Österreichische Donau

In Österreich faszinieren die wechselhaften Landschaften entlang der Donau. Dörfer und Städte wissen mit vielen kulturellen Sehenswürdigkeiten zu beeindrucken.


 

Gebirgsfluss “?”:

Die Donau in Österreich wird gern mit einem Gebirgsfluss verglichen und ein paar zahlen unterstreichen dies. Man geht von einem Gefälle von 40 cm pro km aus und einer Strömungsgeschwindigkeit von 1 bis 3 m/s. Schneeschmelzen im Gebirge lassen selbst manchmal noch im Hochsommer, ganz abgesehen von extrem starken Regenfällen, die Pegelstände ansteigen.


 

Veränderungen der Landschaft und Wasserkraftwerke:

Das alte Bild der Donau erfuhr aber im 20. Jh. drastische Veränderungen. Waren einst Haupt-, Neben- und Altläufe prägend, die durch den ständig wechselnden Gang des Wassers der Landschaft immer wieder ein neues Gesicht gaben (Inseln entstanden und verschwanden, Altwasser verlandeten, Wälder wuchsen heran und wurden überspült), glaubt man heute manchmal, auf Seen unterwegs zu sein. Hierzu trug wesentlich die Stauung durch Kraftwerke bei. Aber nicht nur für den Kraftwerksbau wurde die Donau reguliert, der Eingriff erleichtert durch die Schifffahrt oder schützt z.B. das landwirtschaftlich intensiv genutzte Marchfeld vor Hochwasser.


 

Naturschutzgebiete:

Nur das 36 km lange, malerisch enge Tal der Wachau und die weite Ebene des Nationalparks Donauauen (47 km) blieben als “freie” Fließstrecken erhalten. Gerade die Donauauen sind als Biotop besonders schützenswert. Zahlreiche Wasservögel aus Nordeuropa finden hier ihr Winterquartier:

Schellente und Krickente gehen auf Futtersuche. Der Seeadler war regelmäßiger Gast und ist sogar als Brutvogel zurück gekehrt. Die Schotterflächen an den Uferseiten sind im Frühjahr Heimstätte für Kiesbrüter, sie sind nur noch hier an der österreichischen Donau zu finden. Der Kraft des Flusses ist es zu verdanken, dass an ihren steilen Uferböschungen Eisvögel Höhlen bauen, um ihre Jungen aufzuziehen, und Biber ihre Bauten in den Böschungen anlegen. Manchmal kann der Flussreisende auf den vom Hochwasser umgestürzten Bäumen Greifvögel entdecken, die nach Beute spähen.

Im Wasser leben rund 60 Fischarten, darunter der Sterlet, eine klein Störart, der Huchen, der zur Familie der Lachse gehört, sowie der als Speisefisch äußerst beliebte Wels oder Donauwaller mit seinem breiten Maul und den für ihn so charakteristischen Barten.

 

Die Ufer mit ihren Sand- und Schotterbänken werden gesäumt von Weiden und Schwarzpappeln. Wo alte Flussbetten mit wasserdurchlässigen Böden ausgetrocknet sind, gedeihen nun Weiß- und Sanddorn, Orchideen, Federgras sowie an die Trockenheit angepasste Flechten und Moose.


Flussverlauf:

Die Donau durchbricht in Österreich mehrmals das Granit- und Gneishochland (Böhmische Masse), dazwischen durchfließt sie den Nordrand des Alpenvorlands. Nach der Staatsgrenze – zwischen Passau und Jochenstein in der Flussmitte – folgt das mit etwa 50 km längste dieser Engtäler, das Oberösterreichische Obere Donautal mit der Schlögener Schlinge. Dann durchquert der Strom das fruchtbare Eferdinger Becken und Linz, die drittgrößte Stadt Österreichs. Im Auengebiet des Machlands fließt sie vorbei an Mauthausen, nimmt bei Enns den gleichnamigen Nebenfluss auf und quert die Landesgrenze zu Niederösterreich. Bei der alten Schifferstadt Grein und Schloss Greinburg hat die Donau mit ca. 20 m ihre tiefste Stelle in Österreich. Es folgen mit Strudengau und Nibelungengau zwei weitere Engtäler und rund 90 Kilometer hinter Linz erreicht der Strom Melk mit seinem gewaltigen Barockstift. Den Dunkelsteiner Wald abschneidend, durchfließt der Strom auf den folgenden knapp 35 Kilometern eine der schönsten Donaulandschaften, die Wachau, die an Dürnstein vorüber bis nach Krems reicht; anschließend durchquert sie das Tullnerfeld, eine weitere landwirtschaftlich geprägte Niederungslandschaft. An der Korneuburger Pforte knickt sie um den Wienerwald herum, den letzten Nordost-Ausläufer der Alpen, und erreicht dann durch die Wiener Pforte das weiträumige Wiener Becken. Hier liegt mit Österreichs Hauptstadt Wien die lange Zeit größte und bedeutendste aller Donaustädte, mit der inzwischen Belgrad und Budapest gleichgezogen haben. Bis kurz hinter Wien hat der Strom eher Gebirgsflusscharakter, erst danach wandelt er sich allmählich zu einem Tieflandfluss. Durch die Donau-Auen nähert sich die Donau der Staatsgrenze zur Slowakei und bei der Thebener Pforte erreicht sie das Pannonische Becken, womit ihr Oberlauf im eigentlichen Sinne zu Ende geht. Sie verlässt Österreich bei Bratislava.


 

Klima:

Linz:

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0°C3°C8°C13°C18°C21°C25°C25°C19°C13°C6°C2°C
-5°C-4°C-1°C3°C7°C11°C14°C13°C9°C4°C0°C-3°C

Wien:

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4°C6°C10°C16°C21°C24°C27°C27°C21°C15°C8°C5°C
-1°C0°C4°C8°C13°C15°C17°C18°C13°C8°C4°C1°C

 

Durnstein[1]

Wachau

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Donauauen

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Die Donau bei der Wachau

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Sonnenuntergang in Wien, mit Blick auf die Donau

 

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