Albanische Riviera

Mit Albanischer Riviera  wird ein steilerKüstenabschnitt im Südwesten Albaniens bezeichnet. Die Rivieraliegt am Ionischen Meer nördlich von Saranda und endet am Llogara-Pass (1027 m ü. A.) südlich von Vlora, wo die Adria beginnt. Der nördliche Teil der Riviera gehört zum Kreis Vlora, der südliche zumKreis Saranda. Von den Albanern wird die Riviera oft einfach auch als Bregu, „die Küste“, bezeichnet. Das Ceraunische Gebirge trennt die Riviera vom Hinterland.  Das Gebiet liegt sehr abgelegen und ist nur auf schmalen, kurvenreichen Straßen zu erreichen. Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus 1990/91 wurde die Riviera stark entvölkert. Insbesondere die jungen Bewohner suchten Arbeit in Griechenland, wie dies beispielhaft für den Ort Fterra dokumentiert wurde. In manchen Dörfern leben nur mehr alte Leute.

Orte:

Der Hauptort der Riviera ist Himara. Zur Bashkia Himara zählen zudem neun Dörfer. Palasa ist das nördlichste, am Fuß des Llogara-Pass gelegen. Es folgen nach Süden Dhërmi, Gjileka, Ilias und Vuno.Pilor und Kudhës liegen in den Bergen östlich von Himara. Südlich an der Küste kommt Qeparo-Fusha und das darüber am Berg gelegeneQeparo. Zur südlich anschließenden Komuna von Lukova zählen die in den Bergen liegenden Dörfer Fterra und Çorraj sowie an der KüsteBorsh, Qazim Pali, Piqeras, Sasaj, Lukova, Shën Vasil – das während der kommunistischen Diktatur Përparim hieß – und Nivica, das aber schon hinter dem Pass von Shën Vasil liegt.

Tourismus: 

Um das Jahr 2000 begann die Region sich allmählich touristisch zu entwickeln. Es entstanden diverse Hotels, Ferienwohnungen und Restaurants. Das größte und modernste Hotel ist das Rapos Resort Hotel in Himara. Die Küstenstraße ist seit Herbst 2008 neu ausgebaut. Auch die Zufahrtsstraße über den Llogara-Pass (Nationalstraße SH 8) ist entweder neu ausgebaut oder in gut befahrbarem Zustand. Bis 2011 wurden alle Stichstraßen zu den Stränden von Dhërmi bis zur Höhle von Lukova ausgebaut.Die meisten Touristen sind Albaner aus Albanien, Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien sowie Emigranten auf Heimaturlaub. Außerhalb des Hauptorts Himara und dem Dorf Dhërmi ist die Landschaft jedoch noch überwiegend frei von Hotels und Restaurants. Das französische Reiseunternehmen Club Méditerranéeplante bei Shën Vasil als erster westlicher Investor den Bau einer Hotelanlage. Die Bauarbeiten kamen bis 2009 über Jahre hinweg kaum voran, weil die lokale Bevölkerung wegen Streitigkeiten um Grundeigentum dagegen protestierte.Club Méditerranée zog sich dann zwischenzeitlich aus Albanien zurück.

Klima:

Im Süden am Ionischen Meer ist das Klima deutlich milder, was auch im Winter zu meist milden Temperaturen führt. In den Küstenregionen nehmen im Winter die Niederschlagsmengen deutlich zu. In Saranda werden jährlich fast 300 Sonnentage verzeichnet.

Saranda:

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12°C13°C15°C20°C24°C29°C32°C32°C28°C23°C17°C13°C
5°C5°C6°C10°C14°C17°C20°C20°C19°C12°C8°C5°C

Sonnenstunden:

Jan.
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Dez.
5 h5 h6 h7 h9 h10 h11 h11 h10 h8 h6 h5 h

Wassertemperaturen:

Jan.
Feb.
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Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
15°C15°C15°C16°C20°C25°C27°C28°C25°C22°C18°C16°C

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