Gründonnerstag-Tagesausflug Füssen 24.03.16

Am bewölkten Gründonnerstag besuchten wir die Stadt Füssen. Füssen liegt bereits im Allgäu und kurz vor der Grenze zu Österreich. Die Stadt ist berühmt für die Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau. Der Fokus des Ausluges lag in Füssen selbst. Die Festung in der Stadt ist sehr sehenswert und weist eine interessante Baukunst auf, dazu später mehr. In der Umgebung von Füssen ist Natur pur, zum Beispiel befindet sich Richtung Ziegelwies der Lechfall, eine 12 m hohe Kaskade des Lechs. Nach dem Lechfall durchfliesst der Gebirgsfluss eine markante Klamm. In Ziegelwies liegt der Baumkronenweg, von dort hat man einen schönen Blick auf das Lechtal und die Auwälder. Richtung Norden liegt der riesige Forggensee. Der Stausee wurde ausgelassen zur jährlichen Säuberung. Neben Füssen war auch das UNESCO-Weltkulturerbe, die Wieskirche im Pfaffenwinkel, sehr sehenswert. Die Wieskirche ist ein berühmter Wallfahrtsort.

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Blick auf Schloss Neuschwanstein


UNESCO-Weltkulturerbe Wieskirche: 

Die Wieskirche gehört zu den schönsten Kirchen der barocken Baukunst. Das Innere ist verziert und geschmückt mit vielen Verzierungen, Statuen, Fresken und Altären.

Die Wieskirche ist eine bemerkenswert prächtig ausgestattete Wallfahrtskirche im zur Gemeinde Steingaden gehörenden Ortsteil Wies im sogenannten bayerischen„Pfaffenwinkel“. 

Das Altarbild stammt von dem Münchener Hofmaler Balthasar Augustin Albrecht. Die vier Gestalten der großen Theologen des Abendlandes (Hieronymus, Ambrosius, Augustinus und Gregor der Große) sind das reife Alterswerk des Tiroler Bildhauers Anton Sturm. Die abgeflachte Kuppeldecke ist mit einem Trompe-l’œil-Fresko ausgemalt. Östlich des Turms befindet sich ein barocker Anbau, der den Äbten von Steingaden als Sommerresidenz diente. Auch die 4-6 Patres, die den Wallfahrern Seelsorge leisteten, wohnten in diesem Anbau.

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Der wuchtige Bau der Wieskirche von außen


Pfaffenwinkel:

Als Pfaffenwinkel wird eine Region in Südbayern bezeichnet, die zwischen Lech und Loisach liegt.

Die hügelige Landschaft ist geprägt durch Wiesen, Wälder, Moore, Seen und Flussläufe und liegt auf einer Höhe von 500 bis über 1000 Meter.

 

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Füssen:

Füssen ist eine Stadt im bayerisch-schwäbischen Landkreis Ostallgäu. Sie liegt im Südwesten Bayerns an der Romantischen Straße und an der Via Claudia Augusta. Im Osten grenzt die Stadt an den Lech und im Süden an Österreich. Mit ca. 14.881Einwohnern (Stand 31. Dezember 2014) ist Füssen die zweitgrößte Stadt des Ostallgäus.

Staatsgalerie im Hohen Schloss:

Das Schloss wurde im gotischen Stiel errichtet. Zeitweise wurde es im hohen Mittelalter als Pflegeheim genutzt.

Im Nordflügel des spätgotischen Hohen Schlosses, der Residenz der Fürstbischöfe vonAugsburg, befindet sich eine Filialgalerie der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen.

Hier fügen sich spätgotische Tafelbilder und Skulpturen in die ehemaligen Residenzräume ein und bieten einen Überblick über die Kunst zur Zeitenwende des 15. und 16. Jahrhunderts imAllgäu und in Schwaben.

Besonders sehenswert ist der so genannte Rittersaal mit seiner Kassettendecke, mit denReliefs der Bistumsheiligen Ulrich, Afra und Simpert und der Muttergottes. Glasgemälde vonHans Holbein dem Älteren und Hans Burgkmair dem Älteren lassen die kulturelle Blüte in Füssen zur Zeit Kaiser Maximilians I. erahnen.

 


 

Lech:

Der Lech ist ein rechter Nebenfluss der Donau. Der 264 km lange Fluss entspringt in Vorarlberg und fließt durch Tirol und Südbayern, wo er in die Donau mündet. Kurz vor der deutsch-österreichischen Grenze nimmt er dieVils auf, stürzt am Lechfall bei Füssen hinunter und durchquert auf seinem Weg Schwaben und Oberbayern. Die größten Städte am Lech sind Landsberg am Lech und Augsburg, wo er die Wertach aufnimmt. Bei Rain mündet der Fluss in die Donau.

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Füssener Lech

 

Lechfall:

Der Lechfall ist ein etwa zwölf Meter hohes, in ganzer Breite überströmtes Stauwehr am Lecham südlichen Stadtrand von Füssen.

Trotz des technischen Charakters besitzt das überströmte Wehr eine nennenswerte touristische Anziehungskraft, zumal der Wassersturz den wasserreichsten natürlichen Wasserfall Deutschlands, den Alzfall bei Altenmarkt, an Wasserführung und Höhe deutlich übertrifft.

Über den Wasserfall führt der König-Max-Steg, der im Jahr 1895 erbaut wurde, und in einer Nische über der Klamm befindet sich eine Büste des Königs Maximilian.

Der Legende nach sprang der heilige Magnus auf der Flucht vor seinen heidnischen Verfolgern an dieser Stelle über den Lech. Der so genannte Magnustritt, eine versteinerte Muschel, wurde im Volksglauben als sein Fußabdruck gedeutet.

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Lechklamm bei Füssen:

Direkt nach dem der Lech, als Lechfall, die Stauwehr überquert hat strömt er durch eine kurze, aber tief eingeschnittene Klamm. Sie gehört mit dem Lechfall zu den schönsten Geotopen in Deutschland.

Der Lechfall befindet sich am Nordrand einer kurzen, aber tief eingeschnittenen Klamm, in der der Lech einen Felsriegel durchbricht, der westlich dem Falkensteinkamm, östlich den Ammergauer Alpen zugerechnet wird. Diese Schlucht (lat. Fauces: Korridor, Schlund) war für Füssen namensgebend. Sie entstand am Ende der Würmeiszeit vor etwa 12.000 Jahren, als die Schmelzwasser des Lech-Gletschers einen großen See bildeten, der sich bis zum heutigen Pfronten erstreckte. Als Abfluss dieses Sees stürzte der Lech anfangs etwa 100 m tief über den Felsriegel in den damaligen Füssener See und erodierte dann die enge Felsschlucht.

 


 

Ziegelwies:

Ziegelwies ist ein Grenzort zu Österreich.

Baumkronenweg/pfad:

In Ziegelwies befindet sich der Baumkronenweg/pfad. Eine hohe „Holzbrücke“ die über mehrere Etappen den Verlauf des Lechs, mit seinem Auwäldern, folgt. Auch überquert man auf dem Pfad die Grenze von Deutschland zu Österreich. Von oben hat man einen fantastischen Blick auf die Auwälder, den Lech und die Alpen. Nebenbei wird der Besucher über Begebenheiten und Informationen des Biotopes aufgeklärt. Anschließend kann der Besucher ein Museum besuchen.


 

Forggensee:

Der Forggensee, auch Speicher Roßhaupten, ist ein vom Lech durchflossenerStausee in der Nähe von Füssen im Königswinkel im bayerischen Allgäu. Der See ist mit 15,2 km² Fläche der fünftgrößte See Bayerns und der flächenmäßig größte Stausee Deutschlands. Er liegt im Landkreis Ostallgäu, dabei zu zwei Dritteln im Gemeindegebiet von Schwangau. Weitere Anliegergemeinden sind Füssen,Halblech, Rieden am Forggensee und Roßhaupten. Seinen Namen erhielt der See von dem ehemaligen, überfluteten Weiler Forggen.

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Alpenpanorama beim Forggensee