Wrangelinsel

Die weit nördlich des Polarkreises am westlichen Rand der Tschuktchensee gelegene, rund 7500 km² große Wrangelinsel, benannt nach dem russischen Admiral und Sibirienreisenden Ferdinand von Wrangen, weist eine große Vielfalt von geologischen Formationen und Lebensräumen mit jeweils unterschiedlichem Mikroklima auf. Wegen ihres gebirgigen Charakters war sie während der Eiszeit nie ganz vergletschert. Deshalb existierten hier viele Pflanzen- und Tierarten, die anderswo ausgestorben sind. So gibt es auf der Wrangelinsel allein mehr als 400 verschiedenen Arten und Unterarten von Gefäßpflanzen, doppelt so viele wie im jedem anderen Tundragebiet vergleichbarer Größe. Darunter befinden sich auch 23 Endemiten. Zudem lebt auf der Insel die mit bis zu 100.000 Individuen größte Population des Pazifischen Walrosses. Die Dichte der Eisbärenhöhlen ist die höchsten der Welt. Auch Moschusochsen weiden in der arktischen Tundralandschaft. Grauwale, die von Mexiko hierher ziehen, finden in der nächsten Umgebung Nahrung. Dazu kommen rund 100 hier brütende Zugvogelarten. Die vielen Lemminge zeigen Verhaltensweisen, die sich von anderen arktischen Populationen deutlich unterscheiden.

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