Klima des Iran

Das Klima im Iran ist sehr vielfältig. Es überwiegen arideKlimaverhältnisse, doch treten regional – insbesondere im Norden (Kaspisches Meer) und an einigen Gebirgswänden – jährliche Niederschläge bis über 2.000 mm auf. Am trockensten sind die Salzseen im Landesinnern, während es in den Küstengebieten an den südlichen Küsten nachts auch zur Bildung von Nebelkommen kann.


Provinz Alborz:

Die Alborz-Provinz liegt am Fuße des Elburs-Gebirge. Durch die Höhenlage zwischen 1000 und 1700 m, herrscht dort ein semi-arides Klima mit sehr heißen Sommern und kalten, teils auch schneereichen Wintern.

Karadsch:


Provinz Ardabil:

Das Klima der Provinz ist kühl und geprägt von der Berglage. Maximal werden im Sommer +35°C erreicht. Die Sommer sind generell kurz und warm. Die Winter sind bitterkalt mit Nachtwerte unter -25°C.

Ardabil:


Provinz Buschehr:

Die Provinz erstreckt sich entlang des Persischen Golfes im Süden des Irans. Die Sommer sind untertäglich heiß. Die Winter weisen angenehme Temperaturen auf.

Būschehr:


Provinz Chuzestan:

Die Provinz liegt im südiranischen Tiefland zwischen dem Zāgros-Gebirge und dem Persischen Golf. Die Landschaft besteht aus wüstenähnlicher Steppe und an den Flussläufen befinden sich größere Sümpfe.

Das Klima ist generell sehr heiß und teils auch feucht. Die Winter können kalt und sehr trocken sein. Die Temperaturen liegen bei +45°C und mehr. Im Winter können Temperieren unter dem Gefrierpunkt gemessen werden. Die Provinz zählt zu den heissesten Regionen der Erde. Hier wurden schon Temperaturen von +55°C gemessen.

Ahvaz:


Provinz Fars:

In der Provinz Fars findet man drei Klimazonen vor. In der gebirgigen Region herrscht ein gemäßigtes Klima mit moderat kalten Wintern und milden Sommern. In der Zentralregion findet man regnerische Winter und heiß-trockene Sommer vor. Im Süden und Südosten findet man kalte Winter und heiße Sommer vor.

Fars:


Provinz Ghom:

Das Klima der Provinz Ghom ist ein Mischtyp aus einem Wüsten- und einem Halbwüstenklima. Je nach topographischer Gegebenheit, unterschieden sich die Klimate voneinander. In den trocknere Regionen herrscht ein heiß-trockenes Klima mit niedriger Luftfeuchte und wenig Regen.

Ghom:


Provinz Gilan:

Gilan weist ein feuchtes Subtropenklima auf. Die Niederschlagssummen sind dort im ganzen Iran am höchsten. Die Mengen summieren sich auf 1900 mm an der Südwestküste. Im Schnitt liegen die Mengen auf 1400 mm pro Jahr. Die Hauptstadt Rascht wird auch “Stadt des Regens” gennant. Der meiste Regen fällt zwischen September und Dezember. Die Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch und kann in den Küstenebene auf über 90% steigen. Das Klima an der Küstenlinie ist kühler und ist daher von einer üppigen Vegetation bewachsen. Das Klima in der Küstenebenen ist vergleichbar mit dem von Mazandaran.

Rascht:


Provinz Golestan:

Golestan weist ein mildes Klima mit ganzjährig gemäßigten Temperaturen auf. Geographisch gesehen kann die Region in zwei Teile gegliedert werden: Ebenen und Berge des Elburs. Der höchste Punkt der Provinz ist der Schavar (3945 m).

Gorgan:


Provinz Hamadan:

Die Provinz liegt auf einem Hochland der Alvand-Berge. Sie ist Teil des Zagros-Gebirge. Das Klima ist gemäßigt und weist warme bis heiße Sommer und relativ kalte Winter auf.

Hamadan:


Provinz Hormozgan:

Die Provinz ist sehr gebirgig und liegt im südlichen Ende des Zagros-Gebirges. Das Innenband besteht aus wüstenhaften Bergen, während die Küstenregion deutlich feuchter und beinahe ganzjährig heiß ist. Für viele Iraner stellt der Küstenstrich ein bevorzugtes Urlaubsziel im Winter dar. An der Küste herrscht mit das wärmste Klima des Irans. Die Provinz weist ein sehr heißes und teils auch feuchtes Klima auf. Die Temperaturen können im Sommer auf bis zu +50°C steigen. Die Niederschläge sind recht gering.

Bandar Abbas:


Provinz Illam:

Aufgrund der topographischen Gegebenheiten in der Provinz herrschen dort unterschiedliche Klimate. Der Süden besteht aus weiten Wüsten und ist extrem trocken und heiß mit sehr wenig Niederschlag. In der Gebirgsregion des Ostens ist das Klima milder und die Niederschläge sind höher. Im Winter kann es zu Schneefall kommen. Der Norden weist kalte Winter und milde Sommer mit hohe Niederschlägen auf.

Illam:


Provinz Isfahan:

Die Provinz Isfahan weist ein trockenes Klima mit Temperaturen zwischen +11°C und +41°C. Die Winter sind kalt und sonnig. Die Sommer sind sehr heiß mit Tageswerten bis zu +45°C. Die Niederschläge sind sehr gering. Die Gebirge in der Provinz sind bis zu 4040 m hoch.

Isfahan:


Provinz Kerman:

Das Klima ist wüstenhaft mit sehr heißen Sommern und kalten Wintern. Die Niederschläge sind ganzjährig gering. Die Hauptstadt Kerman liegt auf 1748 m und weist im vergleich zu den Tiefländern der Provinz ein relativ angenehmes Klima auf.


Provinz Kermānschāh:

Die Provinz weist ein von den Bergen beeinflusstes Klima auf. Die Sommer sind in den Hochlagen mäßig warm, während in den Tief- und Beckenlange ein kontinentales Klima mit sehr heißen Sommern herrscht. Die Niederschläge summieren sich auf 500 mm.

Kermānschāh:


Provinz Kohgiluye und Boyer Ahmad:

Die Provinz liegt im südwestlichen Teil des Landes. Sie ist sehr gebirgig und hat Anteil am Zagros-Gebirge. Die höchste Erhebung ist der Dena mit 4409 Metern. Das Klima in der Provinz hängt von der Höhenlage ab. In den Tal- und Beckenlagen herrscht ein Kontinentalklima mit mediterranen Einfluss. Die Sommer sind dort heiß und die Winter vergleichsweise mild. In den Hochlagen und Bergen ist das Klima deutlich kühler und strenger.

Yasudsch:


Provinz Kordestān (Kurdestan):

Kurdestan ist mit die bergigste Provinz des Iran und weist ein mildes bis gemäßigtes Klima auf. Die Sommer sind mitunter sehr heiß und lang. Die Winter sind streng und können sehr kalt werden. Hinzukommt noch viel Schnee.

Sanandadsch:


Provinz Lorestan:

Klimatisch gesehen lässt sich Lorestan in drei Zonen einteilen:

  1. Bergregion (Broujerd, Doroud, Azna, Nourabad, Alischtar): weist sehr kalte Winter und moderat-warme Sommer auf.
  2. Zentralregion: In der Zentralregion beginnt der Frühling bereits Mitte Februar. Hier liegt auch die Hauptstadt Chorramabad mit seinen sehr heißen Sommern und milden Wintern. Die Winter sind sehr feucht und teils auch regnerisch.
  3. Südregion: Die südlichen Gefilden werden von den heißen Winde aus Chuzestan beeinflusst. Die Sommer sind sehr heiß und die Winter mild.

Das Klima in Lorestan ist semi-arid und kontinental mit hohen Winterniederschlägen. Schnee ist in den Bergregionen möglich. Vor allem an den Hängen der Zagros-Berge kommt es zu sehr hohen Niederschlagsmengen. Die Temperaturen variieren stark zwischen Tag und Nacht.

Chorramabad:


Provinz Markazi:

Die Provinz liegt im Iranischen Hochland. Das Klima ist kontinental geprägt mit semi-ariden Niederschlagsmustern, kalten Wintern und sehr heißen Sommern. Aufgrund der Höhenalge kommt es zu hohen Temperaturunterschieden. Die Winternächte können sehr kalt werden.

Arak:


Provinz Maschhad (Razavi-Chorasan):

Das Klima in der Provinz stellt ein Steppenklima des nordöstlichen Irans dar. Die Winter sind streng und kalt mit mäßigen Niederschlag. Die Sommer sind heiß, zwar nicht so heiß wie in anderen Städten, und sehr trocken. Die Luftfeuchte ist im Sommer gering. Die Provinz wird von zwei Bergketten durchzogen. Die Hauptstadt Maschhad liegt in einem Becken zwischen den Gebirgszügen.

Maschhad:


Provinz Māzandarān:

Im Süden liegt das Elburs-Gebirge mit dem 5671 m hohen Damawand. Durch dieses Gebirge wird Māzandarān vom trockenen wüstenartigen Binnenland abgeschirmt. An den Berghängen herrscht ein gemäßigt-feuchtes Klima. Dort wachsen Ausläufer des Hyrcanischen Waldes. An diesem gemäßigten Regenwald schliesst die Elburs-Waldsteppe mit einem deutlich trockneren Klima an.

Sāri:


Provinz Nord-Chorasan:

Das Klima in der Provinz ist ein arides bis semi-arides Kontinentalklima. Die Niederschläge sind gering und fallen meist im Frühjahr oder Winter. Die Winter sind kalt, mitunter sehr kalt, und etwas feuchter, als die staubtrockenen und heißen Sommern.

Bodschnurd:


Provinz Ost-Aserbaidschan:

Der höchste Punkt der Provinz ist der Sachand mit 3707 m. Die Gebirgs- und Hügelländer werden in drei Teilgebirgen eingeteilt: Quara-Daq, Sachand und Bozoqoosch-Berge, sowie die Kooch-Berge. Das Klima in Ost-Aserbaidschan wird von einen mediterranen Kontinentalklima mit semi-ariden Charakter beeinflusst. Milde Brisen vom Kaspischen Meer haben einen großen Einfluss auf die Tiefländer. Im Winter reichen die Temperaturen von +9°C (Täbris) bis +20°C (Maraga). In den Nächten können die Temperaturen auf -10°C bis -15°C abkühlen.

Täbris:


Provinz Sistan-Belutschistan:

Die durchschnittliche Jahrestemperatur der Provinz beträgt +20,8°C. Der Juli ist mit +33°C am wärmsten, während der Januar mit +7,5°C der kälteste Monat im Mittel ist. Die Niederschläge summieren sich im Schnitt auf 80 mm. Der meiste Regen fällt zwischen Oktober und März. Die anderen Monate sind fast oder gar niederschlagsfrei.

Zahedan:


Provinz Qazvin:

Die Provinz liegt im nordiranischen Hochland, das durch die südlichen Ausläufer des Elburs-Gebirges gebildet wird. Die Bergen erreichen eine Höhe von über 4000 m. Das Klima der Region ist eher kühl und weist winterlichen Schneefall auf. Die Sommer sind mild bis sehr heiß. Der Süden der Region weist die größte Entfernung zum Kaspischen Meer auf, daher herrscht dort ein inländisches Klima (kontinental) mit kalten Wintern und sehr heißen Sommern.

Qazvin:


Provinz Semnan:

Semnan ist teilweise sehr gebirgig und umfasst Teile der Großen Salzwüste Dascht-e Kawir (auch Kawir-e Namak). Das Klima ist dementsprechend variabel und reicht von alpinen Klimazonen bis zu den Klimaten der Wüsten.

Semnan:


Provinz Süd-Chorasan:

Die Provinz weist ein Steppen- und Wüstenklima auf. In der Provinz liegen viele Gebirgszüge und Salzwüsten. Die Dascht-e Lut (dascht bedeutet „Ebene, Plateau; Wüste“; lut „leer“) ist mit 166.000 km² die größte Wüste Irans. Südwestlich liegt das Zagros-Gebirge, das zur Aridität beiträgt. Im Norden schließt sich die zweite große iranische Wüste, die Kawir an. Infolge dieser Bedingungen ist der jährliche Niederschlag geringer als 50 mm (bei einer potentiellen Verdunstung von 5000 mm). Die Wüste ist einer der heißesten Orte der Erde. Eine Bodenmessung im Sommer per Satellit ergab 70,7 °C. Eine wissenschaftliche Expedition konnte sogar noch eine heißere Temperatur von 78,2 °C messen.

Birdschand:


Provinz Teheran:

Die Provinz liegt südlich des Elburs-Gebirges und des Kaspischen Meeres im Iranischen Hochland. Knapp 70 km nordöstlich von Teheran befindet sich der 5671 m Damāvand, in nördlicher Richtung befinden sich die Abhänge des 3975 m hohen Berges Totschāl.

In den südlichen Teilen ist es warm und trocken, während es in den Bergen kalt und halbfeucht ist. In den Hochlagen sind die Winter deutlich kälter und länger. Die Stadt Teheran weist moderate Winter und heiße Sommer auf. Die Niederschläge sind gering. Generell herrscht in der gesamten Provinz ein semi-arides Klima (Steppenklima) im Süden und im Norden ein alpines Klima.

Teheran:


Provinz Tschahār Mahāl und Bachtiyāri:

Das Klima der Provinz wird von Hochländer und Beckenlagen geprägt. Ingesamt herrschen dort sehr kalte Winter und heiße Sommer mit kühle Nächte. Die Niederschläge sind im Winter deutlich höher, als im Sommern.

Schahr-e Kord:


Provinz West-Aserbaidschan:

West-Aserbaidschan weist ein ausgesprochenes Kontinentalklima auf, welches aufgrund der Höhenlage extrem kühl ist. Die Winter sind kalt und die Sommer heiß. Die Wintermonat sind vergleichbar mit Städten in den Alpen, während die Sommer mit den Städten am Mittelmeer verglichen werden können. Die Niederschläge fallen ganzjährig und weisen jedoch geringe Intensität auf. Die Temperaturen liegen zwischen -20°C und +40°C.

Urmia:


Provinz Yazd:

Die Provinz liegt in den Wüsten Dasht-e-Kawir und Dasht-e-Lut. Daher herrscht in der gesamten Provinzen extremes Wüstenklima mit brütend heißen Sommern und kalten Wintern. Die Niederschläge sind äußerst gering. Die Hauptstadt Yazd liegt in einem Tal zwischen dem Schir Kuh (4075 m), dem höchsten Berg der Region, und Kharānaq. Im Gebirge Schir Kuh herrscht ein kühles Gebirgsklima. Im Gebirgsumland herrscht ein heisses, semi-arides Klima.


Provinz Zandschan:

Die Provinz Zandschan weist ein Hochlandklima der subtropischen Breiten auf. Die Winter sind kalt und schneereich. Temperaturen von -27°C sind an sehr kalten Winternächten möglich. Die Berge haben einen großen Einfluss auf das Klima der Provinz, daher sind die Sommer für iranische Verhältnisse recht kurz, dennoch heiß. In den Ebenen herrscht ein gemäßigteres Klima mit deutlich wärmeren Sommern und milderen Winter. Die Niederschläge sind ganzjährig gering und summieren sich auf knapp 70 mm.

Zandschan: