Chile

Chile erstreckt sich auf dem südamerikanischen Kontinent über 4275 Kilometer in Nord-Süd-Richtung entlang der Anden und des Pazifischen Ozeans (zählt man den antarktischen Teil hinzu, circa 8000 Kilometer), ist aber durchschnittlich nur circa 180 Kilometer breit. Die engste Stelle im kontinentalen Chile (ohne Antarktis) beträgt 90 Kilometer, die breiteste Stelle etwa 440 Kilometer. Die Längenausdehnung Chiles entspricht auf Europa und Afrika übertragen in etwa der Entfernung zwischen der Mitte Dänemarks und der Sahara.

Lage und Landschaft:

Chile ist ein Staat im Südwesten Südamerikas.

Die chilenischen Anden lassen sich hinsichtlich ihrer geologisch-tektonischen Struktur von Nord nach Süd in vier größere Blöcke einteilen, wobei allen Bereichen gemein ist, dass sie nur an wenigen Stellen im Süden des Landes die 2000m-Linie unterschreiten.

Der Übergangsbereich zwischen Küstenkordillere und den Anden lässt sich in zwei Bereiche untergliedern: die Pampa de Tamarugal im Norden und das Valle Longitudinal im zentral-südlichen Bereich. Beide sind ausgeprägte Graben-Systeme. Die Pampa de Tamarugal erstreckt sich im Mittel auf einer Höhe von 1000 m ü.M. zwischen der peruanischen Grenze und ungefähr der Höhe von Copiapó.

Die Küstenkordillere erstreckt sich mit einer kurzen Unterbrechung südlich der Insel Chiloé über den gesamten West-Teil des Landes. Sie ragen im Norden des Landes zwischen Arica und Chañaral als Steilküste unvermittelt auf stellenweise über 2.000 m empor.

Fläche: 755.696 km²

Bevölkerung: 16.634.603 Einwohner

Küstenlinie: 6.435 km

Höchster Berg: Nevado Ojos del Salado (6893 m)

Längster Fluss: Rio Loa (443 km)

Größter See: Lago Llanquihue (860 km²)

Hauptstadt: Santiago de Chile


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Regionen:

Nord-Chile:

Mit Nord-Chile sind die Regionen Región de Arica y Parinacota, Tarapacá, Antofagasta und Atacama.

Region de Arica y Parinacota:

Im Nordwesten, dicht vor der Grenze zu Bolivien, befindet sich der 1.370 km² große Nationalpark Lauca mit hohen Vulkanen und Seen. In der Nähe der über 6.000 Meter hohen Vulkane Parinacota und Pomerape liegt der Lago Chungará auf 4.520 Meter Höhe. Der rund 21 km² große See gehört zu den höchstgelegenen Seen der Welt. Im Süden des Nationalparks liegt der große Salzsee (Salar) Salar de Surire auf 4.245 Meter mit seinen Thermalquellen. Hier kann man Flamingos, Vikunjas und Lamasbeobachten. Der Nationalpark Monumento Natural Salar de Surire wurde 1983 eingerichtet und umfasst rund 175 km². Der Nationalpark bietet eine reiche Tierwelt, dazu gehören zum Beispiel auchGuanacos, Andenkondore, Pumas und Vizcachas.

Tarapacá:

Tarapacá liegt am Pazifischen Ozean. Bereits kurz hinter der Küste beginnt die Atacama-Wüste. Im Osten liegen die Vulkane der West-Kordillere in Zentral-Anden. Hier liegen auch die riesigen Salzseen. Wichtige Flüsse sind der Río Lauca und der Río Lluta. Die Region ist extrem trocken, es gibt kaum Regenfälle. Einzig die Anden speisen die Flüsse, von denen viele in der Wüste bzw. in Salzseen enden.

Antofagasta:

Der Río Loa ist längster Fluss Chiles mit rund 443 km, der auch durch die Stadt Calama fließt. Im Osten der Region zieht sich über hunderte Kilometer der Gebirgszug Cordillera Domeyko, der nach dem polnischen Geologen Ignacy Domeyko benannt ist, der lange Zeit in Chile tätig war. Die Landschaft ist von der trockenen Atacama-Wüste geprägt. Hauptattraktionen sind die verlassene Geisterdörfer aus der Salpeterzeit und die Kupfer-Tagebaumine Chuquicamata. Die Salzseen und Geysire bei El Tatio werden ebenfalls gern besucht. Rosa Flamingos kann man an den Salzseen in großer Zahl vorfinden. Der Salar de Atacama ist mit rund 3000 km² der größte Salzsee Chiles, der von Zuflüssen aus den Kordilleren gespeist wird. Aufgrund des Wüstenklimas verdunstet allerdings das Wasser schnell. Die Geysire liegen 2000 m höher als San Pedro de Atacama auf einer Hochebene in den Anden. Sie sind die höchstgelegenen Geysire der Welt. Im Tal des Mondes (Valle de la Luna) trifft man auf beeindruckende geologische Formationen, es liegt in der Nähe von Calama.

Atacama:

In der Region liegen die höchsten Berge Chiles, der Ojos del Salado (6.893 m),Cerro Tres Cruces (6.753 m) und der Incahuasi (6.621 m). Der höchste Punkt Chiles ist der erloschene Vulkan Ojos del Salado. Er liegt im Nationalpark Nevado Tres Cruces.

Die Region besitzt mehrere Nationalparks und andere Naturreservate:

  • Nationalpark Nevado Tres Cruces im Nordosten der Region im Anden-Gebiet
  • Nationalpark Llanos de Challe nördlich von Vallenar
  • Nationalpark Pan de Azúcar an der nördlichen Regionsgrenze
  • Reserva Nacional Pingüino de Humboldt im Süden an der Pazifik-Küste

Sie liegt in der Region der Atacamawüste und ist relativ dünn besiedelt.

Kulturelle Zentren:

  • Copiapó
  • Vallenar
  • Caldera
  • Chañaral
  • Iquique
  • Geisterstädte der Atacamawüste
  • Arica
  • Antofagasta
  • Calama
  • Tocopilla
  • Mejillones
  • San Pedro de Atacama

Naturlandschaften und -monumente:


 

Zentral-Chile:

Mit Zentral-Chile sind die Regionen Coquimbo, Valparaiso, Région Metropoilitana de Santiago, Région de Libertador General Bernardo O‘Higgins, Maule, Bío-Bio, Araucanía und Los Rios.

Coquimbo:

Die Region ist geprägt von Wüstenlandschaften, aber es gibt auch einige fruchtbare Gebiete südlich von Coquimbo und bei Ovalle. Die wichtigste Lebensader im Norden ist der Fluss Río Elqui. In der Mitte sind dies mehrere Stauseen (Recoleta, La Paloma und Cogoti). Im Süden spendet der Río Choapa das wichtige Wasser.

Valparaiso:

Die Region Valparaíso beginnt rund 50 km nördlich bzw. westlich von Santiago de Chile, zu der Region gehören zusätzlich die chilenischen Übersee-Territorien (z. B. die Osterinsel).

Région Metropolitana de Santiago:

Santiago liegt in einem Talkessel, umgeben von den Gipfeln der Anden am Fluss Río Mapocho.

 Région de Libertador General Bernardo O‘Higgins:

Im Nordwesten der Region liegt der große Stausee Lago Rapel mit rund 80 km². Im Bereich der Anden speisen zahlreiche Flüsse die Region, z. B. der Río Cachapoalund der Rio Tinguiririca. Hier sind auch 2 große Vulkane zu finden, der Tinguiririca 4280 m und der El Palomo 4860 m. Mit dem Tinguiririca ist auch die Tinguiririca-Fauna verbunden; die Knochenfunde gehen auf Säugetiere zurück, die vor etwas mehr als 30 Millionen Jahren bei Vulkanausbrüchen des Tinguiririca starbe

Maule:

Viele kleinere Flüsse fließen durch die Region und dienen oft der Stromgewinnung. Es gibt Flusstäler, Wälder und Weinanbaugebiete. In den Anden liegen hohe Berge um die 4000 m, viele davon sind Vulkane. Die bekanntesten Vulkane sind der Peteroa 4.125 m, Descabezado Grande 3.830 m und Descabezado Chico 3.750 m.

Bío-Bio:

Der Río Bío Bío ist der bekannteste Fluss. Er bildete früher die Grenze zumMapuche-Gebiet. 

Araucanía:

Um Temuco herum liegen große Vulkane, wie der Vulkan Villarrica mit 2840 m Höhe und der Volcán Llaima mit 3125 m Höhe. Die letzte Aktivität des Volcán Llaima war zwischen Januar 2008 und Juni 2009. 32 km westlich der Pazifikküste liegt die Insel Isla Mocha mit dem nationalen Reservat Isla Mocha. Ein ideales Gebiet für Taucher und zum Wandern in den Wäldern der Insel.

Los Rios:

Sie grenzt im Norden an die Región de la Araucanía, im Osten an Argentinien, im Süden an die Región de los Lagos und im Westen an den Pazifik. Naturräumlich liegt die Region im Kleinen Süden Chiles.

Kulturelle Zentren:

  • Santiago de Chile
  • Valdivia
  • Temuco
  • Concepcion
  • Talca
  • Rancagua
  • Valparaiso
  • La Serena

Naturlandschaften und -monumente:

  • Vulkane Zentral-Chiles
  • Atacama
  • Nationalparks der Regionen

 

Süd-Chile:

Mit Süd-Chile sind die Regionen Lagós, Aisén und Magallanes y de la Antártica Chilena gemeint.

Lagós:

Die Landschaft ist von vielen Seen, Wäldern und Bergen geprägt. Die riesige Insel Chiloé ist ein sehr beliebtes Touristenziel. Die Region reicht von Osorno bis ungefähr nach Chaitén im Süden.

Aisén:

Die Region Aisén ist von riesigen vergletscherten Gebieten, Fjorden und zahllosen Inseln durchzogen. Die Gletschergebiete des Campo de Hielo Norte und des Campo de Hielo Sur bedecken riesige Flächen der Region. Diese Gebiete beginnen etwa auf Höhe von Chile Chico im Westen. Im Osten liegt der größte See Chiles, der Lago General Carrera mit einer Fläche von rund 2.200 km². Der See liegt teilweise auf argentinischem Gebiet.

Magallanes y de la Antártica Chilena:

Die Westküste von Magallanes ist von vielen Inseln durchzogen, deren größte Feuerland ist. Große Teile im Norden der Region an der argentinischen Grenze sind vergletschert und liegen im riesigenNationalpark Bernardo O’Higgins. Wohl der berühmteste Nationalpark in Chile ist der Nationalpark Torres del Paine nördlich von Puerto Natales.

Kulturelle Zentren:

  • Puntas Arenas
  • Puerto Montt
  • Coyhaique

Naturlandschaften und -monumente:


 

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