Rochlitzer Berg

Die höchste Erhebung der Muldelandschaft erreicht eine Höhe von 348 m ü. NN. Immerhin gut 200 m ragt der gewaltige Porphyrklotz über dem Fluss auf. An den Bergflanken liegen die Brüche des roten Porphyrs, des “roten sächsischen Marmors”.

Panorama:

Von einem Aussichtspunkt an der Südseite kann man weit über das Land bis nach Chemnitz. An klaren Tagen blickt man bis nach Leipzig und zu den Bergrücken des Erzgebirges und Fichtelgebirges.

Geologie:

In späteren Explosivausbrüchen eines Vulkans entstand aus den Ascheablagerungen der warmroteRochlitzer Porphyr. Die Bezeichnung „Porphyr“ ist historisch überliefert, allgemein gängig, aber petrographisch unzutreffend. Die Farbe des Gesteins ist rötlich bis rotviolett, gelegentlich rotbraun bis beige. Seine Struktur wirkt körnig und ist von unzähligen porenartigen Hohlräumen (Makroporen) gekennzeichnet. Es handelt sich um ein Tuffgestein mitrhyolitischen Gesteinsfragmenten.

Nachdem vorher bis zu zehn Einzelbetriebe tätig waren, sind seit 1879 die „Vereinigten Porphyrbrüche auf dem Rochlitzer Berge“ für einen wirtschaftlichen Abbau des Gesteins zuständig, seit 1991 im letzten Steinbruch auch mit Sprengungen. Aus Gründen des Natur- und Landschaftsschutzes ist die Abbaumenge begrenzt. Auf und um den Rochlitzer Berg wurde ein Porphyrlehrpfad eingerichtet, welcher die Geschichte des Steinabbaues demonstriert und dokumentiert. Der Weg wurde als Rundweg angelegt und bietet auch Einblicke in die ehemaligen, bis zu fünfzig Meter tiefen Steinbrüche. Auch ein Abstecher (ca. 3 km) zum Schloss Rochlitz lohnt sich.

 

Nationales Geotop:

Der Porphyrtuff des Rochlitzer Berges wurde im Mai 2006 von der Akademie der Geowissenschaften zu Hannover als eines der 77 bedeutendsten Nationalen Geotope Deutschlands prädikatisiert. Im Jahr 2012 erreichte der “Rochlitzer Porphyr” den 4. Platz bei einer von der Heinz-Sielmann-Stiftung initiierten Abstimmung zum schönsten Naturwunder Deutschlands.

Rochlitzer_Berg_Blick_nach_Süden

 

 

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