Appalachen

Die Appalachen sind ein riesiges Berggebiet im Osten der USA. Das Gebirge trennten die Atlantische Tiefebenen von den Great Plains. Der Gebirgszug stellt eine Art Wetterscheide da und hält die kalten Temperaturen des Westens ab, somit herrscht in den östlichen Appalachen ein subtropisches Klima.

Geographie:

Die Appalachen erstrecken sich im Osten Nordamerikas von Quebec (Kanada) bis nach Alabama (USA).

Der höchste Gipfel stellt der Mount Mitchell (2037 m) da. Die Länge beträgt ca. 2400 km. Entstanden ist das Gebirge im Paläozoikum bis Mesozoikum.

Bundesstaaten:

Kanada:

  • Newfoundland und Labrador
  • Saint Pierre an Miquelon
  • Quebec
  • Nova Scotia
  • New Brunswick

USA:

  • Maine
  • New Hampshire
  • Vermont
  • Massachusetts
  • Connecticut
  • New York
  • Pennsylvania
  • Maryland
  • Virginia
  • West Virginia
  • Ohio
  • Kentucky
  • Tennessee
  • New Jersey
  • North Carolina
  • South Carolina
  • Georgia
  • Alabama

Geologie:

Die Entstehungsgeschichte der ältesten Gebirgsbildung des amerikanischen Kontinents reicht 500 Mio. Jahre zurück, als sich der Großkontinent Pangaea noch nicht in die Teile Europa und Nordamerika aufgetrennt hatte. Erst als dies vor ca. 250 Mio. Jahren begann, wurden durch plattentektonische Verschiebungen die nordsüdlich verlaufenden heutigen Bergzüge der Appalachen aufgetürmt. Dabei entwickelte sic zunächst ein wahrscheinlich viel höheren Gebirge, als wir es hier jetzt vorfinden, denn schon während der Liftung setzte starke höhenvermindernde Erosion ein, von der wir wissen, dass sie 9000 m Sedimentgestein von dem nachmaligen Hawksbill-Bereich zu Tale verfrachtet hat.

In historischer Zeit waren die ausgedehnten Bergwaldkuppen eine von regelmäßigen Niederschläge und gemäßigten Temperaturen bevorzugten Landschaft, deren reiche Verwitterungsböden große Vielfalt an Flora und Fauna ermöglichten.

Auch die vielen Eiszeiten der letzten 100.000 Jahren und die vorübergehende völlige Abholzung der Wälder durch fantasielose Siedler bis in das frühe 20. Jh. konnten die natürlichen Fruchtbarkeitspotenzen dieses Gebietes nicht endgültig erschöpfen.

Natur:

1600 Arten höherer Pflanzen gedeihen hier, Voraussetzung für einen gleichartigen Reichtum an unterschiedlichster Tierwelt.

Heute ist das 1800 km lange und bis 2000 m Hohe Appalachen-Gebirge wieder zu 95% bewaldet und in seinem noch immer ansteigenden Überfluss an pflanzlichem und tierischen Leben einzigartig auf dem gesamten Kontinent.

Naturschutz:

Die Erschließung der schönsten Teile dieses sich durch 10 Bundesstaaten ziehende Bergwaldgebietes gipfelte erst am Anfang des letzten Jahrhunderts in der Vorstellung, wertvolle Areale von privater und kommerzieller Nutzung auszuschließen zum Wohle des amerikanischen Volkes, das sich dort erfreuen und erholen sollte.

Dies gelang zwar nicht kurzfristig, doch die Begeisterung einzelner und die Zustimmung weitester Bevölkerungskreise, die sich längst von der vorwärtsstürmenden Industrialisierung bedroh fühlten, ermöglichten schon 1926 die Gründung des Shenandoah Nationalpark mit 210.000 ha Fläche, durchzogen von Blue Ridge Parkway und 1.400 km Wander- und Reitweg.

Klima:

Die Wettersituation dieses ausgedehnten Gebirgsrückens ist stark abhängig vom jeweiligen Aufenthaltsort, im Norden und in den Höhenlagen ist es verständlicherweise viel kühler als weiter südlich und in geringer Höhe. Wesentlich jedoch ist es zu wissen, dass man auf allen Wanderwegen allein und unabhängig ist, also seine Ideale von Hilfe oder Information auch weitgehend auf sich selbst gestellt.

Reisezeit:

Die beste Reisezeit ist Juni, weil dann die Rhododendron- und Berlorbeerbüsche blühen; sowie Mitte Oktober, wenn der Wald zu einer in Europa unvorstellbaren Farbensymphonie wird.

Klimatabellen:


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