Länder der Balkanhalbinsel

Eigentlich ist „Balkan“ der Name des Hauptgebirges der Balkanhalbinsel, die nach Norden hin von Save und unterer Donau begrenzt wird. Da die Zugehörigkeit zu einer kulturell-geografischen Identität „Balkan“ in manchen Länder umstritten ist und der Begriff abwertend gebraucht wird, sollte man eher von „Südosteuropa“ sprechen.

Die Nachfolgerstaaten des ehemaligen Jugoslawien:

  • Slowenien
  • Kroatien
  • Serbien
  • Bosnien-Herzegowina
  • Mazedonien
  • Montenegro
  • Kosovo

sowie,

  • Albanien
  • Griechenland
  • Bulgarien
  • Rumänien
  • Moldawien
  • Türkei (Türkisch Thrakien)

bieten abwechslungsreiche Landschaften einer Kultur, die sich im Spannungsfeld von Orient und Okzident entwickelt hat.

Länder:

Slowenien:

Zwischen Triest und Dragonja-Mündung hat die Republik Slowenien einen kleinen Anteil an die Adriaküste. Der Norden und Nordwesten sind von den Hochgebirgszügen der Karawanen, der Steiner, Santaler, Julischen Alpen und Südlichen Kalkalpen geprägt, das Landesinnere von den Hügellandschaften der Unter.- Weißen und Trockenen Mark, die dann nach Ungarn hin in die Ebene Pannonies übergehen.

Städte:

  • Ljubljana
  • Radovljica
  • Kobarid
  • Nova Gorica
  • Kranj
  • Stanjel
  • Lipica
  • Koper
  • Piran
  • Novo Mesto
  • Kostanjevica
  • Celje
  • Sempeter
  • Mozirje
  • Olimje Samostan
  • Smarje pri Jelsah
  • Sladka Gora
  • Ptujska Gora
  • Ilirska Bistrica
  • Ptuj
  • Jeruzalem
  • Maribor

Naturlandschaften:

  • Bleder See
  • Triglav Nationalpark
  • Höhle von Postojna
  • Höhle von Skocjan

Kroatien:

Kroatien besteht aus dem fruchtbaren Tiefland Niederkroatien zwischen Save, Drau und Donau mit dem slawonischen Bergland im Inneren. Die Hochflächen mit sumpfigen Flussniederungen gehen in die Karstlandschaft Hochkroatiens über, das von bewaldeten Gebirgen umschlossen wird. Reizvolle Landschaften an der Adria sind die Halbinsel Istrien und Dalmatien.

Städte:

  • Zagreb
  • Porec
  • Beram
  • Rovinj
  • Pula
  • Rijeka
  • Rab
  • Zadar
  • Sibenik
  • Split
  • Korcula
  • Dubrovnik
  • Cavtat

Landschaften:

  • Baradine-Höhle
  • Brijuni Nationalpark
  • Risnjak Nationalpark
  • Plitvicer Seen
  • Paklencia Nationalpark
  • Krka Nationalpark
  • Dalmatinische Küste
  • Krvaner Bucht

Bosnien-Herzegowina:

Bosnien-Herzegowina erstreckt sich zwischen den Tälern von Una, Save, Drina und dem dalmatinischen Küstengebirge. Das Land ist waldreich, gebirgig und verkarstet. Den einzigen Zugang zum Meer bietet ein 20 km langer Küstenstreifen der Adria. Langsam erholt sich das Land vom Bürgerkrieg, durch den zahlreiche historische Städte zerstört wurden. Eine touristische Infrastruktur befindet sich im Aufbau, beschiedene Privatquartiere findet man auch in kleineren Orten. In Sarajevo und anderen Städten stehen auch Hotels der internationalen Ketten zur Verfügung.

Städte:

  • Radimilja
  • Mostar
  • Sarajevo

Landschaft:

  • Talkessel von Mostar

Serbien:

Der nördliche Teil Serbiens gehört zur Pannonischen Tiefebene, der mittlere Teil wird von mehreren Mittelgebirgen eingenommen, den südlichen Teil Serbiens bedecken hohe Mittel- und Hochgebirge.

Städte:

  • Belgrad
  • Kalenic
  • Zica
  • Nis
  • Studenica
  • Sopocani
  • Novi Pazar

Landschaft:

  • Deliblatska peščara
  • Djerdap Nationalpark
  • Eisernes Tor

Montenegro:

Der Kleinstaat Montenegro grenzt im Osten an Serbien im Westen an Kroatien und Bosnien-Herzegowina. Montenegro ist ein dünn besiedeltes Gebirgsland, mit einer steil abfallenden durch Buchten gegliederten Adriaküste. Mit der Unabhängigkeitserklärung 2006 wurde die Staatenunion mit Serbien beendet.

Stadt:

  • Moraca
  • Kotor
  • Budva
  • Podgorica

Landschaft:

  • Durmitor Nationalpark
  • Biogradska Gora Nationalpark
  • Skutarisee

Albanien:

Die Albanischen Alpen im Norden und Kalksteinmassive im Süden umschließen ein Hügelland, das zum Meer hin in ein teils sumpfige Küstenebene übergeht.

Stadt:

  • Shkoder
  • Durres
  • Tirana
  • Elbasan
  • Voskopoja
  • Berat
  • Apollonia
  • Gjirokaster
  • Sarande
  • Butrint

Landschaft:

  • Lura Nationalpark
  • Albanische Alpen
  • Albanische Riviera
  • Ohridsee
  • Skutarisee
  • Prespaseen

Kosovo:

Der jüngste Staat Europas ist auf drei Seiten von Hochgebirgen (über 2000 m) umschlossen. Seine Kernräume sind die fruchtbaren Beckenlandschaften des Amselfeldes (Kosovo Polje) im Osten und der etwas niedriger gelegenen Metohija im Westen. Voneinander getrennt werden sie durch die Hügellandschaft der Crnoljeva.

Städte:

  • Pec
  • Decani
  • Priština
  • Gracanica
  • Prizren
  • Gazimestan
  • Gjakova

Landschaft:

  • Prokletije
  • Šar Planina Naitonalpark
  • Koritnik
  • Miruša-Wasserfälle

Mazedonien:

Die Republik Mazedonien grenzt im Norden an Serbien, im Osten an Bulgarien, im Süden an Griechenland und im Westen an Albanien. Die bis heute andauernde tektonische Instabilität in der Region hat zu einer ausgeprägten Gliederung des Gebiets in mehrere Gebirgsketten geführt, die teilweise durch tiefe Täler voneinander getrennt sind. Viele Seen und Flüsse fließen durch das Land.

Stadt:

  • Ohrid
  • Stobi
  • Bitola
  • Skopje

Landschaft: 

  •  Mavrovo Nationalpark
  • Ohridsee
  • Prespaseen

Bulgarien:

Im Norden des Landes erstreckt sich die Donauniederung, an die sich südlich das bis zu 400 m hohen Donauhügelland anschließt. Auf den Vorbalkan folgen das bis zu 2376 m hohe Balkangebirge und die Thrakische Niederung. Ganz im Süden ragen mehrere Gebirgsketten auf, so die Rhodopen, das Pirin– und das Rilagebirge.

Städte:

  • Sofia
  • Rila
  • Plovdiv
  • Kazanlak
  • Trojankloster
  • Trjavna
  • Veliko Tarnovo
  • Arbanassi
  • Nicopolis ad Istrum
  • Sumen
  • Nigopol
  • Madara
  • Pliska
  • Varna
  • Nessebar
  • Burgas

Landschaft:

  • Belogradcik
  • Magura-Höhlen
  • Pirin Nationalpark
  • Steneto
  • Srebana Nationalpark
  • Pobiti Kamani

Rumänien:

Das Land wird in einem weiten Bogen von den Karpaten durchzogen, die das hügelige Hochland Siebenbürgens umschließen. Im Westen hat Rumänien Anteil am Banat und am Theißtiefland. Vom Außenrand der Karpaten bis zur Donau erstreckt sich das lösebedeckte Tiefland der Großen- und Kleinen Walachei. Östlich der unteren Donau erhebt sich das Tafelland der Dobrudscha.

Dobrudscha und Donaudelta:

Als Dobrudscha (auch Dobrogea) wird die Landschaft zwischen dem Schwarzen Meer und dem Unterlauf der Donau, die sich dann in ihrem Mündungsdelta verzweigt, bezeichnet. Der kleinere südliche Teil gehört zu Bulgarien. Wegen seiner Strände ist diese Region heute ein beliebtes Urlaubsziel in Rumänien.

Städte:

  • Constanta
  • Histria

Landschaft:

  • Biosphärenreservat Donaudelta (Delta Dunarii)

Walachei (Campia Romana):

Die historische Landschaft liegt zwischen Südkarpaten und Donau und wird durch den Olt in die Große und die Kleine Walachei geteilt.

Städte:

  • Bukarest
  • Craiova
  • Horezu
  • Cozia
  • Curtea Arges

Landschaft:

  • Karpaten
  • Walachei

Siebenbürgen:

Das auch unter dem Namen Transsilvanien bekannte Hochland wird von den Ost- und Südkarpaten sowie den Westsiebenbürger Erzgebirge umschlossen.

Städte:

  • Brasov (Kronstadt)
  • Fagaras
  • Sibiu (Hermannstadt)
  • Alba Iulia (Karlsburg)
  • Timisoara (Temeswar)
  • Targu Mures (Neumarkt)
  • Sighisoara (Schässburg)

Landschaft:

  • Transsilvanien

Moldau:

Der rumänische Anteil des einstigen Fürstentums Moldau umfasst fruchtbare Hochebenen, im Westen auch einige bergige Gebiete. Es werden Getreide, Öl- und Faserpflanzen angebaut und Viehzucht betrieben.

Städte:

  • Suceava
  • Moldauklöster
  • Iasi
  • Neamt
  • Agapia Varatec
  • Piatra Neamt

Landschaft:

  • Hügellandschaft der Moldau

Moldawien:

Die flachwellige Hügellandschaft Moldawiens gehört im Süden zur Donau- und Schwarzmeerniederung und im Norden zur Podolischen Platte.

Städte:

  • Chisinau
  • Tighina
  • Tiraspool
  • Orheul Vechi
  • Soroca

Landschaft:

  • Beleu-See

Griechenland:

Griechenland grenzt im Norden an Albanien, Mazedonien, Bulgarien und die Türkei, das Mittelmeer bildet die natürliche Grenze im Westen, Osten und Süden. Zum Staatsgebiet gehören auch zahlreiche Inseln in der Ägäis, die Ionischen Inseln an der Westküste und Kreta im Süden. Kein Punkt des Landes ist weiter als 140 km von der Küste entfernt, daher bestimmt das Mittelmeer das Erscheinungsbild und Leben des Landes maßgeblich.

Aber auch die Gebirge drücken dem Land ihren Stempel auf. Im Westen verläuft das dinarisch-hellenische Faltengebirgssystem parallel zur Küste, es ist wegen der bis zu 2637 m hohen Berge und der tiefen Schluchten eine der schönsten Landschaften Griechenlands. Das Gebirgssystem setzt sich auf dem Peleponnes fort und riecht über die Südlichen Sporaden und Kreta bis zum kleinasiatischen Festland.

Auf Kreta ragen die Gebirgsmassive Levka Ort, Idhi Orts und Dhikti Orts auf. Bis auf 2917 m steigen die kristallinen Gebirgsmassive im Nordosten und Osten Griechenlands an. Thrakien liegt an den Ausläufern des Rhodopengebirges und den Flussniederungen von Nestos und Evros. Die Halbinsel Chalkidiki in Makedonien zeichnet sich Dur drei fingerförmige Landzungen aus. Gebirgszüge begrenzen auch die Beckenlandschaften Thessaliens und prägen Evia, Attika und die Kykladen.

Nordgriechenland:

Nur im Norden hat Griechenland Landesgrenzen mit seinem Nachbarstaaten Albanien, Mazedonien, Bulgarien und Türkei. Das Ionische Meer im Westen begrenz den Epirus, die Ägäis im Osten Makedonien und Thrakien. Von Norden nach Süden verläuft der über 2000 m hohe Pindos, an der bulgarischen Grenze erstrecken sich die Rhodopen und der nahezu 3000 m hohe Olymp galt in der Antike als Sitz der Götter. Zwei der drei Landfinger der Halbinsel Chalkidiki werden von bewaldeten Hügeln eingenommen, auf Sithona dominiert der Burg Athos (UNESCO). Es gibt zahlreiche Seen und die Flussebenen sind fruchtbare Kulturlandschaften.

Kulturelle Zentren:

  • Delphi
  • Meteora
  • Kalambaka
  • Metsovo
  • Ioannina
  • Korfu
  • Kastoria
  • Veria
  • Naoussa
  • Vergina
  • Dion
  • Pella
  • Thessaloniki
  • Olynthos
  • Poligiros
  • Arnea
  • Athos
  • Olimbiada
  • Seres
  • Kavala
  • Philippi
  • Thassos
  • Xanthi
  • Avdira
  • Komotini
  • Maronia
  • Soufli
  • Samothraki

Landschaft:

  • Vikos-Aoos Nationalpark
  • Perama
  • Pindos
  • Préspa Nationalpark
  • Olymp
  • Spileo Petralonon
  • Nestos-Delta

 Athen:

Die Hauptstadt Griechenlands und des Bezirks Attika liegt in einer von Bergen umgebenen Küstenebene des Saronischen Golfs. Längst ist die Stadt mit ihren Vorstädten, wie etwa dem Hafen Piräus, verschmolzen. Athen wird durch die Berge Hymettos, Pentelikon, Parnes und Ägaleos eingerahmt und durch die „Türkenberge„, den 277 m hohen Lykabettos und südlich davon den 156 m hohen Felsen der Akropolis, geteilt.

Städte:

  • Athen

Peloponnes:

Die Halbinsel ist durch den Isthmus von Korinth mit dem Festland verbunden. Die Landenge wurde 1893 durch den Kanal von Korinth durchtrennt. Das Innere der Halbinsel wird gebildet durch ein bis zu 2000 m hohes zerklüftetes Kalkgebirge, das heute kaum mehr bewaldet ist. Arkadien ist ein rundum 1000 m hoch gelegenes Hochland, das den Schaf- und Ziegenherden als Weide dient.

Kulturelle Zentren:

  • Korinth
  • Isthima
  •  Argos
  • Tiryns
  • Mykene
  • Nauplia
  • Epidauros
  • Geraki
  • Sparta
  • Mystras
  • Monemvassia
  • Pilos
  • Bassae
  • Olympia
  • Mega Spileo
  • Patras

Landschaft:

  • Akrokorinthos
  • Pirgos Dirou

Ägäis:

Die etwa 2000 Inseln im Ägäischen Meer sind die Gipfel eines alten Gebirges, das vor 30 Millionen Jahren abgesunken ist. Nur etwa 150 Inseln sind bewohnt. Die Kykladen sind trocken und verkarstet, nur auf Teilen des Archipels erlaubt eine dünne Vegetation die Haltung von Schafen und Ziegen. Die Inseln weiter nördlich sind dann des reichlichen Winterregens bewaldet.

Wichtigsten Inseln:

Nördliche Sporaden:

  • Skiathos
  • Skopelos
  • Skiros
  • Evia

Nordostägäis:

  • Limnos
  • Lesbos
  • Chios
  • Samos
  • Ikaria

Kykladen:

  • Andros
  • Mykonos
  • Delos
  • Sifnos
  • Serifos
  • Milos
  • Páros
  • Naxos
  • Ios
  • Santorin

Dodekanes:

  • Patmos
  • Kalimnos
  • Kos
  • Nissiros
  • Rhodos
  • Simi

Landschaft:

  • Alonissos-Meeres Nationalpark
  • Spileo Stalaktiton
  • Petaloudes
  • Platia Platanou
  • Caldera auf der Insel Nissiros
  • Petaloudes

Kreta:

Kreta ist die größte griechische Insel am Südrand des Ägäischen Meeres und der Sage nach die Heimat des Zeus. Das stark verkarstet Gebirge steigt im Ida bis auf 2456 m an. In den fruchtbaren Tälern, besonders an der Nordküste, werden Wein, Oliven, Weizen und Südfrüchte angebaut. Die südlichste Mittelmeerinsel war Schauplatz der ersten Hochkultur Europas, deren Träger die Mioner waren.

Kulturelle Zentren:

  • Heraklion
  • Knossos
  • Tilisos
  • Malia
  • Dikteon Antron
  • Agios Nikolaos
  • Gournia
  • Kato Zakros
  • Ierapetra
  • Zaros
  • Phaistos
  • Agia Triada
  • Rethimno

Landschaft:

  • Faragi Nekro
  • Faragi Samarias

 Türkei; auf der Balkanhalbinsel Türkisch Thrakien:

Der europäische Teil der Türkei reicht von der bulgarischen und der griechischen Grenze im Westen bis zum Marmarameer im Südosten und vom Schwarten Meer im Nordosten bis zur Mittelmeerküste im Westen. Die Landschaft ist weitgehend durch baumlose Hügel charakterisiert.

Städte:

  • Edirne
  • Istanbul

Landschaf:

  • Bosporus

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