Klima des Bundesstaat Texas

Texas lässt sich in drei verschiedene Klimazonen unterteilen. Von der Küste aus, die fast ihrer ganzen Länge nach von Lagunen eingefasst ist, erstreckt sich 50 bis 100 Kilometer landeinwärts ein relativ flaches Gebiet, das zum Teil sehr fruchtbar und für den Anbau von Baumwolle, Zuckerrohr und stellenweise auch Reis vorzüglich geeignet ist. Dahinter erhebt sich ein wellenförmiges hügeliges Land, welches, bis 320 Kilometer breit, den ganzen Nordosten des Staats umfasst und großteils vonPrärien bedeckt ist. Der nordwestliche Teil des Staatsgebiets ist Berg- und Hochland und besteht zum Teil aus einem 1300 Meter hohen wüsten Sandsteinplateau (Llano Estacado). Der Norden, auchTexas Panhandle genannt, ist sehr fruchtbar und wird noch heute für die Viehzucht genutzt. Im gesamten Süden und Westen wurde bis Anfang der 1980er Jahre Erdöl gefördert. An Flüssen ist Texas reich, wenn auch die wenigsten während des gesamten Jahres schiffbar sind. Der Red Riverscheidet es von Oklahoma und Arkansas, der Sabine von Louisiana und der Rio Grande von Mexiko. Weitere wichtige Flüsse sind der Colorado River, der Pecos River und der Brazos River. Das Klima gilt im Vergleich zu den übrigen südlichen Staaten der USA als gesund.


Nördliches Texas:

Die Nördlichen Ebenen Texas weisen ein semi-arides Klima mit mäßigen Niederschlag um die 810 mm. Hier wird der höchste Schneefall registriert von ganz Texas, vor allem im Panhandle und nahe der Grenze zu New Mexico ist die Schneemenge besonders hoch. Die Sommer sind meist klar. Die Winternächte liegen meist unter dem Gefrierpunkt. Der nasseste Monat ist der April und Mai. Tornados treten im späten Frühling auf. Die Region gehört zur Tornado Alley. Ganzjährig kann es zu längeren Dürreperioden kommen, die mitunter Staubstürme verursachen. Der Texasnische Panhandle ist die am weitesten vom Golf von Mexiko entfernte Region des Bundesstaates, dadurch fällt die Milderung aus. Im Winter herrschen zumeist Nordwinde vor, die kalte Temperaturen und eisige Nächte mit sich bringen.

Abilene:

Amarillo:

Lubbock:

Midland:

San Angelo:

Wichita Falls:


Trans-Pecos-Region:

Die Trans-Pecos-Region, besser bekannt als Big Bend Country, ist der westlichste Teil Texas und erstreckt sich vom Zentrum in Richtung Westen. Der Herbst, Winter und Frühling weisen die meisten klaren Tage in gesamt Texas auf. Zu dem ist es die trockenste Region Texas und weist eine jährliche Niederschlagsmenge von um die 410 mm auf. Schneefall ist in den niedrigeren Lagen selten, während es in den Bergen schonmal zu Schnee kommen kann. Das aride Klima ist der Hauptgrund für die fortschreitende Desertifikation des Landes. Die Tieflagen, Becken und Ebenen sind Wüsten, während die Berge schonmal mit Kiefernwäldern bedeckt sind, da hier das Klima feuchter und gemäßigter ist. Die nassesten Monate im Jahr sind die Sommermonate.

El Paso:

Lajitas:

Valentine:


Texas Hill Country:

Das Texas Hill Country oder Zentral-Texas wird geprägt durch viele Flüsse und Hügellandschaften. Ein semi-arides Klima findet man westlich von Brady bis nach Junction und Rocksprings vor. In den östlichen und südlichen Regionen herrscht ein sub-humides Klima. Das Hill Country weist heiße Sommer und milde Winter auf. Im Winter kann es zu Kaltlufteinbrüchen kommen. Die Luftfeuchtigkeit ist hoch in der warmen Jahreszeit. Die jährliche Niederschlagsmenge liegt bei ca. 1200 mm. Überflutungen kommen oft vor. Betroffenen Regionen sind Orte nahe des Flusses und niedrig gelegenen Gebiete. Die Niederschlagsmenge reicht im Westen von 530 mm bis 890 mm im Südosten. Der nasseste Monat ist der April und Mai.

Austin:

San Antonio:

Waco:


Piney Woods:

Die Piney Woods bilden die östliche Region von Texas und weisen ein feuchtes Subtropenklima auf. Hier wird der meiste Niederschlag registriert. Die jährliche Menge liegt bei 1500 mm. Aufgrund der starken Beeinflussung des Golfs von Mexiko ist die Feuchtigkeit und die Luftfeuchte sehr hoch. Die nassesten Monate sind der April und Mai. Die Gegend ist für ihre heftigen Gewitterstürme bekannt. Tornados sind nicht ungewöhnlich. Aufgrund der hohen Luftfeuchte und den heißen Temperaturwerten ist die gefühlte Temperatur deutlich höher, als die tatsächliche Temperatur im Schatten. Im Bezug auf die Wintermonate und die Nähe zum Golf sind die Temperaturen kühl, aufgrund des kühlen Meerwasser. Nebel kann sich unter bestimmten Voraussetzungen bilden, wenn warme Luftströme auf die kühle Luft des Golf von Mexiko stoßen.

Dallas:

Fort Worth:

Galveston:

Houston:


Südliches Texas:

Das südliche Texas reicht vom semi-ariden Klima im Inland des Landes zu etwas feuchteren Klima des Rio Grande Valley. Die südtexanische Regionen gehören zu den südlichsten Gefilden der Great Plains. Die Niederschlagsmenge und -verteilung im Inland des Südens ist vergleichbar mit dem Niederschlag im Norden der Great Plains. Die Küstengebiete sind fast ausschließlich ganzjährig warm, aufgrund des währenden Effekts des Golf von Mexiko. Dennoch kann es im Winter kalt werden und Schneefall kann auftreten. Die Sommer sind feucht und heiß. Regen an der Küste sind höher, als im südtexanischen Inland. Die nassesten Monate im Jahr sind der April und der Mai. An der Golfküste ist der September der nasseste Monat im Jahr. Hurrikane können auftreten. Die Tropenstürme entwickeln sich meist Ende August und im September. Das Hinterland ist deutlich trockner und weist dementsprechend eine andere Vegetation auf. Die Winter im Inland sind mild, dennoch kann es zu arktische Kaltlufteinbrüche kommen, wenn die nördlichen Luftströmungen der Arktis bis nach Südtexas vordringen. Tornados sind möglich, dennoch nicht so wahrscheinlich wie in den anderen Regionen Texas. Der südlichste Teil Südtexas weist ein tropisches Klima auf. Im unteren Rio Grande Valley wächst tropische Vegetation, aufgrund des tropischen Savannenklimas.

Brownsville:

Corpus Christi:

Laredo:


Schneefall: