Kurisches Haff

Das Kurische Haff ist ein Haff der Ostsee, das im Norden zu Litauen und im Süden zur Oblast Kaliningrad gehört. Von der Ostsee ist das Haff durch die Kurische Nehrung getrennt.

Geographie:

Die Gesamtfläche des Haffs beträgt 1.584 km²; davon gehören 415 km² zu Litauen, der Rest zu Russland. Die größte Tiefe beträgt 5,8 m, die Durchschnittstiefe 3,8 m (dabei ist der nördliche Teil allerdings eher flach). Der Salzgehalt erreicht maximal 8 ‰. Ins Haff fließen die Dange und die Minija, die Mündungsarme der Memel (der sich bei Rusnė in ein Delta verweigende Ruß-Strom und die Gilge), der Nemonien und die Deime. Abfließen kann das Haff nur am nördlichen Ende der Nehrung, am Memeler Tief. Im Südosten umgeht der Friedrichsgraben das Haff; im Nordosten der König-Wilhelm-Kanal unter Einbeziehung der Minija vor allem das Windenburger Eck.

Geschichte:

Haff, Nehrung und Elchwald gehörten zu Ostpreußen. Memel war die nördlichste Stadt des Deutschen Reiches. Die Rote Armee eroberte das Gebiet 1945 in der Ostpreußischen Operation. Bereits mehrere Monate vor der Potsdamer Konferenz wurde es durch eine Verfassungsnovelle in die Sowjetunion integriert.

Memeler Tief:

Seeschiffe erreichen den Hafen Klaipėda, Litauens einzigen Seehafen, am Memeler Tief. Bei einer Tiefe von 6 m hat es eine 250–600 m breite Fahrstraße für den Fracht- und Fährverkehr.

Klima:

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Kurisches_Haff

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/19/Kurisches_Haff.JPG/Thomas Stegh