. Richtung Norden fällt der Hügel sehr steil ab. Der Abhang hat eine Höhe von 6 m.

Man erkennt den Beginn des Abhanges (erster abfallender Hügel)

Man erkennt den Beginn des Abhanges (erster abfallender Hügel)

Reichertshauserer Tal:

Das Reichertshauserer Tal ist ein etwa acht Kilometer langer, überwiegend bewaldeter Geländeeinschnitt im bayerischen Voralpenland zwischen Föggenbeuern bei Dietramszell und Egling, dessen Namen im Laufe der Zeit offenbar in Vergessenheit geriet.

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Bewaldete Abfallkante des Tales

Glaziale Hügellandschaft:

Die Hügellandschaft um Fraßhausen wurden von den Gletscher der letzten Eiszeit gebildet. Die Hügel bestehen aus Moränengestein.

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Wirtschaftlicher Landschaftsraum:

Bayerischer Mischwald:

Der Wald ist umgeben vom typischen Mischwald, der in Bayern bzw. Oberbayern sehr häufig auftritt. Die Holzvegetation besteht zu mehr als die Hälfte aus Nadelbäumen, wie Tannen, Fichten, sowie vereinzelt Kiefern und Lächern. Die am stärksten vorhandenen Laubbäumen sind Buchen. Zwischen durch wachsen einige Eichen, Eschen und Birken. Die Forstwirtschaft ist stark vertreten. Die Bodenvegetation wird von der Tollkirsche, Springkräutern, Nesselartige und teilweise Orchideenartige Gewächse stark vertreten. Im Wald leben Rehe, Eichhörnchen und weitere Tierarten die im Mischwald von Süddeutschland vorkommen. Vereinzelt wurden auch Wildschweine gesichtet.

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Kiesgruben:

In der Umgebung gibt es drei Kiesgruben. Die erste liegt am Pitzenberg und die zweite liegt am Hang zum Reichertshauserer Tal. Die dritte liegt im Wald zwischen dem Kögl und Thanning.

verschneite Kiesgrube am Pitzenberg

verschneite Kiesgrube am Pitzenberg

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Kiesgrube beim Reichertshauserer Tal

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Die dritte Kiesgrube

Wiesen:

Auf den Wiesen weiden Rinder. Die Felder werden auch landwirtschaftlich genutzt, diese werden im Sommer zum Heu verarbeitet, um als Winterfutter für die Rinder verwendet zu werden.

Graswiesen von Fraßhausen

Heuwiesen von Fraßhausen

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Getreidefelder:

In den Feldern wird meist nur Futtermais angebaut für die Landwirtschaft.


Aussichtspunkte:

“Bangge”:

Bei den Einheimisch heisst die erste Bank am Waldrand, “Bangg” zu deutsch “Bank”. Von dort hat man einen Blick auf Fraßhausen, den Wälder des Reichertshauserer Tal und auf den Wiesen. Im Sommer versperrt allerdings ein Maisfeld die Sicht. Die Bank steht unter einen dicken Eichenbaum. Besonders bei Sonnenuntergang ist die Bank ein schöner Entspannungsort.

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Neuere Aussichtsbank:

Die andere Aussichtsbank ist gerade mal paar Wochen alt. Sie wurde aus dem Stamm eines alten Maibaums gebaut. Von dort hat man einen direkte Blick auf Fraßhausen und die Felder Richtung Waldrand. Man erkennt die Hauptstraße und überblickt den nördlichen Teil von Fraßhausen.

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Man erkennt den Beginn des Abhanges (erster abfallender Hügel)

Man erkennt den Beginn des Abhanges (erster abfallender Hügel)

Der “Vien”:

Vom höchsten Punkt des Hügelrückens hat man einen schönen Blick auf die Felder des Kögels, auf das Reichertshauserer Tal und auf die Berge. Die Erhebung ist die einzige Stelle von Fraßhausen, wo man die Bayerischen Alpen erblick kann.


Sehenswerte Orte in der Umgebung:

Bad Tölz (20 km):

Kreisstadt und kulturelles Zentrum des Landkreises. Hier wurde der “Bulle von Tölz” gedreht. Der Ortskern weist eine schöne Altstadt aus mit wunderbaren barocken Kirchen. Der Kalvarienberg gehört zu den schönsten Wallfahrtsorten und gönnt den Besuchern einen wunderbaren Blick auf Bad Tölz, die Isar und in die Alpen. Im Kurhaus finden einige Veranstaltungen statt. Die Stadt hat eine Bahnanbindung. Bad Tölz ist das Tor zum Karwendel. An der Isar kann man großartig flanieren und den Abend ausklingen lassen. Die Marktsraße ist eine Augenweide für Kunstliebhaber.

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Dietramszell (8 km):

Dietramszell weist eines der schönsten Klostergebäuden in Oberland auf. Ebenso befinden sich zwei weitere Kirchengebäude außerhalb des Ortes. Die Wallfahrtskapelle St. Leonhard und die Kreuzbichlkirche.

Das Kloster Dietramszell ist ein ehemaliges Kloster der Augustiner-Chorherren und heutiges Kloster der Salesianerinnen in Dietramszell in Bayern in der Erzdiözese München und Freising. Das Maria und dem hl. Martin geweihte Kloster wurde vermutlich vor 1098 durch Udalschalk, Abt des Benediktinerklosters Tegernsee, gegründet. Eine Bestätigung durch Papst Paschalis II. erfolgte mit Datum vom 7. April 1107. Das Kloster wurde 1803 im Zuge der Säkularisation aufgelöst. Die Hälfte des Klosters kam in Privatbesitz der Familie Schilcher, die andere Hälfte wurde Zentralkloster der Münchner Klarissen. 1831 bezogen Salesianerinnen aus Indersdorf diesen Teil der Gebäude, 1858 kam die gesamte Anlage in den Besitz der Salesianerinnen.

Die katholische Friedhofskirche auf dem Kreuzbichl ist ein barocker Steinbau. Die Wallfahrtskirche St. Leonhard ist ebenfalls ein barocker Bau. eine weiter Wallfahrtskirche ist die Maria Elend mitten im Zeller Wald.

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Geretsried (16 km):

Die jüngste Stadt im Landkreis, wurde weit nach dem 2. Weltkrieg erst zur Stadt.

  • Nikolauskapelle
  • Pfad der Geschichte
  • Isarauen
  • Museen

Geretsried ist ein modernes Zentrum. In den umliegenden Wäldern befinden sich noch Bunkeranlagen. Die Stadt hat eine sehr interessante Geschichte, diese lernt man auf dem “Pfad der Geschichte” kennen.

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Holzkirchen (15 km):

Holzkirchen ist ein Markt im oberbayerischenLandkreis Miesbach. Holzkirchen ist die bevölkerungsreichste und wirtschaftlich stärkste Kommune des Landkreises. Die Gemeinde liegt ca. 30 km südlich der Landeshauptstadt München und jeweils ca. 20 km nördlich des Tegernsees sowie der Kurstadt Bad Tölz. Im Pfarrverband Holzkirchen (Holzkirchen – Föching – Hartpenning) befinden sich 4 Kirchen:

  • St. Laurentius (Holzkirchen, Marktplatz)
  • St. Josef (Holzkirchen, St.-Josef-Straße / erbaut 1962) musste wegen statischer Mängel der Dachkonstruktion im November 2011 geschlossen werden. Die Kirche wurde am 24. Juni 2012 profaniert und im Spätsommer 2014 abgerissen (der separat stehende Glockenturm bleibt erhalten). Für den Nachfolgebau (Holzbauwerk) mit 400 Sitzplätzen wurde ein Architektenwettbewerb durchgeführt. Der Baubeginn erfolgte im Oktober 2015, die Fertigstellung ist für Ende 2017 geplant. Grundsteinlegung war am 18. März 2016. Die Kosten für den Neubau belaufen sich auf 10,63 Millionen Euro. Die Einweihung durch Kardinal Reinhard Marx ist für 18. März 2018 geplant.
  • St. Johann Baptist (Föching)
  • Mariä Heimsuchung (Hartpenning)

Kloster Benediktbeuern (36 km):

Das Kloster Benediktbeuern ist eine ehemalige Abtei der Benediktiner und heute eine Niederlassung der Salesianer Don Boscos in Benediktbeuern in Bayern in der Diözese Augsburg unweit des Kochelsees. Hauptsehenswürdigkeit ist die um 739/740 gegründete ehemalige Benediktinerabtei. Die heutige barocke Form der Klosteranlage stammt aus den Jahren 1669 bis 1679. Der Bibliothekskomplex stammt aus dem Jahr 1722. Im Barocksaal des Klosters, der heute auch als Konzertsaal genutzt wird, befinden sich Deckengemäldevon Stephan Kessler. 1803 wurde das Kloster Benediktbeuern säkularisiert.

Kloster Beuerberg (26 km):

Das Kloster Beuerberg ist ein ehemaliges Kloster der Augustiner-Chorherren und heutiges Kloster der Salesianerinnen in der Ortschaft Beuerberg, einem Gemeindeteil von Eurasburg im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen in der Erzdiözese München und Freising. Das St. Peter und Paul geweihte Kloster wurde 1121 durch die Brüder Otto, Eberhard und Conrad, Grafen von Iringsburg (Eurasburg), gegründet. Am 30. März dieses Jahres erhielt es die entsprechende päpstliche Bestätigungsbulle. Als das Kloster in drückende Schulden geraten war, wurden nach einer vom Herzog angeordneten Propstwahl am 23. November 1557 die Verantwortlichen an andere Orte versetzt. Das Kloster besaß bis vor dem Dreißigjährigen Krieg eine dreischiffige Basilika. Beim Versuch einer Umgestaltung stürzte am 13. November 1628 das ganze Gebäude mit Ausnahme des Hochaltars zusammen. Nach dem Vorbild der Michaelskirche in München wurde die Kirche dann von 1630 bis 1635 durch Baumeister Isaak Bader neu erbaut. Die oberen Teile des Turmes errichtete man nach 1659. 1729 folgte der Umbau der Klostergebäude. Das Kloster wurde 1803 im Zuge der Säkularisation aufgelöst. 539 Bücher und Handschriften kamen in die Bayerische Staatsbibliothek, 439 Bücher in die Universitätsbibliothek. Die Klosterkirche wurde Pfarrkirche.

Königsdorf (21 km):

Die erste urkundliche Erwähnung stammt von 778. Im 14. Jahrhundert, nach Aussterben der “Nobiles de Chumizdorf”, übernahm das Geschlecht der Höhenkircher die offene Hofmark Königsdorf und verkaufte diese während des Dreißigjährigen Krieges an das Kloster Benediktbeuern. In den Bairischen Landtafeln des Philipp Apian von 1568 wird der Ort noch als “Kumbsdorf” bezeichnet. Am 16. Dezember 1705 fand im Wirtshaus „Post“ in Königsdorf ein Treffen von je drei Wirten aus München und Tölz statt. Christian Probst berichtet über das von Johann Jäger organisierte Gespräch in dem die Befreiung Münchens geplant wurde. Diese schlug fehl und ging als „Sendlinger Mordweihnacht“ in die Geschichte ein. Sehenswert ist die Pfarrkirche St. Laurentius.

Linden (4 km):

Das Kirchdorf weist eine einzigartige Kirche auf. Der Turm ist noch aus der Römerzeit und die Fresken im Eingangsbereich wurden um 1400 erstellt.

Sie zeigen an der Westwand die Anbetung der heiligen Drei Könige, in der Laibung die klugen und törichten Jungfrauen, an der Nordwand den Marientod, im Osten Mariä Verkündigung, in der Laibung des Fensters im Osten die hl. Barbara und Katharina, an der Südwand die Anbetung Jesu und die Darstellung im Tempel, darüber die Verkündigung an die Hirten, weiter das Schweißtuch der Veronika. Das Gewölbe zeigt die vier Evangelisten mit ihren Symbolen.

Sachsenkam (21 km):

Das weithin sichtbar auf einer Hügelkuppe gelegene Kloster Reutberg mit Kirche, Brauerei und dem dazugehörenden Bräustüberl mit Biergarten ist einer der bekanntesten Attraktionen im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Das Franziskanerinnenkloster Reutberg ist ein Kloster der Terziarinnen der Franziskaner in Sachsenkam in Bayern in der Diözese München und Freising. Aufgrund seiner idyllischen Lage über dem Kirchsee und eines schönen Biergartens mit Bergblick ist es ein beliebtes Ausflugsziel. Das Klostergebäude und das Kirchengebäude sind als Baudenkmal in die Bayerische Denkmalliste eingetragen.

Kirchsee mit Kloster Reutberg und den Bayerischen Voralpen

Wolfratshausen (16 km):

Die zweite Kreisstadt und ein industrielles Zentrum. Sehenswert ist der Markt. Auch die St. Nantwein-Kirche im Osten Wolfratshausens ist ein Wallfahrtsort, dort soll vor vielen hundert Jahren der Hl. Nantwein v. Wolfratshasuen verbrannt worden sein. Die St. Andreas Kirche im Markt ist ein schöner barock Bau mit kunstvoller Ausstattung. Die Loisach durchquert Wolfratshausen und mündet bei Puppling in die Isar. Die Stadt ist auch als “Flößerstadt Wolfratshausen” bekannt.

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St. Andreas im Markt


Natur und Erholung:

Wälder und Auen:

  • Dietramszeller Wald
  • Pupplinger Au
  • Geretsrieder Au

Badeseen:

  • Waldweiher (Dietramszell)
  • Kirchsee
  • Harmatinger Weiher
  • Deininger Weiher
  • Bibisee
  • Starnberger See
  • Staffelsee

Seen:

  • Sylvensteinspeicher
  • Kochelsee
  • Walchensee
  • Tegernsee

Moore und Feuchtgebiete:

  • Dietramszeller Filz
  • Föggenbeurer Filz
  • Kirchseemoor
  • Köngigsdorfer Moor

Erhebungen:

  • Jasberg
  • Peretshofer Höhe
  • Reutberg und Kloster
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Blick vom Jasberg in die Alpen

Geologische Formationen:

  • Isartal
  • Teufelsgraben bei Holzkirchen
  • Findlinge bei Wolfratshausen
  • Mühltal zwischen Bairawies und Obermühltal
  • Loisachtal
  • Bergregionen des Karwendel-, Mangafall-, und Wettersteingebirges
  • Mangfalltal und Mangfallknie
  • Rosenheimer Becken mit Moorgebieten
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Loisachtal