Entlang der Moldau

Die Moldau ist neben der Elbe der wichtigste Fluss in der Tschechischen Republik. Selbst in der Einmündung in die Elbe, ist die Moldau um einiges größerer als die Elbe.

Der Artikel folgt den Verlauf der Moldau und beschreibt auch umliegende Städte und Landschaften.

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Die Moldau fließt durch die Stadt Český Krumlov


 

Quelle:

Die Moldau entspringt in zwei Quellflüssen: der Warmen Moldau in der Nähe von Aussergefild (Kvilda) imBöhmerwald nördlich des Lusens; und der Kalten Moldau in der Nähe von Haidmühle im Bayerischen Wald am Haidelosthang, in dem sie auch kleine Zuflüsse aus Bayern aufnimmt.

Die Kleine Moldau (Vltavský potok) ist rechtsseitiger Zufluss der Moldau, wird aber nicht zu den Quellflüssen gezählt. Die Grasige Moldau (Řasnice) ist ein Zufluss der Warmen Moldau.

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Warme Moldau:

Die Warme Moldau (tschechisch Teplá Vltava) ist der linke Quellfluss der Moldau in Tschechien. Sie gilt als der Hauptquellfluss der Moldau. Die Warme Moldau entspringt 500 m nördlich der bayerisch-tschechischen Grenze am Südosthang der Černá hora (Schwarzberg, 1315 m n.m.) im Böhmerwald. Westlich von Chlum (Humwald) vereinigt sie sich nach 56 km mit der Kalten Moldau zur Moldau.

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Die stark mäandrierende Warme Moldau

Kalte Moldau:

Die Kalte Moldau, auch Altwasser (tschechisch Studená Vltava) ist der rechte Quellfluss der Moldau in Bayern und Tschechien. Die Kalte Moldau entsteht im Bayerischen Wald nördlich des Bramandlberges (991 m) und des Hirschberges (881 m) durch den Zusammenfluss von Goldgrubenbach und Rothbach. 

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Kvilda:

Kvilda (deutsch Außergefild) ist eine im Okres Prachatice gelegene Böhmerwald-Gemeinde mit 170 Einwohnern. Sie liegt im Südböhmischen Kreis zirka 80 km von dessen Hauptstadt České Budějovice entfernt. Kvilda liegt 7 km östlich der Grenze zu Bayern bei Finsterau/Bučina. Der dortige Grenzübergang, der nicht mit Kraftfahrzeugen befahren werden darf, ist bei Touristen sowohl im Sommer als auch im Winter sehr beliebt. Die Quelle derWarmen Moldau, einer der drei Quellflüsse der Moldau, ist von hier bequem zu erreichen (6 km Waldwanderung). Der nächstgelegene Grenzübergang für Kraftfahrzeuge ist Philippsreut an der B 12 bzw. I/4 (Freyung–Strakonice), etwa 22 km südöstlich. 5 km nördlich von Kvilda liegt die Gemeinde Horská Kvilda.

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Grasige Moldau:

Die Grasige Moldau (tschechisch Řasnice, auch Travnatá Vltava) ist ein rechter Zufluss der Warmen Moldau in Tschechien.

Kleine Moldau:

Die Menší Vltavice, auch Hamerský potok (deutsch Dürnaubach, Dirnauer Bachbzw. Kleine Moldau) ist ein rechter Zufluss der Moldau/Vltava in Tschechien und Österreich.

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Oberlauf im Böhmerwald:

Beim Zusammenfluss von Warmer und Kalter Moldau am Moor Mrtvý luh südlich von Chlum (Humwald), einem Ortsteil von Volary (Wallern), ist die erste deutlich größer. Wie schon die Warme Moldau oberhalb des Zusammenflusses, orientiert sich nun die Moldau nach Südosten. Einige Kilometer fließt der junge Fluss stark mäandrierend durch ein relativ flaches, waldreiches Tal, ehe er in dem 48 Kilometer langen Lipno-Stausee zum ersten Mal gestaut wird. Unterhalb des Sees besitzt das Tal einen anderen Charakter, es ist zumeist recht tief und weist schmale Auen und steile Hänge auf. Der Waldanteil bleibt weiterhin sehr hoch. Die Moldau passiert die Stadt Vyšší Brod (Hohenfurth) und ändert nach und nach ihre Laufrichtung nach Norden. Diese Himmelsrichtung wird sie für ihren gesamten weiteren Verlauf grob beibehalten. Weiter passiert der Fluss die Stadt Český Krumlov(Böhmisch Krumau oder Krummau) und fließt tief unter der Burg Dívčí Kámen(Burg Maidstein) vorüber. In diesem Bereich ist das Tal sehr windungsreich. Vor der Stadt České Budějovice oder (Böhmisch) Budweis verlässt die Moldau den Böhmerwald.

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Die Moldau nach dem Zusammenfluss von Warmer und Kalter Moldau

Mrtvý luh:

Mrtvý luh (deutsch Tote Au, auch Filzau) ist ein Moor am Zusammenfluss von Warmer und Kalter Moldau nahe der Ortschaft Chlum bei Volary im Böhmerwald. Das Auentorfmoor liegt auf einer Höhe von 740 m, seine Fläche beträgt 394 ha. Es hat eine durchschnittliche Tiefe von 3,9 m, stellenweise bis zu 7,5 m. Bedingt durch die Mittelgebirgslage beträgt die Durchschnittstemperatur nur 4° C. In diesem Gebiet leben viele Schmetterlinge. 

Volary:

Volary (deutsch: Wallern) ist eine Stadt in der Region Südböhmen in derTschechischen Republik. Sie liegt etwa 16 Kilometer südwestlich von Prachatice imBöhmerwald und gehört zum Okres Prachatice. Volary befindet sich südöstlich des Bobík (Schreiner, 1264 m n.m.) in der Volarská kotlina (Wallerer Ebene), die gegen Süden durch eine Hügelkette von der Vltavická brázda (Moldaufurche) abgetrennt wird. 

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Bobik:

Der Bobík, auch Velký Bobík (deutsch Schreiner, auch Schreinerberg, 1264 m n.m.) ist ein bewaldeter Berg in Tschechien. Er erhebt sich sechs Kilometer nördlich von Volary im Böhmerwald. Der Berg bildet zusammen mit dem Boubín (1362 m n.m.) vom böhmischen Binnenland aus eine charakteristische Böhmerwaldsilhouette. Auf seinem Gipfel befindet sich ein geodätischer Punkt.

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Volarský potok:

Der Volarský potok (deutsch Langwiesenbach, auch Schreinerbach) ist ein linker Zufluss der Warmen Moldau (Teplá Vltava) in Tschechien.

Volarská kotlina:

Die Volarská kotlina (Wallerer Ebene) ist eine Ebene, die gegen Süden durch eine Hügelkette von der Vltavická brázda (Moldaufurche) abgetrennt wird. 

Vltavická brázda:

Die Moldaufruche ist eine Hügellandschaft die die Wallerer Ebene abgrenzt.

Lipno-Stausee:

Der rund 45 km lange und bis zu 4 km breite Lipno-Stausee auf einer Höhe von 725 m ist der Urlaubsmagnet Südböhmens. Bis 1950 erstreckt sich hier ein fruchtbares Tal mit eine paar Dörfern vor der Kulisse des rauschenden Böhmerwaldes. Dann wurde der Damm aufgeschüttet, 25 m hoch und 282 m lang. Der See hat heute eine durchschnittliche Tiefe von 6 bis 7 m.

Horni Plana:

Horní Planá (deutsch Oberplan) ist eine Stadt im südböhmischen Okres Český Krumlov in Tschechien. Horní Plana liegt im Böhmerwald am Moldaustausee. 

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Vyšší Brod:

Vyšší Brod (deutsch: Hohenfurth; lateinisch Altum vodum) ist eine Stadt im Okres Český Krumlov in Tschechien. Bekannt ist der Ort vor allem durch das Kloster Vyšší Brod.

Vyšší Brod liegt in der Region Südböhmen an der Einmündung der Menší Vltavicein die Moldau. Sechs Kilometer südlich der Stadt befindet sich in der Nähe des Grenzüberganges Studánky/Weigetschlag, der die Stadt mit dem österreichischenBad Leonfelden verbindet, an der Schwedenschanze im Tal des Mlýnecký potok der südlichste Punkt Tschechiens, der auch den südlichsten Punkt des geschlossenen tschechischen Sprachgebietes darstellt.

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Rožmberk nad Vltavou:

Rožmberk nad Vltavou (deutsch Rosenberg, auch Rosenberch, Roesenberg, Rosemberg, Rozmberg, Rožumbergk) ist eine Stadt im Süden Tschechiens. Sie gehört zum Okres Český Krumlov. Rožmberk nad Vltavou liegt nordöstlich der Stadt Hohenfurt im Tal der Moldau, zehn Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt. Die Stadt ist von unberührter Natur sowie dem Flusslauf der Moldau umgeben.

  • Burg Rožmberk
  • Die gotische St.-Marien-Kirche-Kirche aus dem Jahr 1271 wurde im 15. Jahrhundert umgebaut. Der Hauptaltar stammt aus der Zeit des Frühbarocks.
  • Das Pfarrhaus aus dem 15. Jahrhundert wurde mehrfach umgebaut und barockisiert.
  • St.-Nepomuk-Brunnen sowie Renaissance- und Barockhäuser auf dem Markt
  • Alter und Neuer Jüdischer Friedhof
  • Kapelle St. Anna in Studenec

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Český Krumlov:

Český Krumlov, deutsch Krumau (auch Böhmisch Krumau, Krumau an der Moldau oder Krummau) ist eine Stadt im Jihočeský kraj inTschechien. Sie wird als Kulturdenkmal auf der Liste des UNESCO-Welterbesgeführt. Der Namenszusatz Český (Böhmisch) wurde erstmals 1439 benutzt.

Das Schloss Český Krumlov ist nach der Prager Burg der zweitgrößte historische Bau in Tschechien und umfasst eine Gesamtfläche von zehn Hektar. In ihm befindet sich auch ein barockes Schlosstheater, das eine der zwei weltweit noch erhaltenen Barockbühnen ist, die noch im Originalzustand erhalten sind und deren Bühnenmaschinerie voll funktionsfähig ist.

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Burgruine Dívčí Kámen:

Die Burgruine Dívčí Kámen (deutsch Maidstein) befindet sich 10 km westlich vonČeský Krumlov bei Třísov in der Gemeinde Holubov, Okres Český Krumlov,Tschechien. Sie liegt auf einem Felssporn an der Einmündung des Křemžský potokin die Moldau. Die Anlage ist 210 Meter lang und 45 Meter breit.

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Budweis:

Budweis (tschechisch České Budějovice; deutsch auch Böhmisch Budweis) ist mit etwa 93.000 Einwohnern (Stand 1. Jan. 2014) die größte Stadt in Südböhmenund Verwaltungssitz der Südböhmischen Region. Weltweit bekannt ist die Stadt wegen des Budweiser Bieres, sie ist auch Universitätsstadt und Sitz des Bistums Budweis. Das historische Stadtzentrum wurde 1980 in die Liste der städtischen Denkmalreservate in Tschechien aufgenommen.

  • Dom St. Nikolaus
  • Schwarzer Turm
  • Rathaus, erbaut 1727 bis 1730

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Von Budweis bis zur Mündung der Berounka:

Um Budweis, wo die Moldau das Wasser der Maltsch aufnimmt, weitet sich das Tal deutlich, zeigt sich aber weiter unterhalb von Neuem recht eng, steil, windungsreich mit weiterhin meist hohen Waldanteilen. Unterhalb von Týn nad Vltavou mündet bei Neznašovvon rechts die Lainsitz als erster ihrer vier größten Nebenflüsse. Bald darauf tritt die Moldau in den 68 Kilometer langen Staubereich der Orlík-Talsperre ein, ehe von links die Otava mündet, die ihre Ursprünge ebenfalls im Böhmerwald hat. Im Slapy-Stausee wird die Moldau erneut über dutzende Kilometer gestaut. Wenige Kilometer unterhalb der Staumauer befanden sich einst die berühmten und zugleich berüchtigten St.-Johann-Stromschnellen (Svatojánské proudy), denen Bedřich Smetana ein musikalisches Denkmal gesetzt hatte. Sie versanken mit dem Bau des Štěchovice-Staudammes. Im Staubereich eines weiteren Dammes liegt die Insel des Heiligen Kilian mit den Resten des Klosters Insula im Fluss. Unmittelbar danach fließt zunächst von rechts die Sázava als dritter unter den vier großen Nebenflüssen ein, ehe die Moldau in Prager Stadtgebiet eintritt. Dort empfängt sie die Berounka, ihren größten Nebenfluss.

Maltsch:

Die Maltsch (tschechisch Malše) ist ein rechter Zufluss der Moldau in Tschechien und Oberösterreich.

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Die Maltsch (links im Bild) fließt in Budweis in die Moldau

Týn nad Vltavou:

Týn nad Vltavou (deutsch: Moldautein, auch Moldauthein) ist eine Stadt imJihočeský kraj (Südböhmische Region) in Tschechien. Die Stadt liegt im nördlichen Teil des Okres České Budějovice an der Mündung des Flusses Lužnice (Lainsitz) in die Moldau. Touristisch interessant ist der Hauptplatz mit der Stadtkirche St. Jakob, dem Rathaus und dem Schloss, in dem sich das Museum mit der Moldavit-Sammlung befindet.

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Neznašov:

Neznašov, bis 1923 Nezdašov (deutsch Nesnaschow, früher Nezdaschow) ist ein Ortsteil der Gemeinde Všemyslice in Tschechien. Er liegt drei Kilometer westlich von Týn nad Vltavou in Südböhmen und gehört zum Okres České Budějovice. Neznašov befindet sich gegenüber der Einmündung der Lainsitz in die Moldau in den südöstlichen Ausläufern der Písecké hory (Píseker Berge).

Písecké hory:

Die Piseker Berge sind ein Bergrücken der sich bis ins zentrale Südböhmen erstreckt.

Lainsitz:

Die Lainsitz, in Tschechien Lužnice, ist ein Nebenfluss der Moldau in Österreich und Tschechien. Die Gesamtlänge beträgt etwa 200 Kilometer, davon 43 in Österreich. Die deutsche Bezeichnung war bis 1918 in Böhmenjedoch nicht Lainsitz sondern Luschnitz.

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Orlík-Talsperre:

Die Orlík-Talsperre (auch: Worlik-Talsperre; tschechisch Orlická přehrada) liegt 80 km südlich von Prag an der Moldau. Die Talsperre ist die größte Tschechiens, ein bedeutendes Glied in der Moldau-Kaskade und wurde für die Stromerzeugung, den Hochwasserschutz und zur Wasserregulierung der Moldau erbaut. Außerdem dient sie dem Wassersport, dem Schiffsverkehr und der Freizeiterholung. Der Stausee ist 68 km lang und reicht außerdem 22 km in das Tal der Otava sowie in die der Lomnice und Skalice hinein.

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Otava:

Der Fluss Otava (deutsch Wottawa, früher Wattawa) entsteht im Böhmerwald inTschechien am Zusammenfluss der Bergflüsse Křemelná und Vydra. Er fließt meist in nordöstliche Richtung durch die Städte Sušice, Horažďovice, Strakoniceund Písek und mündet in der Orlík-Talsperre bei der Burg Zvíkov in die Moldau.

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Slapy-Stausee:

Die Talsperre Slapy liegt bei Slapy an der Moldau circa 30 Kilometer Luftlinie südlich der tschechischen Hauptstadt Prag und ist Teil der Moldau-Kaskade.

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Svatojánské proudy:

Wenige Kilometer unterhalb der Staumauer des Slapy befanden sich einst die berühmten und zugleich berüchtigten St.-Johann-Stromschnellen (Svatojánské proudy), denen Bedřich Smetana ein musikalisches Denkmal gesetzt hatte. Sie versanken mit dem Bau des Štěchovice-Staudammes.

Štěchovice-Stausee:

Das Wasserkraftwerk Štěchovice liegt oberhalb des Städtchens Štěchovice etwa 25 Kilometer südlich der tschechischen Hauptstadt Prag und ist Teil der Moldau-Kaskade. Der entstandene Stausee reicht bis zur Talsperre Slapy zurück.

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 Kloster Ostrov:

Das Kloster Ostrov (tschechisch Ostrovský klášter oder Ostrov u Davle, lat. Insula) war einBenediktinerkloster in Böhmen. Die Klosterruine befindet sich südwestlich von Davle auf derMoldauinsel St. Kilian in Tschechien.

Sázava:

Die Sázava ist ein orografisch rechter Nebenfluss der Moldau. Sie entwässert einen Teil der Böhmisch-Mährischen Höhe und die nördliche Region der Středočeská pahorkatina. Die Einzugsfläche beträgt 4350 Quadratkilometer, die Länge des Flusses 218,2 Kilometer; davon können 208,3 Kilometer mit Sportbooten befahren werden.

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Mündung in die Moldau (rechts)

 

 

Berounka:

Die Berounka (deutsch Beraun, früher Mies) ist ein linker und der wasserreichste Nebenfluss der Moldau in Tschechien.

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Prag:

Die Geschichte der „Goldenen Stadt“ reicht weit zurück. Zahlreiche prächtige Bauwerke geben Kunde von der glanzvollen Vergangenheit der einstigen Residenzstadt böhmischer Könige und römisch-deutscher Kaiser.

Geschichte:

Glücklicherweise ist die Stadt im 2. Weltkrieg der Zerstörung entgangen. Trotzdem hat der Zahn der Zeit an ihr genagt. Aber dank sachkundiger Restaurierung präsentiert sich Prag, das vor über 1000 Jahren an den Unfern der Moldau gegründet wurde, heute wieder strahlend schön. Wo einst Könige und Kaiser residierten, auf dem Hradschin,bietet sich die beste Aussicht über dieses Wunderwerk historischen Städtebaus, UNESCO-Weltkurluterbe.

Sehenswürdigkeiten:

Besonders sehenswert in der Altstadt:

  • Altstädter Ring (historischen Häuserreihen)
  • barcoke Teynkriche und Jan-Hus-Denkmal
  • „Repräsentationshaus“ (Jugendstil, herrliche Innenausstattung)
  • Wenzelsplatz (urbaner Bebauung des 19/20 Jh.)
  • gotisches Altstädter Rathaus mit Astronomischer Uhr
  • Pulverturm
  • ehemaliges Jesuitenkolleg Clementinum

In der Burgstadt auf dem Hradschin:

  • mächtige barocke Burgalnalge (seit 10 Jh. Fürstenresidenz)
  • „Goldenes Gässchen“
  • Köngispalast mit bemerkenswertem Renaissancesaal
  • Veitsdom (gotische Kathedrale mit Reliquien des Nationalheiligen Wenzel)
  • romanische Rotunde: Georgsbasilika (12 Jh.)

In der Josephstadt:

  • Alter Jüdischer Friedhof (12.000 Grabsteine
  • Altneusynagoge (13 Jh.)
  • Pinkassynagoge (in der die Namen von 77.297 ermordeten Juden der Nationalsozialisten)
  • Karlsbrücke
  • Niklaskirche (bedeutendster barocker Sakralbau der Stadt)
  • Waldstein-Palais

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Unterlauf:

Die mittlerweile zu einem mächtigen Fluss angewachsene Moldau fließt nun durch die PragerInnenstadt, wo sie zusammen mit den zahllosen Sehenswürdigkeiten der Stadt unvergleichliche Kulissen bietet. Noch bevor der Fluss die Stadt verlässt, zeigt sich sein Tal erneut relativ eng mit teilweise steilen Talwänden, ehe es sich vor der Stadt Kralupy nad Vltavou deutlich weitet. Bei Mělník schließlich mündet die Moldau in die von rechts kommende, kleinere Elbe. Diese erweckt insofern den Eindruck, Hauptfluss zu sein, als sie schon oberhalb der Mündung ein breiteres Tal hat und die Fließrichtung beibehält, während die Moldau an der Mündung eine deutliche Linkskurve macht.

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Moldau ca. 10 km nördlich von Prag

Kralupy nad Vltavou:

Kralupy nad Vltavou (deutsch Kralup an der Moldau) ist eine Stadt in Tschechien. Sie liegt an der Einmündung des Zákolanský potok in die Moldau, 20 km nordwestlich von Prag in der Mittelböhmischen Region (Středočeský kraj).

Auf der relativ kleinen Fläche befinden sich viele Wälder, Felsen und Wasserflächen. Die Stadt selbst ist eine Industriestadt mit Lebensmittelindustrie und einer Erdölraffinerie. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war es ein bedeutungsloses Dorf. Erst durch den Bau der Eisenbahnstrecken in den Jahren 1850–1852 und die Industrialisierung gewann es an Bedeutung. 1902 erfolgte die Erhebung zur Stadt.

 

Mělník:

Mělník liegt etwa 30 km nördlich von Prag am Zusammenfluss von Moldau und Elbe. Die Stadt liegt auf der rechtselbischen Seite gegenüber der Einmündung der Moldau. Der in Mělník angebaute Wein ist die bedeutendste Weinbaulage in Böhmen; er ist jedoch nicht mit dem Melniker-Wein aus dem bulgarischen Melnik zu verwechseln.

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Mündung der Moldau:

Bei Mělník schließlich mündet die Moldau in die von rechts kommende, kleinere Elbe. Diese erweckt insofern den Eindruck, Hauptfluss zu sein, als sie schon oberhalb der Mündung ein breiteres Tal hat und die Fließrichtung beibehält, während die Moldau an der Mündung eine deutliche Linkskurve macht.

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Elbe (links) und Moldau (rechts)

Moldau-Kanal:

Ein schiffbarer Kanal (der Schiffahrtskanal Vraňany–Hořín) zweigt einige Kilometer oberhalb der Mündung von der Moldau ab und mündet fast unmittelbar nach der Moldau in die Elbe.

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Der Moldaukanal Vraňany–Hořín bei Mělník


 

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