Klima in Portugal

Die alte Seefahrernation Portugal liegt im westlichen Spanien auf der Iberischen Halbinsel und am Atlantik. Lissabon ist Hauptstadt an der Flussmündung des Tejo und hat etwa eine halbe Million Einwohner. Cabo de Roca ist westlichster Punkt des europäischen Festlandes. Eine Reihe von Inseln wie die Azoren und Madeira zählen zum weiteren Staatsgebiet. Wie bei einem Seeklima üblich, sind an den Küsten die Winter mild, die Sommer je weiter nördlich eher kühl, am sonnigsten und trockensten ist die Algarve im Süden zu nennen.  Von Mitte Juni bis September ist Hauptreisezeit für Portugal. Juli und August wird es sehr heiß an der Algarve, in Alentejo und oberen Douro Tal. Frühling und Herbst sind eine Alternative zum touristisch belebten Sommer. November bis März regnet es vornehmlich häufig und schwer im Norden, dagegen bleibt die Algarve davon ausgenommen. Sie bleibt ganzjährig sonnenverwöhnt.


Klimaregionen:

Die folgenden Klimaregionen und Landschaften in Portugal werden nach Alphabet sortiert.

Alentejo:

Das Klima der Region ist warm und trocken mit Sommertemperaturen die weit über +40°C reichen. Fast jedes Jahr werden Temperaturen von bis zu +45°C gemessen. Die Winter sind mild, aber regnerisch. Insgesamt gesehen ist das Klima extreme und heiß. Das Klima an der Küste von Alentejo ist mild und deutlich gemäßigter, als im Inland. Der Atlantische Ozean hat einen großen Einfluss auf das Küstenklima. Am Küstenstreifen werden im Sommer Spitzenwerte von +35°C gemessen.

Algarve:

→Algarve Klima

In der Algarve werden europaweit die meisten Sonnentage gezählt. Die Sommer sind heiß und trocken; auch im Winter sinkt die Temperatur selten unter 10 Grad Celsius. Selbst der Januar bietet sonnige Tage um 20 Grad. Die Nachttemperaturen sind durchweg angenehm. Starke Sommerhitze stellt sich in der Regel immer nur für wenige Tage ein, wenn statt der kühlen Winde vom Atlantik der sogenannte Levante aus Afrika bläst. In den jüngsten Jahrzehnten hat die Brandgefahr zugenommen.

Alto Trás-os-Montes:

Das Klima im Nordosten Portugals ist semi-humid und mediterran. Die Sommer sind warm und können teilweise sehr heiß werden. Die Winter sind hier mit am frischesten. Die Niederschlagsmenge im Winter ist hoch und liegt etwas unter 100 mm pro Monat. Die Sommer sind trocken. Das Douro-Tal stellt eine Ausnahme dar, da dort ein mildes Mikroklima herrscht. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass im nordportugiesischen Bergland ein sehr raues Klima herrscht. Nicht umsonst zählt die Region Alto Trás-os-Montes zu den rauesten und wildesten Regionen des Landes. Hier werden zudem mit die kältesten Temperaturen landesweit gemessen.

Braganca

Ave:

In der Regio Ave ist das Klima mit am kühlsten in ganz Portugal. Das Klima hier ist ein mediterranes Klima mit warmen Sommern. Die Niederschläge sind im Winter sehr hoch und die Sommer sind relativ trocken.

Azoren:

Die Azoren sind durch ein ozeanisch-subtropisches Klima geprägt. Die Lage inmitten des Atlantischen Ozeans sorgt dafür, dass Jahreszeiten und Temperaturextreme sehr ausgeglichen sind, d. h. für die Breitenlage sehr milde Winter und nicht so heiße Sommer. Zudem sind die Luftmassen aufgrund des langen Weges über dem offenen Ozean relativ feucht. Die Temperaturen liegen im „Azorenwinter“ im Mittel bei 11 Grad in der Nacht und 17 Grad am Tag. Kalte Nächte bringen etwa 6 Grad, sehr milde Tage rund 22 Grad (Wassertemperatur 16 Grad). Die Inseln sind völlig frostfrei und ermöglichen damit auch manchen tropischen Pflanzen das Überleben. Erst ab ca. 400 m kann Frost auftreten, ab ca. 800 m in seltenen Fällen Schneefall. Der Vulkangipfel auf Pico ist mit 2300 m Höhe im Winter sehr häufig schneebedeckt. Im Sommer (August) erreicht die mittlere Temperatur milde 19 Grad in der Nacht und 25 Grad am Tag. Kühle Sommernächte haben 15 Grad, warme Sommertage erreichen die 30-Grad-Marke. Die Wassertemperaturen betragen 22 bis 24 Grad.

Baixo Mondego:

Das Klima in dieser Subregion ist mediterran mit heißen Sommern. An der Küste ist das Klima mild mit kühlen Wintern und warmen Sommern. Im Landesinneren werden die Temperaturunterschiede größer. Hier ist es im Sommer deutlich heißer und im Winter deutlich kühler. Temperaturen von bis zu +40°C können auftreten. Auf die gesamte Subregion hat der Atlantische Ozean einen erheblichen Einfluss.

Baixo Vouga:

In dieser Region liegt der Übergang vom mediterranen Klima mit heißen Sommern, zum mediterranen Klima mit warmen Sommern. An der Küste ist es mild und halbtrocken. Selbst im Sommer erreichen die Spitzenwerte keine +32°C. Im Landesinneren ist es in den Sommermonaten deutlich wärmer, während es im Winter kühler ist. Der Atlantik hat einen erheblichen Einfluss auf die Region.

Beira Interior Sul:

Diese Region gehört zu den heissesten Regionen Portugals und wird strak vom Inlandklima der Iberischen Halbinsel beeinflusst. Die Sommer sind sehr heiß mit Temperaturspitzen von über +40°C. Die Winter sind kühl und feucht. Die Niederschläge sind semi-arid.

Cávado:

Das Klima in der Region Cávado ist mediterran und weist warme Winter auf. An der Küste ist das Klima deutlich kühler und rauer. Der Atlantik hat einen großen Einfluss auf die Region. Weiter im Inland sind die Temperaturen im Sommer höher und im Winter kälter.

Braga

Dão-Lafões:

Hier herrscht ein typisches Inlandklima der Iberischen Halbinsel mit schwacher Beeinflussung des Atlantischen Ozeans. Die Winter sind kühl und feucht, während die Sommer heiß und trocken sind. Der Schwerpunkt des Regenfalls liegt im Herbst und Winter.

Douro-Tal:

Im Douro-Tal herrscht ein mediterranes Klima mit heißen Sommern. Es gehört zu den wärmsten Regionen Nordportugals und unterscheidet sich erheblich von den weiter westlich gelegenen Gefilden Nordportugals. Die Winter sind kühl und sehr feucht, während die Sommer heiß und trocken sind. Das milde Klima begünstigt den Anbau von Wein.

Grande Lisboa:

Die Klimaklassifikation nach Lauer und Frankenberg (1987) ordnet das Klima Portugals dem maritimen und semihumiden Klima der subtropischen Klimazone zu. Aufgrund seiner Lage direkt am Atlantik wird es vom Temperaturverhalten des Meeres geprägt: Nicht zu heiße Sommer und verhältnismäßig milde Winter. Die Temperaturen fallen nur selten unter 0 °C. Noch seltener sind Schneefälle zu verzeichnen.

Grande Porto:

Die Klimaklassifikation nach Lauer und Frankenberg (1987) ordnet das Klima Portugals dem maritimen und semihumiden Klima der subtropischen Klimazone zu. Aufgrund seiner Lage direkt am Atlantik wird es vom Temperaturverhalten des Meeres geprägt: Nicht zu heiße Sommer und verhältnismäßig milde Winter. Die Temperaturen fallen nur selten unter 0 °C. Noch seltener sind Schneefälle zu verzeichnen. Die Monate mit den höchsten Niederschlagswerten sind Oktober bis April. Entscheidend ist die Lage am kühlen Kanarenstrom, der in südlicher Richtung an der Küste Portugals entlangstreicht. Er bewirkt in der warmen Jahreszeit häufig Küstennebel. Im Winter liegt Porto oft im Einflussbereich atlantischer Tiefausläufer, die im Küstenbereich viel Regen bringen. Die Summe des jährlichen Niederschlags beträgt durchschnittlich 1267 mm.

Lezíria do Tejo:

Diese Region stellt das Hinterland der Stadt Lissabon dar. Hier sind die Temperaturen extremer ausgeprägt. Hier ist die Beeinflussung des iberischen Inlandklimas mehr zu spüren, als an der Küste. Der Atlantik hat ebenso einen großen Einfluss auf die Region. Die Winter sind kühl und mild, während die Sommer heiß oder sehr heiß.

Madeira:

Madeira verfügt über mehrere Mesoklimata. Im Norden der Insel regnet es häufig, der Süden ist dagegen subtropischwarm. Im Sommerhalbjahr liegt die Insel im Einflussbereich des Nordostpassats, im Winterhalbjahr liegt sie im Westwindgürtel. Der vorherrschende Wind kommt aus Nordost. Er entsteht vor der Küste Portugals und zieht in Richtung auf die Kapverdischen Inseln. Dieser Wind bringt Feuchtigkeit mit sich und verursacht hohe Wellen an der Nordküste und oft, besonders morgens, unbeständiges Wetter an der Ostseite der Insel. Bei westlicher Windrichtung kann es im Osten der Insel sonnig und trocken sein, während es im Süden und im Westen regnet. Die durchschnittliche Tageshöchsttemperatur schwankt zwischen 19 Grad Celsius im Januar und Februar und 26 Grad Celsius im August und September. In ausgeklügelten, offenen Bewässerungsanlagen, den Levadas, wird Wasser aus dem regenreicheren Norden in den Süden, zu den Plantagen und Gärten, geführt.

Médio Tejo:

Das Klima in der Region Médio Tejo ist nicht ganz so mild wie an der Küste, aber es gibt auch keine Extremitäten. Dennoch können die Sommer sehr heiß werden. Die Winter sind kühl und feucht, während die Sommermonate trocken sind. Hier herrscht ein mediterranes Klima mit heißen Sommern und semi-ariden Niederschlag.

Minho-Lima:

Das Klima wird stark vom Atlantischen Ozean geprägt und weist selbst im Sommer noch relativ hohe Niederschlagsraten auf. Die Winter sind kalt bis kühl und die Sommer warm.

Península de Setúbal:

Das Klima auf der Halbinsel ist mediterran mit heißen Sommern. Die Sommertemperaturen werden vom Atlantik gemildert. Die Winter sind mild. Die Niederschläge sind semi-arid mit Schwerpunkt auf die Herbstmonate und den Winter.

Serra da Estrela:

Das Klima in der Serra da Estrela ist größtenteils mediterran, jedoch auch von Kennzeichen der gemäßigten Klimazonen geprägt. Die Sommer sind trocken und warm, von Oktober bis Mai sind die meisten Niederschläge zu erwarten. Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt bis zu 2500 Millimeter, wobei die Niederschlagsmengen auf der Westseite etwas geringer sind, obwohl hier mehr Regentage zu verzeichnen sind. Auf den Gipfelplateaus liegt die Jahresdurchschnittstemperatur bei etwa 4 °C. In diesen Höhenlagen, also auf 1400 bis 1600 Metern, kommt es an etwa 40 bis 50 Tagen im Jahr zu Schneefall, wobei die jährlichen Schwankungen groß sind. Eine durchgehende Schneedecke ist jedoch meist nur wenige Wochen im Jahr anzutreffen. Die Hauptwindrichtungen sind West und Nordwest.