Tornado Bernburg 11.09.2011

Am 11.09.2011 zog ein Hagelsturm über das Bundesland Sachsen-Anhalt. Es kam neben Starkregen, gefährlichen Blitzeinschlägen und starke Sturmböden, auch zu einem Wirbelsturm. Der Tornado entstand im Vorort Peißen. Der Ort ist 7 km von Bernburg entfernt Richtung Könnern. Neben den Tornado kam es auf den Autobahnen zu Schlammwellen: durch den starken Regen löste sich die Erde und verwandelte sich zu einer riesigen Schlammwelle, diese überflutete die Autobahnen im Umkreis von Bernburg.

Bericht eines Augenzeugen aus Bernburg:

Da wir jedes Jahr nach Bernburg zu unseren Verwandten fahren und wir in Oktober 2011 in Bernburg waren, verzählten unsere Verwandten den Vorfall: 

“Wir unternahmen einen Ausflug, mit dem Rad, nach Plötzkau. Der Tag startet sonnig und war heiß. Das Gewitter zog erst am späten Nachmittag her. Auf dem Rückweg überquerten wir die Saale mit der Fähre und blickten Richtung Halle: dort zog eine kohlrabenschwarze Gewitterwolke her. In der Wolke sah man schon beeindruckende Blitze zucken. Schnell fuhren wir mit unseren Rad nach Hause. Gerade als wir durch die Haustür gegangen sind, fing es sehr stark zu Hageln an. Die Hagelkörner hatten einen Durchmesser von 5 cm. Bereits in der Früh warten die Medien vor straken Unwetter. Neben den Hagel, prasselten riesige Regenmengen auf die Straßen, ausgelöst durch einen Wolkenbruch. Währenddessen entstand in Peißen der Tornado. Hier in Bernburg wussten wir nicht, dass ein Tornado gewütet hat in Peißen. Erst am nächsten Tag in den Medien wurden wir aufgeklärt und stand völlig unter Schock. Der Hagelsturm dauerte ca. 2 h. Am nächsten Tag waren die Schäden riesig: überall zerstörte Dächer, heruntergerissene und durchlöcherte Markisen und zerbeulte und zerstörte Autos. Die Schäden stiegen laut Radio und Zeitung in die Millionen. Damit noch nicht genug, überrollte die Autofahrer auf den Autobahnen eine riesige Schlammwelle.”

Augenzeuge: Beatrix M., Rita M. und Franz M.