Klima im Bundesstaat North Dakota

Das Klima in North Dakota ist ein typisches Beispiel für ein Kontinentalklima; der Staat befindet sich weit entfernt von großen Wasserflächen, die das Klima mäßigen könnten. Deshalb reicht die Spanne von drückend heißen und trockenen Sommern bis hin zu bitterkalten Wintern. Warme Luftmassen aus dem Golf von Mexikound kalte Luftmassen aus den Polargebieten sorgen oftmals für starke Winde. Im Sommer führt das Zusammentreffen von arktischen und tropischen Systemen an jährlich 20 bis 40 Tagen zu teils heftigen Gewittern. Tornados sind nicht selten und treten meistens im südöstlichen Viertel des Staates auf. Im Winter tendiert das Wetter zu stabileren Verhältnissen: Kalt und trocken, mit gelegentlichem Schneefall. Trotzdem kann der konstante Wind zu jeder Zeit im Winter Schneestürme hervorrufen. Schwere Schneestürme treten im späten Winter und zeitigen Frühjahr auf. Im Frühjahr ist Hochwasser im sehr flachen Red River Valley weit verbreitet. 1997 setzte ein schweres Hochwasser im östlichen North Dakota weite Teile des Red River Valleys unter Wasser und verursachte in der Stadt Grand Forks große Schäden.


Klimatologische Bedienungen:

North Dakota liegt im zentralen Nordamerika und weist daher extreme Temperaturen auf. Das Klima im Bundesstaat ist grundsätzlich ein Kontinentales Klima mit kalten Wintern und milden bis heißen Sommern. Jede Jahreszeit weist wechselhaftes Wetter auf. Beispiel für solche Wetteränderungen sind die “Alberta Clipper”, ein Tiefdruckgebiet aus dem Norden, dass im Winter nach Süden in den Staat North Dakota zieht. Weiter Extreme sind heftige Gewitterstürme im Frühling und Dürren, sowie Hitzewellen im Sommer. Der Sommer kann bereits im frühen April oder Mai beginnen und endet mitunter erst im September oder Oktober. North Dakota liegt über tausend Kilometer von größeren Wasserflächen entfernt, beispielsweise den Lake Superior. Die Unterschiede der Temperaturen und Niederschlagsmenge variiert stark. Der Bundesstaat liegt nördlich genug, um Tiefstwerte von bis zu -50°C aufzuweisen. Im Winter entstehen Blizzards. Im Sommer können die Spitzenwerte bis auf +49°C steigen. Hinzu kommt es zur Entstehung von Tornados. North Dakota liegt im Übergangsgebiet vom feuchten Kontinentalklima (Osten) zum semi-ariden Klima (Westen). Eine Abnahme des Niederschlags und der Luftfeuchte liegt vom Ost nach West vor. Die jährlichen Niederschlagsmenge variieren von 356 mm bis 559 mm. Schnee kann zwischen November und März fallen, aber Regen ist ganzjährig möglich. Im Winter führt dies zu Eisregen. Jeder Monat im North Dakota weist Schneefall auf. Selbst im Juli und August wurde Schnee registriert.


Jahreszeiten:

Winter:

Die Winter in North Dakota werden durch sehr kaltes und schneereiches Wetter geprägt. Schnee ist die dominante Niederschlagsform im Winter. Hin und wieder kann es zu gefrorenen Regen, Eis oder Eisregen kommen. Die Tiefdruckgebiet der Alberta Clippers können sich zu heftigen Blizzards entwicklen. Der jährliche Schneefall liegt im Zentrum bei 66 cm und steigt im Norden und Südwesten auf 97 cm. Die nächtlichen Temperaturen können im Extremfall auf bis zu -50°C fallen. Die absolute Rekordtemperatur liegt bei -51°C.

Frühling:

Der Frühling ist eine Übergangsjahreszeit. Im frühen Frühling kommt es noch zu Schneestürmen, aber im späten Frühjahr steigen die Temperaturen in angenehme Werte und es kommt schlagartig zur Entwicklung an Gewitterstürmen. Diese brisante Wetterlage, Zusammentreffen von Nord- und Südfronten, verstärkt die Entwicklung von Tornados. Ein Tornadorisiko besteht auch noch im Sommer und Frühherbst, allerdings weist der Spätfrühling die höchste Rate an Wirbelstürmen auf. Grund für die starke Entwicklung von Gewitterstürmen und Tornados ist die Lage in der Tornado Alley. Überschwemmung kommen häufig im Red River Valley vor, da es im Frühling zu einer raschen Schnee- und Eisschmelze kommt. Die heftigste Flut wurde im Jahr 1997 beobachtet, als die Stadt Grand Forks schwer beschädigt wurde.

Sommer:

Der Sommer ist heiß und feucht mit einer hohen Luftfeuchtigkeit. Im Westen sind die Sommer deutlich heißer und die Luftfeuchte geringer. Aufgrund der Schwüle kommt es zur Entstehung von Gewitterstürmen. An 22 bis 34 Tagen im Jahr kommt es zu heftigen Unwettern. Die Höchsttemperaturen liegen für gewöhnlich um die +30°C im Westen und bei +25°C im Osten. Die absolute Rekordtemperatur liegt bei +49°C. Auch zu dieser Jahreszeit kommt es zur Entwicklung von Tornados. Der Schnitt in North Dakota liegt bei 13 Tornados pro Jahr.

Herbst:

Der Herbst ist die zweite Übergangszeit im Jahr. Der Jet Stream versucht ein wechselhaftes Wetter und größere Temperaturunterschiede. Vom späten Oktober bis November entwickle sich heftige Stürme, die stark genug sind um als Winterstürme einzugehen. Der Herbst und Frühling sind die windigste Jahreszeit in North Dakota.


Wetterextreme und -ereignisse:

Dürre des Septembers 2017:

Der September des Jahres 2017 wurde durch eine abnormale Trockenheit geprägt. Die Dürre wurde durch sehr hohe Temperaturen und extrem wenig Regen über längere Zeit verschärft. Der Sachschaden der Naturkatastrophe summierte sich auf 4 Mrd. Dollar oder 5 Mrd. Dollar.


Klimaregionen:

Badlands:

Die Badlands im Südwesten von North Dakota weisen ein semi-arides Klima mit sehr kalten Wintern und sehr heißen Sommern auf. Die Niederschlagsmengen sind im Winter deutlich geringer, als im Sommer. Schnee ist reichlich und summiert sich auf bis zu 60 cm pro Jahr. Die Winter sind sehr kalt, schneereich und äußerst streng, da die Polarluft aus dem Norden die Wetterlage im Winter maßgeblich beeinflusst. Die Sommer sind sehr heiß und gewittrig mit auftretenden Dürreperioden. Das Klima in den Badlands zählt zu den trockensten Klimaten des Bundesstaats.

Coteau du Missouri (Missouri Plateau):

Das Klima des Missouri Plateaus ist ein kontinentales Klima mit extreme Temperaturen und kurzen Übergangszeiten. Der westliche Teil ist deutlich feuchter, als der Osten. Die Sommer sind grundsätzlich sehr warm bis heiß mit jährlichen Temperaturspitzen von +36°C. Die Winternächte können Werte von bis zu -30°C aufweisen. Das Wetter im Winter ist sehr kalt, streng, schneereich und eisig. In den Sommermonate kann es zu Tornados, Unwettern mit Hagelschlag, Hitzewellen und Dürreperioden kommen. Blizzards und Eisstürme treten im Winter auf.

Drift Prairie:

In der Region ist das Klima ein Mischtyp aus dem feuchten Kontinentalklima des Ostens (Dfb) und dem semi-ariden Klimas des Westens. Die jährlichen Niederschläge liegen im moderaten Bereich. Im Sommer und Spätfrühling sind Gewitterstürme hochfrequentiert. Die Sommer sind warm bis sehr warm, aber nie richtig heiß. Die Temperaturen reichen im Jahresverlauf von -35°C bis +33°C. An 39 Tagen fällt das Thermometer unter -18°C, während 14 Tage im Jahr einen Höchstwert von 32°C aufweisen. Grundsätzlich ist das Klima mit den Klimaten der Great Plains oder Badlands von North Dakota vergleichbar, da die Drift Prairie, beide Großlandschaften bedeckt. Hier sind die Sommer heiß und gewittrig, während die Winter deutlich trockener, sehr kalt, lang, streng und schneereich sind.

Great Plains:

Die Great Plains von North Dakota weisen ein kontinentales Klima mit zwei Niederschlagstypen auf, zu einem dem semi-ariden Klimatyps des Westens, und zum andere des feuchten Klimatyps des Ostens. Die Region ist berüchtigt für extrem heftige Gewitterstürme und Tornados mit erheblicher Zerstörungskraft. Die Winter sind extrem kalt, trocken und schneereich mit Tiefstwerten von bis zu unter -40°C. Die Sommer hingegen können sehr heiß werden mit Spitzenwerten von bis zu über +40°C. Der Klimatyps der Great Plains beeinflussen komplett den Bundesstaat North Dakota.

Red River Valley:

Das Klima in Red River Valley ist ein feuchtes Kontinentalklima der Great Plains mit extrem Temperaturunterschieden. Die Übergangszeiten sind im Tal recht kurz. Die Winter extrem kalt, sehr streng und schneereich, während die Sommer heiß, schwül und gewittrig sind. Selbst im späten Oktober kann es noch zu warmen Tagen kommen, diese nennt man “Labor Day”. Im Frühjahr kann es im Red River Valley zu starken Überflutungen kommen. Grund dafür ist die rasche Schnee- und Eisschmelze, die die Flüsse stark anschwellen lässt, und somit heftige Fluten verursacht. Das Hochwasser wandert weiter in Richtung Norden nach Kanada. In sehr kalten Winternächten kann das Thermometer auf unter -30°C ansteigen, während die Sommerspitzen bei +34°C liegen. Die absoluten Rekordwerte liegen zwischen -42°C und +43°C (Grand Forks).